Bachelorarbeit, 2012
76 Seiten, Note: 1,1
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Aktualität und Relevanz des Themas
1.2 Problemstellung
1.3 Zielstellung und Herangehensweise der Arbeit
2 Neurowissenschaftliche Basis
2.1 Prozess der Wahrnehmung
2.1.1 Erregungsbildung und Erregungsleitung innerhalb einer Zelle
2.1.2 Informationsübertragung zwischen verschiedenen Zellen
2.2 Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Serotonin
2.3 Organisation des Nervensystems
2.4 Das Gehirn – Aufbau im Grundriss
2.4.1 Das Großhirn: Was den Mensch zum Menschen macht
2.4.2 Die älteren Hirnteile: Gefühle, Hormone & lebenswichtige Funktionen
2.5 Das Rückenmark – Nachrichtenvermittler zwischen Gehirn und Körper
2.6 Der Vollzug des Gedächtnisprozesses
2.7 Emotionen
2.7.1 Universalität von Emotionsausdrücken
2.7.2 Empathie durch Spiegelneuronen
2.7.3 Pilot oder Autopilot?
2.8 Verfahren zur Messung von Stoffwechselvorgängen und elektrischer Aktivität im Gehirn
2.8.1 Elektroencephalographie (EEG)
2.8.2 Magnetoencephalographie (MEG)
2.8.3 Positronenemissionstomographie (PET)
2.8.4 funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)
3 Live Kommunikation
3.1 Definition und Einordnung in die Kommunikationspolitik
3.2 Differenzierung der Eventarten
3.3 Betriebswirtschaftliche Bedeutung zielgerichteter Events
3.4 Typische Merkmale der Live-Kommunikation
3.5 Die Zielgruppe des Homo Eventus
3.6 Möglichkeiten und Tools für die Inszenierung
3.6.1 Akteure
3.6.2 Sprache
3.6.3 Musik und Tanz
3.6.4 Bühne, Raum und Ausstattung
3.6.5 Location, Destination
3.6.6 Logistik
3.6.7 Licht
3.6.8 Duft
3.6.9 Catering und Geschmack
3.6.10 Haptische Erlebnisse
3.6.11 Aktive Beteiligung der Teilnehmer
3.6.12 Begleitende Maßnahmen
3.7 Einsatz von Dramaturgie und Storytelling
4 Fusion der neurologischen Erkenntnisse mit dem Eventmarketing
4.1 Codes: die 4 Wege zum Rezipientenhirn
4.1.1 Sprache
4.1.2 Geschichten
4.1.3 Symbole
4.1.4 Sensorik
4.2 Umsetzung von Emotionen durch eventspezifische Maßnahmen
5 Fazit
5.1 Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
Ziel dieser Arbeit ist es, aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse auf das Marketinginstrument Marketingevent zu übertragen, um die Praxis der Eventgestaltung effektiver, nachhaltiger und besucherfreundlicher zu gestalten. Dabei wird untersucht, wie kognitive und emotionale Prozesse des Veranstaltungsbesuchers gezielt durch neuronale Codes angesprochen werden können, um Markenbotschaften wirkungsvoll zu verankern.
