Forschungsarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 4.75 (Schweizer Notensystem)
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Strukturationstheorie
2.2 Hochschulpolitische Konzepte der Internationalisierung
2.2.1 Hochschulen als Global Player - Zielwandel im Zeitalter der Globalisierung
2.2.2 Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung von Hochschul(standorten)
2.3 Massnahmen zur Steigerung und Optimierung der Mobilität
2.3.1 Bologna- Reformprozess
2.3.2 ERASMUS
3. Situationsanalyse des Forschungsstandes
4. Hypothesen und Fragestellungen
5. Datenerhebung/ Operationalisierung
5.1 Fragebogenentwicklung
5.1.1 Die Programmfragen
5.1.2 Die Testfragen
5.1.3 Aufbau des Fragebogens und Reihenfolge der Fragen
5.2 Pretest des Fragebogens
5.3 Optimierung des Fragebogens
5.4 Stichprobenziehung – Durchführung der Befragung
5.5 Datenbereinigung/unbrauchbare Datensätze
6. Datenauswertung und Ergebnisse
6.1 6.1. Rücklaufquote
6.2 Analyse der Ergebnisse
6.2.1 Gründe für und Erwartungen an ein Auslandstudium
6.2.2 Argumente und Beweggründe für die Wahl der Universität Fribourg
6.2.3 Dauer des Aufenthaltes
6.2.4 Bewertung des Leistungsangebotes der Universität Fribourg
6.2.5 Bewertung des Fachbereiches Medien- und Kommunikationswissenschaften (MuKW)
6.2.6 Welche Bereicherung hat dir der Auslandaufenthalt gebracht?
7. Fazit
8. Kritische Würdigung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe ausländischer Studierender für ein Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Fribourg. Zentral ist dabei die Frage, inwieweit die von der Universität kommunizierten Qualitätsmerkmale tatsächlich die Entscheidung der Studierenden beeinflussen und wie das Leistungsangebot aus Sicht der Zielgruppe bewertet wird.
2.1 STRUKTURATIONSTHEORIE
Die Theorie der Strukturation vom Gesellschaftskritiker Anthony Gibbens stellt eine Metatheorie der Sozialwissenschaften dar. Giddens geht vom Grundgedanken aus, dass individuelles, menschliches Handeln weder vollkommen durch gesellschaftliche Strukturen determiniert und beherrscht wird, noch kann das Verhalten sozialer Individuen gänzlich frei von der Beeinflussung durch gesellschaftlichen Normen und Strukturen stattfinden (vgl. Jansen: 5). Daraus leitet Giddens seine handlungstheoretische Leitidee der Dualität der Struktur ab, die besagt, dass die Handelnden „in und durch ihre Handlungen [...] die Bedingungen (Strukturen) reproduzieren, die ihr Handeln ermöglichen“ (Giddens 1988: 34). D.h., die sozialen Strukturen bieten die Grundlagen, aufgrund derer Individuen gesellschaftliches Handeln produzieren und reproduzieren, dessen Ergebnis wiederum Strukturen sind (vgl. Miebach: 378). Anders gesagt: Strukturen sind sowohl Grundlage als auch Ergebnis von sozialem Handeln und Interaktion, indem sie das Handeln einerseits einschränken, es aber gleichzeitig ermöglichen, woraus sich die erwähnte Dualität der Struktur ergibt (vgl. Miebach: 376).
Es besteht also eine gegenseitige Wechselwirkung zwischen reflexiver Steuerung des Handelns durch Individuen und Struktur (vgl. Jansen: 6). Bezogen auf den Untersuchungsgegenstand kann hier also argumentiert werden, dass durch die zunehmende Anzahl Studierender, die einen Studienaufenthalt im Ausland absolvieren (= Handlung), die gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Strukturen – wie bspw. Studienabkommen zwischen den Universitäten, bestehende Infrastrukturen an den Studienorten oder das Studien- und Sprachlernangebote an der Gastuniversität – gleichzeitig produziert und reproduziert werden. Diese bereits bestehenden Strukturen ermöglichen einen universitäre Auslandaufenthalte überhaupt erst, begrenzen aber gleichzeitig die Wahl, den Ablauf und die Art des Auslandaufenthaltes von Studierenden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage zum Auslandsstudium an der Universität Fribourg ein und skizziert den theoretischen sowie empirischen Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die soziologische Strukturationstheorie und diskutiert hochschulpolitische Konzepte sowie Maßnahmen zur Förderung der studentischen Mobilität.
3. Situationsanalyse des Forschungsstandes: Hier werden bestehende Untersuchungen zur Motivation von Studieninteressierten sowie die von der Universität Fribourg propagierten Qualitätsmerkmale analysiert.
4. Hypothesen und Fragestellungen: Dieses Kapitel definiert die leitenden Hypothesen zur Wahl des Studienstandortes und formuliert die zentralen Fragestellungen der Untersuchung.
5. Datenerhebung/ Operationalisierung: Die methodische Vorgehensweise bei der Entwicklung des Fragebogens, die Durchführung des Pretests und die Organisation der Online-Befragung werden detailliert beschrieben.
6. Datenauswertung und Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die empirischen Daten der Befragung, wertet die Beweggründe der Studierenden aus und bewertet das Leistungsangebot sowie den Fachbereich MuKW.
7. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse und die Analyseergebnisse zusammen und reflektiert die Beantwortung der Forschungsfrage.
8. Kritische Würdigung: Der Autor reflektiert den Arbeitsprozess, diskutiert methodische Schwierigkeiten wie die niedrige Rücklaufquote und das Zeitmanagement.
Auslandsstudium, Universität Fribourg, Medien- und Kommunikationswissenschaften, studentische Mobilität, Internationalisierung, Bologna-Prozess, ERASMUS, Studienentscheidung, Fachkompetenz, Hochschulmarketing, Online-Befragung, Studienbedingungen, Studienmotivation.
Die Arbeit untersucht die Gründe, warum ausländische Studierende sich für ein medienwissenschaftliches Studium an der Universität Fribourg entscheiden, und evaluiert deren Erfahrungen und das Leistungsangebot vor Ort.
Zentrale Themen sind die Internationalisierung von Hochschulen, studentische Mobilität, die Rolle von Austauschprogrammen sowie die Analyse von Entscheidungsfaktoren für die Wahl eines Studienstandorts.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, weshalb ausländische Studierende nach Fribourg kommen, und die Überprüfung, ob die von der Universität vermittelten Werbebotschaften mit den tatsächlichen Beweggründen der Studierenden übereinstimmen.
Die Autorin hat eine quantitative Online-Befragung bei ausländischen Studierenden mit dem Hauptfach Medien- und Kommunikationswissenschaften durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Strukturationstheorie, Hochschulpolitik), die Situationsanalyse des Forschungsstandes, die methodische Operationalisierung sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die studentische Mobilität, Studienmotivation, Internationalisierung des Hochschulraums, Qualität der Studiengänge und die Universität Fribourg als Studienstandort.
Die Studierenden bewerten den Fachbereich insgesamt sehr positiv, insbesondere hinsichtlich der Verständlichkeit der Inhalte und der Kompetenz der Lehrpersonen, wobei die Art der Kurseinschreibung in Seminaren vereinzelt kritisiert wurde.
Überraschenderweise hatte keiner der Befragungsteilnehmer ein Austauschprogramm wie ERASMUS genutzt; 95,7 % der Studierenden waren als „Freemover“ an die Universität gekommen, was die Autorin vor allem auf den hohen Anteil deutscher Studierender zurückführt.
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