Diplomarbeit, 2012
104 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 KINDER UND FERNSEHEN
2.1 Der Fernsehkonsum
2.2 Die Sender- und Genrepräferenzen
2.3 Das Fernsehverständnis von Kindern anhand Piagets Stufenmodell der kognitiven Entwicklung
3 KINDER UND FERNSEHNACHRICHTEN
3.1 Was verstehen Kinder unter Fernsehnachrichten?
3.2 Die Nachrichtennutzung der Kinder
3.3 Entstehende Probleme beim Rezipieren von Fernsehnachrichten
3.3.1 Die Darstellungsform der Nachrichten
3.3.2 Die Nachrichtensprache
3.3.3 Der Nachrichteninhalt
3.3.4 Angst auslösende Nachrichten
3.3.4.1 Altersabhängige Angst
3.3.4.2 Reaktionen auf die Berichterstattung von Krieg und Katastrophen
3.4 Verbesserungsvorschläge zur Vermeidung der Probleme
4 KINDERNACHRICHTENSENDUNG „LOGO!“: DIE LÖSUNG?
4.1 Konzeption und Gestaltung
4.2 Analyse der Kindernachrichtensendung
4.2.1 Die Präsentationsform
4.2.2 Die Themenstruktur
4.3 Akzeptanz und Gefallen der Kindernachrichtensendung
4.4 Vergleich von „logo!“ und den Hauptnachrichten
5 DISKUSSION
6 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Kindersendung „logo!“ die speziellen Bedürfnisse und kognitiven Fähigkeiten von Kindern bei der Rezeption von Fernsehnachrichten berücksichtigt und als ideale Lösung für kindgerechte Nachrichtenvermittlung fungieren kann.
3.1 Was verstehen Kinder unter Fernsehnachrichten?
Im Laufe der Entwicklung erlernen Kinder, Fernsehangebote durch Inhalt und Format zu unterscheiden. Dabei werden Nachrichten von Kindern schon sehr früh als eigenständiges Format erfasst. Erkennbar wird dies z. B. in dem Experiment von den niederländischen Forscherinnen Patti M. Valkenburg und Marjolein Vroone. Sie beobachteten 50 Kleinkinder im Alter von 6 bis 58 Monaten während sie fernsahen und zeichneten ihre Aufmerksamkeit zu bestimmten Sendungen auf (,Eyes on Screen‘). Sie stellten fest, dass ihre Aufmerksamkeit stets direkt nach dem Einspielen der ersten Nachrichtenszene stark abnahm. Dieser Befund lässt die Interpretation zu, dass Kinder das Format Nachrichten schnell als solches erkennen und sie ihr Interesse, aufgrund des erwarteten langweiligen Inhalts, auf andere Dinge richten. Die beiden Forscher Betsy Blosser und Robert Donald starteten ein ähnliches Experiment und ließen 90 Kinder im Alter von 4 bis 11 Jahren Fernsehnachrichten, Werbespots, Educational Spots und Public Service Announcements (PSA) schauen. Danach mussten die Kinder die jeweiligen Formate angeben sowie den Inhalt wiedergeben. Es ergab sich, dass Kinder ab dem 8. Lebensjahr deutlich höhere Fähigkeiten besitzen, die einzelnen Formate zu erkennen und zu unterscheiden sowie den Inhalt einwandfrei wiederzugeben und die Intention der Formate zu verstehen.
Diese Feststellung deckt sich mit vielen anderen wissenschaftlichen Untersuchungen sowie mit dem im Kapitel 2.3 beschriebenen Fernsehverständnis der Kinder: Denn Kinder sind erst ab etwa 8 Jahren in der Lage, die einzelnen Genretypen anhand des Formats und Inhalts problemlos zu erkennen und zwischen Nachrichten, Spielfilmen oder Werbung zu unterscheiden (vgl. S. 23). Zwar können auch jüngere Kinder Nachrichten als Genre erkennen, allerdings haben diese noch große Probleme, die Inhalte des Gezeigten wiederzugeben. Denn auch das sinngemäße Wiedergeben einer Sendung oder Serie entwickelt sich erst im Laufe des operationalen Denkens (vgl. Gleich/Schmitt 2009, S. 594; Kap. 2.3, S. 22ff.).