3.6.7 Licht
„Licht ist Kommunikation.“ Zu früheren Zeiten im Theater mit Kerzenlicht und Gasbeleuchtung, heut zu Tage mit der modernen digitalen Technik von Lichtsteuerung und Scheinwerfern wurde und wird Licht als szenisches Mittel eingesetzt, um gezielt besondere Stimmungen zu erzeugen und Atmosphären zu schaffen. Die Farbe, die Helligkeit, die Menge und die Dauer von Licht sind gestaltbar. Für seine Wirkung braucht es dennoch immer den Kontrast durch das Gegenteil, das Dunkle. Auf Marketingevents kommen verschiedenste Scheinwerfertypen zum Einsatz, welche verschiedenste Zwecke erfüllen. Der Fluter kann gut als Grundlicht eingesetzt werden, da er ein gleichmäßiges Licht erzeugt, mit welchem er große Flächen ausleuchten kann. Die PAR-Scheinwerfer können, je nach Brennweite ihres Reflektors, definierte Bereiche der Bühne ausleuchten, um z.B. den Fokus auf Bands oder Musiker zu legen. Die Besonderheiten von Flutern und PAR-Scheinwerfern finden sich in Linsenscheinwerfer wieder, welche sowohl akzentuierend, als auch breit strahlend ausleuchten können. Sie sind durch montierte Klappen, Blenden und Barndoors universell einsetzbar. Profilscheinwerfer können eingesetzt werden, wenn exakte Lichtabgrenzungen gewünscht sind, wie z.B. bei Rednerpulten. Des Weiteren können mit sogenannten Gobos, Schriften, Formen, Key-Visuals oder Logos von Unternehmen projiziert werden. „Verfolgerscheinwerfer werden eingesetzt, um Akteure in ihrer Bewegung mit dem Lichtkegel „verfolgen“ zu können.“ Bei Moving Lights sind Lichtausrichtung und Farbe variierbar, verhalten sich ansonsten wie Profilscheinwerfer. Scanner sind die Scheinwerfer, mit denen man durch Licht Effekte für die Veranstaltung regeln kann.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz aktiven Erlebens in Marketingevents und stellt die Zielsetzung dar, neurowissenschaftliche Erkenntnisse für eine effektivere Eventgestaltung zu adaptieren.
2 Neurowissenschaftliche Basis: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament über neuronale Prozesse, Hirnstrukturen, Gedächtnisabläufe, Neurotransmitter und bildgebende Verfahren der Gehirnforschung.
3 Live Kommunikation: Hier wird der Begriff "Event" definiert und in den Marketingmix eingeordnet, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Inszenierungstools wie Licht, Sprache, Duft und Storytelling.
4 Fusion der neurologischen Erkenntnisse mit dem Eventmarketing: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen aus Kapitel 2 mit den Praxisinstrumenten aus Kapitel 3 verknüpft, um emotionale Wirkungen gezielt zu steuern.
5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass neurowissenschaftliche Erkenntnisse für die Eventbranche großes Potenzial bieten, um Markenbotschaften durch gezielte Aktivierung impliziter Systeme nachhaltig zu vermitteln.
Neuromarketing, Eventmarketing, Live-Kommunikation, Gehirnforschung, Emotionen, Wahrnehmung, Storytelling, Inszenierung, Neurotransmitter, Gedächtnisprozess, Konsumentenverhalten, multisensorische Stimulation, implizites System, Markenkommunikation, Kundenbindung.
Die Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft genutzt werden können, um die Wirkung von Marketingevents zu steigern und Botschaften nachhaltiger beim Besucher zu verankern.
Die zentralen Felder umfassen die physiologischen Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung, die Funktionsweise des Gedächtnisses und der Emotionen sowie deren praktische Umsetzung durch Inszenierungsmittel bei Events.
Das Ziel ist es, Marketing- und Eventverantwortlichen fundierte Ansätze zu liefern, wie sie Events durch die Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse kundenfreundlicher, effektiver und nachhaltiger gestalten können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse und überträgt diese in einem zweiten Schritt auf das Kommunikationsinstrument Eventmarketing.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der neurologischen Basis (Gehirn, Sinne, Transmitter), die Analyse der Event-Live-Kommunikation und die anschließende Fusion dieser beiden Bereiche durch Anwendung von neuronalen Codes und Dramaturgie.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neuromarketing, Eventmarketing, Emotionale Aktivierung, Storytelling und Multisensorik charakterisiert.
Neurotransmitter steuern emotionale Reaktionen; Dopamin wirkt beispielsweise als Belohnungsstoff und steigert die Motivation der Teilnehmer bei positiven Erwartungen an ein Event.
Da der Großteil menschlicher Entscheidungen unbewusst getroffen wird, ist es für das Marketing entscheidend, dieses implizite System anzusprechen, da es weit stärker auf Reize reagiert als das rein rationale, explizite Denken.
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