Hausarbeit, 2010
33 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Umweltproblematik
2.1. Globale und gesellschaftliche Relevanz
2.2. Rechtliche Verankerung des Umweltschutzes
3. Umwelterziehung an der Schule
3.1. Fächerübergreifendes Lernen
3.2. Projektorientierung
4. Die Agenda 21 an der Schule
4.1. Idee
4.2. Übersicht und Rahmenbedingungen
4.3. Sachanalyse
4.4. Didaktisch-methodische Analyse
4.5. Analyse der Sozialformen
4.6. Formulierung von Lernzielen und Lehrplanbezug
5. Weitere Möglichkeiten umwelterzieherischer Praxis an der Hauptschule
6. Umsetzungsmöglichkeiten an anderen bayerischen Schulformen
7. Schluss
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, Umwelterziehung als fächerübergreifende Aufgabe an Hauptschulen zu legitimieren und praxisnah umzusetzen, um bei Schülern ein Bewusstsein für globale ökologische Herausforderungen und lokales verantwortungsbewusstes Handeln zu fördern.
3.1. Fächerübergreifendes Lernen
Umwelterziehung ist als fächerübergreifende Aufgabe zu verstehen, die sich an der Ganzheitlichkeit des Schülers (sinnlich, leiblich, denkend, fühlend) orientiert und es dadurch eher ermöglicht, die Weltwahrnehmung des Schülers zu erweitern und eine an der Erziehung zur Mündigkeit orientierte Neukonstruktion von Welt zu ermöglichen. (vgl. Moegling 1998, S.41)
Die starren Fächergrenzen müssen einer interdisziplinären Näherung des Umweltproblems zu Gunsten des vernetzten Denkens weichen. Umwelterziehung erfordert ein Denken in verschiedene Richtungen sowie in komplexen Beziehungen, Verbindungen und Zusammenhängen. (vgl. Huber 1995, S.81)
„Um Isolierungen in den einzelnen Fächern zu vermeiden, ist Umwelterziehung als Querschnittsaufgabe anzusehen, die einerseits Überschneidungen mit schulischen Bildungsaufgaben aufweist und andererseits eine Schnittmenge ist, die interdisziplinäre Anteile enthält.“ (Hübner 1994, S.13)
Da fächerübergreifender Unterricht Sach- und Methodenbeiträge verschiedener Fächer berücksichtigt und häufig projektorientiert stattfindet, wird die Schülerselbsttätigkeit und die Kooperation in Gruppen gefördert. (vgl. Deichmann 2001, S.35)
Deichmann nennt als anzustrebende Ziele für den fächerübergreifenden Unterricht die Förderung der Selbstkompetenz, die Förderung der fächerübergreifenden analytischen Kompetenz und die Handlungskompetenz. (vgl. Deichmann 2001, S.15f)
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die globale Umweltkrise als zentrale politische Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar und begründet die Notwendigkeit schulischer Bildung zur Förderung umweltbewussten Handelns.
2. Umweltproblematik: Das Kapitel analysiert die Vielschichtigkeit und Komplexität globaler Umweltprobleme und erläutert deren rechtliche Verankerung im Grundgesetz sowie der Bayerischen Verfassung.
3. Umwelterziehung an der Schule: Es wird definiert, welche Rolle Umwelterziehung im Lehrplan einnimmt und wie durch fächerübergreifendes Lernen und Projektorientierung eine wertorientierte Bildung erreicht werden kann.
4. Die Agenda 21 an der Schule: Dieses Kapitel konzipiert ein praktisches Unterrichtsprojekt für die 9. Jahrgangsstufe, inklusive Rahmenbedingungen, Sachanalyse, didaktischer Reflexion und der Analyse der eingesetzten Sozialformen.
5. Weitere Möglichkeiten umwelterzieherischer Praxis an der Hauptschule: Hier werden ergänzende Ansätze wie Exkursionen, die Einladung von Experten und handlungsbezogene Projekte zur Vertiefung der Umwelterziehung vorgestellt.
6. Umsetzungsmöglichkeiten an anderen bayerischen Schulformen: Es wird kurz erläutert, dass die vorgestellten Konzepte durch zielgruppengerechte Anpassung des Anforderungsniveaus auf andere Schulformen übertragbar sind.
7. Schluss: Der Abschluss betont die Notwendigkeit von Stetigkeit und einer Vorbildfunktion der Lehrkräfte, um dauerhaft ein verantwortungsbewusstes „Umweltgewissen“ bei Schülern zu entwickeln.
Umwelterziehung, Agenda 21, fächerübergreifender Unterricht, Projektorientierung, nachhaltige Entwicklung, Umweltbewusstsein, Umweltschutz, Hauptschule, Didaktik, Partizipation, soziale Kompetenz, Globalisierung, ökologische Bildung, Klimawandel, Werteerziehung.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Legitimation von Umwelterziehung als fächerübergreifender und projektorientierter Bildungsauftrag im schulischen Kontext.
Zu den Kernpunkten gehören die globale Umweltproblematik, die rechtliche Verankerung des Umweltschutzes in Bayern sowie didaktische Strategien zur Verknüpfung von Wissen und Handeln.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schüler durch ein ganzheitliches, projektorientiertes Vorgehen ein Umweltbewusstsein entwickeln können, das über bloßes Wissen hinausgeht.
Die Arbeit nutzt eine didaktische Analyse und konzipiert ein Modellprojekt für die Hauptschule, das auf bestehenden theoretischen Erkenntnissen der Umwelterziehung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Umweltproblematik und eine detaillierte Planung eines Agenda-21-Projektwochenmodells für eine 9. Klasse.
Wichtige Begriffe sind Umwelterziehung, Agenda 21, Projektorientierung, fächerübergreifendes Lernen, Nachhaltigkeit und soziale Partizipation.
Laut der Arbeit spielt die Vorbildfunktion eine entscheidende Rolle, da das Verhalten und die Signalwirkung der Lehrkraft die Handlungsbereitschaft der Schüler massiv beeinflussen.
Ein isoliertes Projekt ist nicht ausreichend, um ein stabiles „Umweltgewissen“ zu bilden; Umwelterziehung erfordert kontinuierliche Thematisierung und Stetigkeit im Schulalltag.
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