1 EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen, die Kinder beim Konsum von Nachrichten für Erwachsene erleben, und führt die Fragestellung ein, wie kindgerechte Nachrichtenangebote gestaltet sein müssen.
2 KINDER UND FERNSEHEN: Dieses Kapitel erläutert das allgemeine Mediennutzungsverhalten von Kindern und verknüpft dies mit Piagets Stufenmodell der kognitiven Entwicklung.
3 KINDER UND FERNSEHNACHRICHTEN: Es wird analysiert, warum Kinder Nachrichten schauen, welche Schwierigkeiten bei der Rezeption (z. B. Sprache, Angstauslöser) bestehen und wie diese gemildert werden können.
4 KINDERNACHRICHTENSENDUNG „LOGO!“: DIE LÖSUNG?: Eine detaillierte Untersuchung der Sendung „logo!“ hinsichtlich ihrer Konzeption, Themenstruktur, Akzeptanz bei Kindern und im direkten Vergleich mit Erwachsenennachrichten.
5 DISKUSSION: Die Ergebnisse der Analyse werden kritisch reflektiert, um festzustellen, ob „logo!“ die formulierten Anforderungen an eine kindgerechte Nachrichtensendung erfüllt.
6 FAZIT: Zusammenfassung der Kernerkenntnisse über die Bedeutung von „logo!“ als kindgerechtes Nachrichtenmedium und Ausblick auf dessen Rolle für das spätere Nachrichtenverständnis.
Kindernachrichten, logo!, Fernsehrezeption, kognitive Entwicklung, Nachrichtenkompetenz, Kindgerechte Gestaltung, Fernsehnutzung, Medienpädagogik, Nachrichtenverständnis, Angstauslösende Nachrichten, Nachrichtensprache, Themenstruktur, Politische Bildung, Rezeptionsschwierigkeiten, Mediensozialisation
Die Arbeit befasst sich mit der Mediennutzung von Kindern im Bereich Fernsehnachrichten und analysiert, wie diese Zielgruppe Nachrichten wahrnimmt, versteht und welche besonderen Anforderungen an kindgerechte Formate gestellt werden.
Die Untersuchung umfasst entwicklungspsychologische Grundlagen, die spezifischen Rezeptionsprobleme von Kindern bei Nachrichten sowie die praktische Analyse der Sendung „logo!“ als Lösungsansatz.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob und wie die Sendung „logo!“ die kindlichen Bedürfnisse nach verständlicher, relevanter und angstfreier Information erfüllt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender medienwissenschaftlicher und psychologischer Studien sowie einer explorativen Analyse von Konzeption, Inhalten und Akzeptanzdaten der Sendung „logo!“.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung kindlicher Fernsehkompetenzen, die Problematisierung von Nachrichten für Kinder und die detaillierte Untersuchung der Präsentationsformen und Themenstrukturen von „logo!“.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Kindernachrichten, Medienkompetenz, kognitive Entwicklung, „logo!“, Rezeptionsschwierigkeiten und kindgerechte Nachrichtengestaltung.
Die Arbeit zeigt, dass die kognitive Entwicklungsstufe (nach Piaget) entscheidend dafür ist, ob ein Kind zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann und wie es komplexe politische Zusammenhänge erfasst.
„logo!“ gilt als die erfolgreichste und langlebigste Nachrichtensendung für Kinder in Deutschland, die durch gezielte Vereinfachung, kindgerechte Moderation und spezielle Darstellungstechniken versucht, die Kluft zwischen Erwachsenennachrichten und kindlicher Lebenswelt zu schließen.
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