Seminararbeit, 2008
21 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Neue Linke – Der Beginn einer intellektuellen Bewegung
3. Studentenbewegung
4. Zeit für Protest?
5. Protest auf Umwegen
6. Ein revolutionäres Missverständnis und seine Folgen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Proteste der Jahre 1967 und 1968 in der Bundesrepublik Deutschland, um zu ergründen, ob diese Bewegung eine grundlegende Emanzipation der Gesellschaft bewirkte. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Hintergründe, der theoretischen Fundierung der Studentenbewegung sowie der nachhaltigen gesellschaftlichen Veränderungen, die aus diesem historischen Aufbruch resultierten.
1. Einleitung
1968 – nur selten vereinen die Abfolge von vier aneinander gereihten Ziffern in Form einer Jahreszahl so viel Assoziationen, Diskussionsstoff und Faktendichte in sich. Das „Schlüsseljahr der politischen Kultur“, sowohl in der BRD als auch in globaler Hinsicht ist zu einem Eigenwort, einem Etikett geworden. In den Medien scheint der Begriff „68“ selbsterklärend und weniger ein Jahr, als eine Symbiose aus Revolution, Jugendsünden und Rock ´n Roll zu sein.
Im Jahr 2008 wird anlässlich des 40 jährigen Jubiläums das Thema erneut in den Fokus gerückt und abermals wird begonnen, das Phänomen des Jahrzehnts der 60er und insbesondere 1968 zu erörtern. Doch genau genommen war es für die BRD das Jahr 1967, welches den Aufbruch markierte. Im Wesentlichen sind es 5 Eckpfeiler, die 1967 so viel interessanter machen als sein Nachfolger (Vgl. Kraushaar, S. 318):
1) Die Demonstrationen gegen den Schah-Besuch in West-Berlin
2) Der Tod des Germanistikstudenten Benno Ohnesorgs, der nach der Demonstration gegen den persischen Schah von dem Polizeibeamten Kurras erschossen worden ist
3) Die charismatische Rolle des ab 1966 den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (im folgenden SDS) führenden Rudi Dutschke und die provokative Wirkung des SDS im universitären Umfeld der BRD
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der 68er-Bewegung ein, präzisiert jedoch, dass der eigentliche gesellschaftliche Aufbruch in der BRD bereits im Jahr 1967 begann.
2. Die Neue Linke – Der Beginn einer intellektuellen Bewegung: Hier wird der internationale Ursprung der "New Left" sowie deren Zielsetzung, die sozialistische Tradition theoretisch neu zu fundieren, erläutert.
3. Studentenbewegung: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle des SDS und die Adaption internationaler Gesellschaftskritik, insbesondere des Port-Huron-Statements, für den deutschen Kontext.
4. Zeit für Protest?: Das Kapitel beschreibt die Eskalation und Techniken der Proteste an den Universitäten sowie die wachsende Opposition gegen die Große Koalition und die Notstandsgesetze.
5. Protest auf Umwegen: Der Autor thematisiert hier den Einfluss kultureller Faktoren, wie Musik und die sexuelle Revolution, auf die Mobilisierung der Studentenbewegung.
6. Ein revolutionäres Missverständnis und seine Folgen: Das abschließende Kapitel zieht eine kritische Bilanz, indem es das politische Scheitern der Bewegung gegen deren langfristige gesellschaftliche Errungenschaften abwägt.
68er-Bewegung, BRD, SDS, Neue Linke, APO, Emanzipation, Studentenbewegung, Rudi Dutschke, Kulturrevolution, Notstandsgesetze, Gesellschaftskritik, Generationskonflikt, 1967, Aufbruch, Politische Kultur
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Protestbewegung in der BRD der Jahre 1967 und 1968 und untersucht, inwieweit diese Phase zu einer Emanzipation der Gesellschaft geführt hat.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der intellektuellen Fundierung durch die "New Left", der Rolle des SDS, der kulturellen Dimension des Protests sowie der historischen Einordnung der APO.
Das Ziel ist es, zu beantworten, ob die 68er-Generation eine tatsächliche Emanzipation ihrer selbst und der Gesellschaft erreicht hat.
Der Autor nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse historischer Ereignisse, gestützt auf Fachliteratur, um die gesellschaftlichen Prozesse dieser Ära kritisch zu hinterfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der intellektuellen Formierung, die Analyse der Studentenproteste und eine abschließende Bewertung der historischen Erfolge und Misserfolge.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Emanzipation, 68er-Bewegung, APO, SDS, Neue Linke und Gesellschaftskritik.
Der Autor argumentiert, dass wesentliche Ereignisse, wie die Demonstrationen gegen den Schah-Besuch und der Tod Benno Ohnesorgs, bereits 1967 als Katalysatoren für den Aufbruch fungierten.
Die APO wird als eine Form der außerparlamentarischen Antwort auf die Große Koalition dargestellt, die zwar utopisch blieb, aber dennoch den Demokratisierungsprozess nachhaltig prägte.
Obwohl Kraushaar konstatiert, dass die Akteure politisch scheiterten, weist der Autor darauf hin, dass die 68er dennoch bedeutende Spuren, etwa in der Demokratisierung und sexuellen Selbstbestimmung, hinterlassen haben.
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