Essay, 2011
7 Seiten
1. Einleitung
2. Funktionen der Schule
2.1 Wissensvermittlung und Bildung
2.2 Sozialisation und Erziehung
2.3 Selektion und Beurteilung
3. Schule als soziales System
3.1 Interaktionsmöglichkeiten und Identitätsfindung
3.2 Homogenität und affektive Neutralität
4. Fazit und Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht aus einer soziologischen Perspektive die gesellschaftliche Nützlichkeit von Schule und analysiert, inwieweit diese Institution Aufgaben übernimmt, die über die Möglichkeiten des familiären Umfelds hinausgehen.
Die zweite Funktion der Schule ist die der Sozialisation.
„Sozialisation ist Persönlichkeitsentwicklung in Aufnahme von und in Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen, kulturellen und materiellen Umwelt, insbesondere in Interaktion mit Personen“(Geulen 1980, S.51). Die Persönlichkeit ist ein spezifisches Gefüge von Merkmalen, Eigenschaften, Einstellungen und Handlungsmustern, die einen einzelnen Menschen kennzeichnen. Gemeint ist also das Zusammenspiel von Individualität und Sozialcharakter eines Menschen. Kinder lernen im Klassenverband die Bedeutung von Normen und Werten kennen, denn ohne „die verantwortliche Mitbürgerschaft in der Schulgemeinschaft“ (Parsons 1959, 109) wäre es für den Lehrer unmöglich einen geregelten Unterricht zu führen, denn die Kinder müssen sich so an gewisse „Spielregeln“ (Parsons 1959, 115) halten.
Ein Teil der Entwicklung ihres Sozialcharakters sind die gemeinsamen Normen, die in unserer Gesellschaft vorhanden sind, wahrzunehmen. Im Schulalltag sind das zum Beispiel Akzeptanz von Autoritäten, als auch Hörigkeit und Disziplin. Das ist eine geplante Sozialisation, daher kann man in diesem Zusammenhang auch von Erziehung sprechen (vgl. Zimmermann 2000, 15). Die Familie übernimmt zwar noch den Hauptpart der Erziehung, dennoch folgt man in der Schule gemeinsamen Richtlinien, die eine Stufe höher liegen als jene, die ihnen durch ihre Familie vermittelt werden (vgl. Parsons 1959, 114). Die Schüler lernen in ihrer Lehrumgebung mehrere Rollen und die damit verbundenen Erwartungen kennen. Sie bilden also dort ein „Rollensystem der Erwachsenen“ (Parsons 1959, 144) aus, das sie dann in der Zukunft anwenden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und verdeutlicht, dass Schule über das bloße Auswendiglernen hinaus eine prägende Instanz für das spätere Leben darstellt.
2. Funktionen der Schule: Hier werden die zentralen Aufgaben wie Wissensvermittlung, Sozialisation sowie Selektion durch Noten und ihre Bedeutung für die moderne Industriegesellschaft erläutert.
3. Schule als soziales System: Dieses Kapitel betrachtet die Schule als spezifischen Interaktionsraum, der sich durch Homogenität und affektive Neutralität von der familiären Erziehung abhebt.
4. Fazit und Reflexion: Der abschließende Teil bewertet kritisch das Spannungsfeld zwischen notwendiger schulischer Standardisierung und der individuellen Identitätsbildung der Schüler.
Soziologie, Schule, Sozialisation, Bildungssystem, Wissensvermittlung, Selektion, Leistungsprinzip, Rollenverhalten, Identitätsfindung, Industriegesellschaft, affektive Neutralität, Erziehung, Normen, Werte, Schulerfolg.
Die Arbeit betrachtet die Institution Schule aus einer soziologischen Perspektive und analysiert ihre Funktionen sowie ihren Beitrag zur Vorbereitung auf die Gesellschaft.
Die zentralen Themen umfassen die Wissensvermittlung, den Sozialisationsprozess, die Leistungsbewertung und Selektion sowie die Herausbildung von sozialen Rollen.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie und warum Schule Aufgaben übernimmt, die über die Erziehungsmöglichkeiten innerhalb der Familie hinausgehen und wie sie zur Integration in die Gesellschaft beiträgt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse basierend auf soziologischen Klassikern (wie Parsons und Dreeben) zur Erläuterung schulischer Funktionen.
Der Hauptteil analysiert die drei Hauptfunktionen der Schule: Wissensvermittlung, Sozialisation und Selektion, sowie die spezifischen Rahmenbedingungen im Klassenzimmer.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialisation, Leistungsprinzip, Identitätsfindung und die Unterscheidung zwischen Familie und Schule charakterisiert.
Die Schule zeichnet sich im Gegensatz zur Familie durch affektive Neutralität, klare Leistungsanforderungen und ein „Rollensystem der Erwachsenen“ aus, das den Übergang in den Beruf vorbereitet.
Die Selektion durch Noten zwingt Schüler zur Übernahme von Verantwortung für Erfolg und Misserfolg, was laut Dreeben eine notwendige Voraussetzung für das Leben in einer modernen Industriegesellschaft ist.
Die Schule bietet einen Raum für soziale Interaktionen außerhalb der Familie, in dem Schüler lernen, Normen zu verinnerlichen und sich zwischen verschiedenen Rollenerwartungen zu bewegen.
Der Autor äußert Bedenken, dass die Schule als homogenes System oft wenig Raum für individuelle Entfaltung lässt und betont daher die Wichtigkeit außerschulischer Aktivitäten für die Persönlichkeitsentwicklung.
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