Bachelorarbeit, 2012
64 Seiten, Note: 1,3
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: Das traditionelle Modell des Journalismus
2.1 Funktionen und Selbstverständnis
2.2 Journalistische Qualität und deren Sicherung
Kapitel 3: Das Internetzeitalter
3.1 Umbrüche in der Ära des Web 2.0
3.2 Das Phänomen Weblog
Kapitel 4: Journalismus im Internetzeitalter
4.1 Abkehr vom traditionellen Verständnis
4.2 Finanzierung
4.3 Watchblogs und Qualitätssicherung
4.4 Internetauftritte: Oberhessische Presse und Zeitungsgruppe Lahn-Dill
4.5 Gesellschaftliche Bedeutung
4.6 Einschätzungen aus der journalistischen Praxis
Kapitel 5: Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen des Journalismus im Internetzeitalter und analysiert, inwieweit das traditionelle journalistische Produktionsmodell durch das Web 2.0 und partizipative Angebote unter Druck gerät oder transformiert wird.
Kapitel 1: Einleitung
Über Jahrzehnte hinweg galt die Zeitung als zentrale Instanz bei der öffentlichen Meinungsbildung, ehe sie in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung verlor. Zugespitzt hat sich die Lage insbesondere in den USA, wo bereits zahlreiche Zeitungen eingestellt wurden und selbst die renommierte New York Times ins Straucheln geriet. In den Schlagzeilen stand das hochverschuldete Blatt insbesondere im Jahr 2009, als es vom Milliardär Carlos Slim finanzielle Unterstützung in Höhe von 250 Millionen Dollar erhielt. Waren es zunächst vorwiegend Auflagenrückgänge, die den Verlegern Sorgen bereiteten, so befinden sich – wie Weichert u.a. (2009: 8) anmerken – „Vertriebserlöse, Werbeumsätze und Aktienwerte spätestens seit 2008 im freien Fall“. Dagegen geht es dem deutschen Verlagswesen noch gut – Qualitätsblätter wie die Süddeutsche Zeitung vermeldeten jüngst sogar einen Anstieg bei den verkauften Exemplaren. Dies kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Zeitungen auch hierzulande in eine Notlage geraten sind. Zwar genießen sie nach wie vor hohes Ansehen, doch deren Gesamtauflage nahm im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich ab. Betrug sie im Jahr 2001 noch 30,2 Millionen (vgl. Pasquay 2001), so lag der Wert zehn Jahre später bei nur noch 23,8 Millionen (vgl. Pasquay 2011).
In Anbetracht dessen setzen sich Experten kritisch mit der Zukunft der gedruckten Zeitungen auseinander. So ist Jarvis (2009 a: 118) der Ansicht, dass sich Verleger einen festen Termin setzten sollten, „an dem sie ihre Druckerpressen anhalten werden“, während Eumann (2011: 83) das Zeitungswesen zwar nicht am Abgrund sieht, aber anmerkt: „Statt montags bis samstags […] gibt es möglicherweise ein- oder zweimal pro Woche eine auf Papier gedruckte Ausgabe“.
Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Krisensituation der Printmedien ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Relevanz und Neudefinition des Journalismus im Internetzeitalter.
Kapitel 2: Das traditionelle Modell des Journalismus: Hier werden die normativen und funktionalen Grundlagen des Journalismus sowie die Herausforderungen bei der Definition und Sicherung journalistischer Qualität beleuchtet.
Kapitel 3: Das Internetzeitalter: Dieses Kapitel erläutert die technologischen und sozialen Veränderungen durch das Web 2.0 sowie die Entstehung der Weblog-Kultur.
Kapitel 4: Journalismus im Internetzeitalter: Der Hauptteil analysiert die veränderten Anforderungen an den Journalismus, die Finanzierungsproblematik, die Rolle von Watchblogs, lokale Internetauftritte sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Mediums.
Kapitel 5: Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsperspektiven des Journalismus im Hinblick auf seine gesellschaftliche Integrationsfunktion.
Journalismus, Internetzeitalter, Web 2.0, Weblogs, Partizipation, Qualitätssicherung, Finanzierung, Online-Journalismus, Meinungsbildung, Gatekeeping, Gatewatching, Michel Foucault, Machttheorie, digitale Transformation, Medienwandel
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Journalismus durch die Digitalisierung und der Frage, wie sich journalistische Akteure in diesem veränderten Medienumfeld positionieren.
Zentral sind der Wandel der Nachrichtenproduktion, die Finanzierung von Online-Angeboten, das Aufkommen partizipativer Web-Formate und die gesellschaftliche Macht des Journalismus.
Die Arbeit untersucht, ob der traditionelle Journalismus im Internetzeitalter an Bedeutung verliert oder ob er sich durch eine Neuausrichtung erfolgreich behaupten kann.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse führt der Autor eine empirische Untersuchung durch, bei der 100 Tageszeitungsredaktionen zu ihrer Einschätzung der Lage befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Finanzierungsmodellen, zur Qualitätssicherung durch Watchblogs, zum Partizipationsgrad bei lokalen Zeitungen und einer theoretischen Fundierung durch Foucaults Machttheorie.
Die zentralen Begriffe sind Journalismus, Web 2.0, Partizipation, Qualitätssicherung, Online-Medien und gesellschaftlicher Wandel.
Der Autor konstatiert, dass Weblogs den klassischen Journalismus nicht ersetzen, sondern eher in einem komplementären Verhältnis zu diesem stehen und als wertvolle Ergänzung oder Korrektiv fungieren können.
Foucaults Konzepte von Macht, Diskurs und Gouvernementalität dienen dazu, die gesellschaftliche Bedeutung des Journalismus als Steuerungs- und Orientierungsinstanz in einem fragmentierten digitalen Raum zu analysieren.
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