Diplomarbeit, 2011
62 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Einführung in die künstlichen neuronalen Netze
2.1 Biologisches Vorbild
2.2 Modellierung von Neuronen
2.3 Vernetzung der künstlichen Neuronen
2.4 Lernverfahren
2.5 Backpropagation
3 Probleme des Backpropagation Algorithmus
3.1 Lokale Minima
3.2 Flache Plateaus
3.3 Verlassen guter Minima
4 Modifikation von Backpropagation
4.1 Momentum Term
4.2 Weight Decay
4.3 Quickprop
4.4 δ − ¯δ Lernregel
5 Lösungsansatz
5.1 Flight of a Projectile in the Conformational Space
5.2 Projectile Learning
5.2.1 Verwendetes Framework
5.2.2 Implementierung des Projektilfluges
5.2.3 Kollision des Projektils mit der Fehleroberfläche
5.2.4 Resultat des Lernverfahrens
6 Anwendung
6.1 Testfälle
6.1.1 Wirbelsäulenstörung
6.1.2 Brustkrebs Vorhersage
6.1.3 Parkinson
6.2 Auswertung der Testfälle
7 Fazit
8 Anlage
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein neues Lernverfahren für künstliche neuronale Netze zu entwickeln und zu implementieren, das ein globales Minimum der Fehlerfunktion sucht, um bessere Trainingsergebnisse als mit Standard-Lernverfahren zu erzielen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie ein auf der Flugbahn eines Projektils basierender heuristischer Optimierungsalgorithmus auf die Gewichtsoptimierung in Feedforward-Netzen übertragen werden kann.
5.1 Flight of a Projectile in the Conformational Space
Harkiolakis entwickelte einen heuristischen Algoritmus zur Optimierung mehrdimensionaler Probleme, welcher auf dem physikalischen Phänomen des Fluges eines Projektils basiert.[Har08]
Dieses Projektil, welches als punktförmig angenommen wird, bewegt sich im Raum der Funktion, dessen Minimum gesucht wird. Die Definitionsmenge kann mehrdimensional sein, wobei die Zielmenge eindimensional ist. Dabei werden schrittweise Punkte auf dem Weg des Projektils berechnet. Ausgehend von dem aktuellen Punkt wird der nächste Punkt berechnet, an welchem das Projektil sich nach einer gewissen Zeit befinden würde. Von diesen Punkten entspricht derjenige, welcher den kleinsten Funktionswert aufweist, dem vom Algorithmus ermittelten Minimum.
In Abbildung 9 ist ein Funktionsgraph einer Funktion mit mehreren lokalen Minima zu sehen. Das Projektil wird hier durch eine rote Kugel dargestellt. Dieses wird in Punkt A losgelassen und bewegt sich dann nach den Gesetzen der Mechanik unter Einfluss einer Gravitationskraft durch den Raum. An den Stellen, an denen das Projektil auf die Oberfläche der Funktion trifft, erfolgt ein vollständig elastischer Stoß und die Stelle wird mit einer roten Kugel markiert. Indem diese der Reihe nach mit einer gestrichelten Linie verbunden werden, kann man den Weg des Projektils erkennen.
1 Einleitung: Motivation für den Einsatz künstlicher neuronaler Netze und Zielsetzung der Arbeit, ein globales Minimum der Fehlerfunktion durch einen neuartigen Ansatz zu finden.
2 Einführung in die künstlichen neuronalen Netze: Grundlagen der Modellierung, Vernetzung und das Training von Neuronen sowie die formale Beschreibung des Backpropagation-Algorithmus.
3 Probleme des Backpropagation Algorithmus: Analyse von Limitierungen bei Standardverfahren, insbesondere das Hängenbleiben in lokalen Minima, flache Plateaus und das Verlassen guter Minima.
4 Modifikation von Backpropagation: Vorstellung verschiedener Ansätze zur Verbesserung des Lernverhaltens, wie Momentum Term, Weight Decay, Quickprop und die δ − ¯δ Lernregel.
5 Lösungsansatz: Detaillierte Herleitung des entwickelten Projectile Learning Algorithmus, basierend auf der physikalischen Simulation eines Projektils im Raum der Gewichte.
6 Anwendung: Durchführung von Tests des neuen Algorithmus an drei medizinischen Datensätzen und Vergleich der Ergebnisse mit klassischer Backpropagation.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Diskussion der Vorteile und Limitierungen sowie Ausblick auf potenzielle Verbesserungen des Verfahrens.
8 Anlage: Auflistung der beiliegenden Dateien und der in Java implementierten Klassen.
Künstliche neuronale Netze, Backpropagation, Globale Optimierung, Projectile Learning, Fehlerfunktion, Lokale Minima, Gradientenabstiegsverfahren, Lernverfahren, Gewichtsoptimierung, Simulation, Heuristik, Feedforward-Netze, MSE, Java, Neuronales Netz Training
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines neuartigen Lernverfahrens für künstliche neuronale Netze, das eine globale statt nur einer lokalen Suche auf der Fehleroberfläche ermöglicht.
Die zentralen Felder sind künstliche Intelligenz, neuronale Netze, mathematische Optimierungsverfahren sowie die physikalische Simulation zur Problemlösung.
Das Ziel ist es, ein Verfahren zu implementieren, das es erlaubt, durch Simulation eines Projektilfluges in den Gewichten eines Netzes, ein besseres (globales) Minimum der Fehlerfunktion zu finden.
Es wird ein heuristischer Ansatz verwendet, der auf der physikalischen Simulation elastischer Stöße eines Projektils im Konfigurationsraum der Netzgewichte basiert.
Der Hauptteil erläutert zunächst die theoretischen Grundlagen neuronaler Netze, analysiert Schwachstellen der Backpropagation, stellt Modifikationen vor und beschreibt die Implementierung des eigenen Projektil-basierten Lernalgorithmus.
Künstliche neuronale Netze, Backpropagation, Globale Optimierung, Projectile Learning, Fehlerfunktion, Lokale Minima.
Um zu validieren, ob die globale Suche tatsächlich zu einer Reduktion des mittleren quadratischen Fehlers (MSE) führt, auch wenn die Laufzeit dabei signifikant höher ausfällt.
Die Starthöhe bestimmt die potentielle Energie des Projektils, welche definiert, welche Hindernisse auf der Fehleroberfläche überwunden werden können, um aus lokalen Minima zu entkommen.
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