Bachelorarbeit, 2012
37 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Problembereiche der ertragsteuerlichen Organschaft und Reformbedarf
2.1 Binnenorientierung
2.1.1 Organträger
2.1.2 Organgesellschaft
2.2 Notwendigkeit eines Gewinnabführungsvertrages
2.3 Grenzüberschreitende Verlustverrechnung im Konzern
3 Moderne Gruppenbesteuerung in Österreich
3.1 Relevanz der österreichischen Gruppenbesteuerung für die deutsche Organschaft
3.2 Konzeption der österreichischen Gruppenbesteuerung
3.2.1 Einschränkung der Binnenorientierung
3.2.2 Gruppenantrag
3.2.3 Grenzüberschreitende Verlustverrechnung innerhalb der österreichischen Gruppenbesteuerung
3.3 Übertragbarkeit des österreichischen Gruppenbesteuerungssytems für eine Reform der deutschen Konzernbesteuerung
4 Reformüberlegungen zur Einführung einer modernen Gruppenbesteuerung
4.1 Konzerninternes Gruppenbeitragsmodell
4.2 Einkommenszurechnungsmodell
5 Zusammenfassende Darstellung
Die Arbeit analysiert die kritischen Problembereiche der deutschen ertragsteuerlichen Organschaft, insbesondere die starke Binnenorientierung und die Pflicht zum Gewinnabführungsvertrag, und untersucht vor dem Hintergrund europarechtlicher Vorgaben, inwiefern Elemente des österreichischen Gruppenbesteuerungssystems als Vorbild für eine moderne deutsche Konzernbesteuerung dienen können.
2.1 Binnenorientierung
Die deutsche Organschaftsbesteuerung ist durch eine starke Binnenorientierung gekennzeichnet, welche in der Rechtsfolge vor allem bei grenzüberschreitenden Sachverhalten Grenzen aufzeigt.
2.1.1 Organträger
Die Organträgereigenschaft setzt gem. § 14 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 Satz 1 KStG einen einfachen Inlandsbezug voraus. Demnach kann eine unbeschränkt steuerpflichtige natürliche Person, eine nicht steuerbefreite Körperschaft oder Personengesellschaft mit inländischer Geschäftsleitung als Organträger (OT) auftreten. Gem. § 18 KStG kann auch ein ausländisches gewerbliches Unternehmen OT sein, sofern es über eine inländische, im Handelsregister eingetragene, Zweigniederlassung verfügt. Diese einfache Inlandsgebundenheit verhindert hingegen, dass bspw. eine Kapitalgesellschaft mit inländischem Sitz, jedoch mit ausländischer Geschäftsleitung, als OT fungieren kann, obwohl sie der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegt. Dies ist selbst dann der Fall, wenn diese Kapitalgesellschaft im Besitz einer inländischen Betriebsstätte (BS) ist, welche Beteiligungen an inländischen Tochtergesellschaften im Betriebsvermögen hält.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer Reform der deutschen Organschaft aufgrund fortschreitender Internationalisierung und der damit verbundenen Kritik an der starken Binnenorientierung.
2 Problembereiche der ertragsteuerlichen Organschaft und Reformbedarf: Dieses Kapitel arbeitet die wesentlichen Mängel der geltenden Rechtslage heraus, insbesondere die problematische Inlandsbeschränkung sowie die bürokratischen Hürden des Gewinnabführungsvertrages.
3 Moderne Gruppenbesteuerung in Österreich: Die Darstellung des österreichischen Modells dient als Vergleichsgrundlage, wobei insbesondere die grenzüberschreitende Verlustverrechnung und die Abkehr vom gesellschaftsrechtlichen Gewinnabführungsvertrag hervorgehoben werden.
4 Reformüberlegungen zur Einführung einer modernen Gruppenbesteuerung: Hier werden zwei konkrete deutsche Konzepte skizziert: das konzerninterne Gruppenbeitragsmodell und das Einkommenszurechnungsmodell als Lösungsansätze für die Zukunft.
5 Zusammenfassende Darstellung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Realisierbarkeit einer umfassenden Reform des deutschen Konzernsteuerrechts unter Berücksichtigung fiskalischer Bedenken.
Organschaft, Gruppenbesteuerung, Gewinnabführungsvertrag, Konzernsteuerrecht, Verlustverrechnung, Binnenorientierung, Steuersystem, EU-Recht, Holdingstandort, Unternehmenskontrolle, Konzernbesteuerung, Steuergesetzgebung, Finanzverwaltung.
Die Arbeit befasst sich mit den Schwachstellen der deutschen Organschaftsbesteuerung im internationalen Kontext und diskutiert, wie ein modernes Gruppenbesteuerungssystem die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken könnte.
Die Themenfelder umfassen die rechtlichen Hürden der Organschaft, die europarechtlichen Anforderungen an die grenzüberschreitende Verlustverrechnung und die Analyse internationaler Modellbeispiele wie Österreich.
Ziel ist es, den Reformbedarf des deutschen Organschaftsmodells aufzuzeigen und zu prüfen, ob Ansätze der österreichischen Gruppenbesteuerung auf die deutsche Rechtslage übertragbar sind.
Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Analyse, basierend auf Literaturstudien, der Auswertung aktueller Gesetzgebung und Rechtsprechung sowie der komparativen Betrachtung von Gruppenbesteuerungssystemen.
Im Hauptteil werden die Problembereiche Binnenorientierung und Gewinnabführungsvertrag sowie konkrete Reformvorschläge wie das Gruppenbeitragsmodell und das Einkommenszurechnungsmodell detailliert erörtert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Organschaft, Gruppenbesteuerung, Verlustverrechnung, Gewinnabführungsvertrag und europarechtliche Konformität geprägt.
Er wird als europarechtlich bedenklich, betriebswirtschaftlich unflexibel und als eine unnötige gesellschaftsrechtliche Hürde eingestuft, die zudem extrem streitanfällig ist.
Österreich hat den Gewinnabführungsvertrag abgeschafft und ermöglicht eine grenzüberschreitende Verlustverrechnung, was zu mehr Rechtssicherheit und einer Entkopplung vom Gesellschaftsrecht führt.
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