Bachelorarbeit, 2012
62 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Das Krankheitsbild ADHS im Kinder- und Erwachsenenalter
2.1 Symptomatologie
2.2 Epidemiologie und Ätiologie
2.3 Verlauf der ADHS
2.4 Diagnostik
2.5 Komorbidität
3 Interventionsstrategien
3.1 Pharmakologische Intervention
3.2 Psychotherapeutische Intervention
4 Gruppentherapie bei ADHS im Erwachsenenalter
4.1 Besonderheiten der Gruppentherapie im Erwachsenenalter
4.2 Heilfaktoren der Gruppenpsychotherapie
4.3 “Psychotherapie der ADHS” nach Hesslinger und Philipsen
4.4 “ADHS-Gruppentraining” nach Lauth und Minsel
4.5 Strukturvergleich von Gruppentherapiemanualen
4.6 Weitere Gruppentherapien und deren Wirksamkeit
5 Vergleich von pharmakologischen und psychotherapeutischen Interventionen
6 Fazit
7 Literatur
8 Tabellen
9 Anhang
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen in Form von Gruppentherapien bei Erwachsenen mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Im Zentrum steht dabei die wissenschaftliche Evaluation, ob und inwiefern diese Interventionen die Symptomatik, die Alltagsbewältigung und die Lebensqualität der Betroffenen positiv beeinflussen können.
2.1 Symptomatologie
Als Grundpfeiler, welche die Kernsymptomatik der ADHS beschreiben, gelten die Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität (Hesslinger, Philipsen & Richter, 2004; Elsässer, Nyberg & Stieglitz, 2010; Lauth & Naumann, 2009). Laut Hesslinger et al. (2004) verstärkt sich die Symptomatik oft mit dem Eintreten in die Schule. Die neuen und gestiegenen Anforderungen, die das Durchhaltevermögen sowie die Konzentration betreffen, bereiten den Kindern Probleme. Laut den Autoren treten die Aufmerksamkeitsdefizite und Konzentrationsstörungen vornehmlich bei fehlender Stimulation und Motivation auf. Ferner lassen sich die Kinder und Jugendlichen leicht ablenken, wirken verträumt und zeigen sowohl bei Hausaufgaben als auch beim freien Spiel ein geringes Durchhaltevermögen (Lauth & Naumann, 2009). Zusätzlich fällt eine Nervosität und Zappeligkeit auf sowie häufigere Wutanfälle, die sich vor allem im Streit mit anderen Kindern zeigen. Kinder mit ADHS können ihre Gefühle meistens weniger gut kontrollieren und neigen daher zu starken Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüchen (Hesslinger et al., 2004). Zudem lässt sich ihr Handeln als übermäßig impulsiv beschreiben, dabei wirkt es häufig unüberlegt. Das zeigt sich in Form von häufigeren Unfällen, Schlägereien und riskanten Spielen. Auf der einen Seite sind die betroffenen Kinder- und Jugendlichen oft ungehorsam, rebellisch und zeigen ein aufsässigeres Verhalten als Kinder, die die Störung nicht aufweisen (Campbell, 2002).
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert das Fortbestehen der ADHS bis ins Erwachsenenalter, den daraus resultierenden hohen Leidensdruck und die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung.
2 Das Krankheitsbild ADHS im Kinder- und Erwachsenenalter: Das Kapitel erläutert die Symptomatologie, Epidemiologie, den Verlauf und die diagnostischen Herausforderungen bei Kindern und Erwachsenen mit ADHS.
3 Interventionsstrategien: Hier werden gängige pharmakologische Ansätze sowie grundlegende psychotherapeutische Ansätze gegenübergestellt und deren aktueller Forschungsstand betrachtet.
4 Gruppentherapie bei ADHS im Erwachsenenalter: Das Hauptkapitel fokussiert auf Besonderheiten und Wirkfaktoren der Gruppentherapie und vergleicht zwei etablierte Manuale zur Behandlung von Erwachsenen mit ADHS.
5 Vergleich von pharmakologischen und psychotherapeutischen Interventionen: Es wird eine Metaanalyse präsentiert, um die Wirksamkeit psychotherapeutischer Verfahren der pharmakologischen Behandlung gegenüberzustellen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont den hohen therapeutischen Nutzen von Gruppentherapien sowie die Notwendigkeit weiterer Forschung.
ADHS im Erwachsenenalter, Gruppentherapie, Psychotherapie, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Impulsivität, pharmakologische Intervention, Wirksamkeitsvergleich, Kognitive Verhaltenstherapie, Symptomreduktion, Selbstregulation, Metaanalyse, Ressourcenaktivierung, Psychosoziale Intervention, Lebensqualität.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von psychotherapeutischen Gruppentherapien bei Erwachsenen, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden.
Zentrale Themen sind die Symptomatik, die diagnostischen Anforderungen, der Vergleich zwischen pharmakologischer und psychotherapeutischer Behandlung sowie die Wirksamkeit manualisierter Gruppentraining-Konzepte.
Das Hauptziel ist es, auf Basis der aktuellen Studienlage zu evaluieren, ob und wie Gruppentherapien die ADHS-Symptomatik sowie die daraus resultierenden Alltagseinschränkungen bei Erwachsenen erfolgreich behandeln können.
Es wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt, die Ergebnisse aus verschiedenen Studien zusammenfasst und in einer Metaanalyse-Perspektive vergleichend gegenüberstellt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung des ADHS-Störungsbildes, die Darstellung der Interventionsstrategien sowie den detaillierten Strukturvergleich zweier spezifischer Gruppentherapie-Manuale.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie ADHS im Erwachsenenalter, Gruppentherapie, Symptomreduktion, kognitive Verhaltenstherapie und Wirksamkeitsvergleich charakterisiert.
Ein wesentlicher Unterschied besteht im Therapieziel und der Struktur: Das Manual von Hesslinger et al. zielt auf Kontrolle der ADHS über 13 Sitzungen ab, während das Training von Lauth und Minsel die Anpassung im Alltag über sechs Sitzungen fokussiert.
Die Gruppentherapie bietet neben der Schulung von Kernsymptomen die Möglichkeit zur sozialen Integration, den Austausch mit anderen Betroffenen und hilft dabei, soziale Isolation und das Gefühl von „Andersartigkeit“ zu überwinden.
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