Bachelorarbeit, 2012
43 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 DEFINITIONEN UND THEORETISCHE MODELLE
2.2 ZUSAMMENHANG FÄHIGKEITSSELBSTKONZEPT UND LEISTUNG
2.3 ELTERLICHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DAS FÄHIGKEITSSELBSTKONZEPT VON KINDERN
2.3.1 Selbstwirksamkeitserwartungen der Eltern
2.3.2 Fähigkeitsselbstkonzept der Eltern
3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
4. METHODE
4.1 STICHPROBE
4.2 MATERIALIEN UND INSTRUMENTE
4.3 DURCHFÜHRUNG
5. ERGEBNISSE
5.1 DESKRIPTIVE ERGEBNISSE
5.2 ERGEBNISSE ZUR FRAGESTELLUNG
5.2.1 Zusammenhang zwischen der elterlichen Selbstwirksamkeit und dem Fähigkeitsselbstkonzept des Kindes
5.2.2 Zusammenhang zwischen elterlichem Fähigkeitsselbstkonzept und dem Fähigkeitsselbstkonzept des Kindes
6. DISKUSSION UND FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss elterlicher Faktoren – namentlich die Selbstwirksamkeitserwartungen und das eigene Fähigkeitsselbstkonzept der Eltern – auf das mathematische Fähigkeitsselbstkonzept von Grundschulkindern, um die familiäre Schlüsselrolle für den schulischen Erfolg zu beleuchten.
2.2 Zusammenhang Fähigkeitsselbstkonzept und Leistung
Das große Interesse an der Selbstkonzeptforschung liegt auch darin, dass Fähigkeitsselbstkonzepte als „die Gesamtheit der kognitiven Repräsentation eigener Fähigkeiten in akademischen Leistungssituationen“ (Schöne et al., 2002, S. 7) auf verschiedene Weise Lernprozesse begünstigen oder auch erschweren können. Grundsätzlich herrscht in der Forschung zum Fähigkeitsselbstkonzept größtenteils Einigkeit hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen dem Fähigkeitsselbstkonzept und der Leistung. Als erster Punkt wird angenommen, dass die vorangegangene Leistung einer Person das Fähigkeitsselbstkonzept determiniert. Diese Annahme wird in der Literatur als „skill development“-Ansatz bezeichnet. Demzufolge entsteht das Fähigkeitsselbstkonzept teilweise durch kumulierte Erfahrungen (vgl. Dickhäuser, 2006). Auf der anderen Seite wird ebenso davon ausgegangen, dass das Fähigkeitsselbstkonzept nachfolgende Leistung beeinflusst. Dieser Effekt des Fähigkeitsselbstkonzepts auf Leistung wird als Prozess des „self enhancement“ bezeichnet. (vgl. ebd.).
Wenn man sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Fähigkeitsselbstkonzept und der Leistung einer Person auseinandersetzt, kann davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um einen positiven Zusammenhang handeln muss. Anhand einiger Studien (u.a. Dickhäuser, Schöne, Spinath & Stiensmeier-Pelster, 2002; Marsh, 1988; Hansford & Hattie, 1982) wurden eben diese angenommenen Korrelationen zwischen Leistung und Fähigkeitsselbstkonzept gezeigt. So wurde beispielweise bei Dickhäuser et al. (2002) ein positiver Zusammenhang zwischen dem akademischen Selbstkonzept und der fachspezifischen Schulleistung gefunden. Das Fähigkeitsselbstkonzept wurde mit den Skalen zum akademischen Selbstkonzept (kurz: SASK) von Dickhäuser et al. erhoben. Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchung zeigen mit Korrelationskoeffizienten von r = .38 - .43 den angenommen positiven Zusammenhang zwischen der Schulleistung und dem Fähigkeitsselbstkonzept (vgl. Dickhäuser et al., 2002). Ebenso bestätigt eine Studie von Marsh aus dem Jahr 1988 diesen positiven Zusammenhang mit Korrelationen von r = .55 zwischen mathematischer Leistung und dem mathematischen Fähigkeitsselbstkonzept.
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der elterlichen Einflussfaktoren auf das mathematische Fähigkeitsselbstkonzept von Kindern und Vorstellung der Forschungsgegenstände.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Darstellung relevanter Theorien zur Selbstkonzeptforschung, des Zusammenhangs von Fähigkeitsselbstkonzept und Leistung sowie elterlicher Einflussfaktoren.
3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN: Herleitung der zwei zentralen Forschungsfragen und Formulierung der entsprechenden Hypothesen basierend auf dem theoretischen Teil.
4. METHODE: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobe, der eingesetzten Fragebögen für Kinder und Eltern sowie des Ablaufs der Datenerhebung.
5. ERGEBNISSE: Präsentation der deskriptiven Statistiken und Darstellung der Korrelationsergebnisse für die beiden untersuchten Fragestellungen.
6. DISKUSSION UND FAZIT: Kritische Interpretation der empirischen Ergebnisse, Einordnung in den theoretischen Kontext und Ausblick auf zukünftige Forschung.
Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeitserwartungen, Elterlicher Einfluss, Mathematische Leistung, Grundschulkinder, Skill Development, Self Enhancement, Korrelationsstudie, Pädagogische Psychologie, Lernmotivation, Erziehung, Schulerfolg, Leistungsentwicklung, Sozialkognitive Theorie, Referenzrahmenmodell
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, inwieweit elterliche Merkmale – speziell deren Selbstwirksamkeit und ihr eigenes Fähigkeitsselbstkonzept – das mathematische Selbstkonzept ihrer Kinder in der Grundschule beeinflussen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Fähigkeitsselbstkonzepts, der Zusammenhang zwischen akademischer Leistung und Selbstkonzept sowie die Rolle des familiären Kontextes bei der Entwicklung kindlicher Begabungseinschätzungen.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob positive Korrelationen zwischen den elterlichen Selbstwirksamkeitserwartungen bzw. deren eigenem mathematischen Selbstkonzept und dem Fähigkeitsselbstkonzept der Schülerinnen und Schüler bestehen.
Es wurde eine Korrelationsstudie durchgeführt, bei der Daten von Schülern und deren Eltern mittels Fragebögen erhoben und anschließend mittels statistischer Verfahren (Spearman-Rho) analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Aufarbeitung der Selbstkonzeptforschung und der elterlichen Einflussfaktoren sowie einen empirischen Teil, in dem die Stichprobe, das Vorgehen und die statistische Auswertung der gewonnenen Daten dargelegt werden.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeit, elterliche Einflussfaktoren und mathematische Leistung definieren.
Während sich bei den Vätern positive Zusammenhänge zum Fähigkeitsselbstkonzept der Kinder zeigten, konnten bei den Müttern lediglich sehr schwache oder negative Zusammenhänge ermittelt werden, was die generelle Hypothese einschränkt.
Es zeigten sich geschlechtsspezifische Effekte, etwa positive Korrelationen zwischen dem Fähigkeitsselbstkonzept von Vätern und dem ihrer Kinder, wobei insbesondere bei den Jungen signifikante Zusammenhänge zum Vater deutlich wurden.
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