Bachelorarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Europäische Koproduktionen
2.1 Definition von Europäisch
2.2 Definition von Koproduktion
2.2.1 Internationale Koproduktion und die Abgrenzung zur internationalen Produktion
2.2.2 Koproduktionsverträge
2.3 Definition von europäischen Koproduktionen
3 Finanzierung
3.1 Öffentliche Mittel
3.1.1 Nationale Filmförderungsmodelle
3.1.1.1 Finanzierung der Einrichtungen
3.1.1.2 Verteilung der Ausgaben
3.1.2 Europaweite Filmförderung
3.1.2.1 MEDIA
3.1.2.2 EURIMAGES
3.1.2.3 Weitere Maßnahmen
3.2 Private Mittel
3.2.1 Fernsehsenderrr
3.2.2 (Welt-)Vertrieb und Verleih
3.2.3 Weitere private Finanzierungsmöglichkeiten
4 Unterschiede europäischer Koproduktionen zu nationalen Produktionen
4.1 Vorteile europäischer Koproduktionen
4.1.1 Finanzielle Vorteile
4.1.2 Sonstige Vorteile
4.2 Nachteile europäischer Koproduktionen
5 Kritische Analyse von Erfolgsfaktoren
5.1 Wirtschaftliche Kriterien
5.1.1 Produktionsvolumen
5.1.2 Export
5.1.3 Besucherzahlen
5.2 Kultureller Erfolg
5.2.1 Filmfestivals
5.2.2 Filmpreise
5.2.3 Genres
5.3 Zwischenfazit zum Erfolg
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert europäische Koproduktionen im Hinblick auf deren ökonomische und kulturelle Erfolgsfaktoren im Vergleich zu nationalen Produktionen. Ziel ist es, die spezifischen Vor- und Nachteile dieses Produktionsmodells zu untersuchen und zu bewerten, inwiefern europäische Koproduktionen eine wirksame Strategie gegen die Marktdominanz außereuropäischer Filmproduktionen darstellen.
4.1.1 Finanzielle Vorteile
Der größte finanzielle Vorteil stellt dabei die Teilung der Kosten, dem sogenannten Costsharing, dar. Ein Koproduzent kann seinen Teil des Budgets bspw. durch die Filmförderung in seinem Land und Eigenmittel zusammenstellen. Durch die Kostenteilung entsteht eine Teilung des Risikos bei einem finanziellen Flop, da die eigenen Investitionen geringer sind als bei einer vergleichbaren nationalen Produktion. Durch eine Koproduktion liegt das Budget einer europäischen Koproduktion in der Regel über dem der rein nationalen Produktion. Das kann auch zu besseren Produktionsmöglichkeiten führen u. a. Economies of Scope (dt. Verbundvorteile): So können zum Beispiel große Teile bei der Einreichung eines Förderantrags auch für die in den Koproduktions-Ländern verwendet werden, was letztlich Arbeitskraft und damit Geld spart (vgl. Thiermeyer, 1996, S. 36).
Neben der Beantragung landeseigener Filmförderungen besteht durch eine europäische Koproduktion auch die Möglichkeit einer europaweiten Förderung aus dem Fördertopf der EURIMAGES oder des MEDIA-Programms (vgl. Bomnüter & Scheller, 2009, S. 96).
Eine der Bedingungen von Fördereinrichtungen ist die Stärkung der Wirtschaft – die Bedingung ist das Erzielen sogenannter Effekte. Eine Produktion bekommt die Auflage, in jenen Förderregionen Geld auszugeben. Dies kann insofern von Vorteil sein, als die Kosten in anderen Ländern für Steuern, Löhne, Mieten oder Ähnliches geringer ausfallen. Osteuropa ist ein Beispiel dafür. Groh und Foerster (2012) sprechen vom „neuen Hollywood“, weil viele Projekte dort aus Kostengründen realisiert werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des europäischen Films als Wirtschafts- und Kulturgut sowie die Notwendigkeit von Koproduktionen angesichts des wachsenden internationalen Konkurrenzdrucks.
2 Europäische Koproduktionen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe „europäisch“ und „Koproduktion“ und grenzt diese von internationalen Produktionen ab.
3 Finanzierung: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der öffentlichen sowie privaten Finanzierungsmöglichkeiten für europäische Koproduktionen.
4 Unterschiede europäischer Koproduktionen zu nationalen Produktionen: Hier werden die finanziellen und sonstigen Vor- und Nachteile von Koproduktionen gegenüber rein nationalen Produktionen gegenübergestellt.
5 Kritische Analyse von Erfolgsfaktoren: Dieses Kapitel bewertet den Erfolg europäischer Koproduktionen anhand ökonomischer Kriterien wie Produktionsvolumen und Besucherzahlen sowie kultureller Aspekte wie Festivalpreise.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und betont die Bedeutung von Koproduktionen als Alternative zu nationalen Produktionen zur Sicherung kultureller Vielfalt.
Koproduktionen, Filmfinanzierung, Europa, Erfolgsfaktoren, Film, Filmförderung, Medienmanagement, Kinoproduktion, MEDIA, EURIMAGES, Kostenteilung, Kulturvielfalt, Filmwirtschaft, Produktionsvolumen, Filmpreise
Die Arbeit analysiert die Strukturen, Finanzierungsmodelle und Erfolgsfaktoren von europäischen Koproduktionen im Vergleich zu rein nationalen Filmproduktionen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition europäischer Koproduktionen, die verschiedenen öffentlichen und privaten Finanzierungswege sowie die ökonomischen und kulturellen Erfolgsaspekte.
Ziel ist es zu untersuchen, ob europäische Koproduktionen gegenüber nationalen Produktionen erfolgreicher sind und welche Faktoren zu diesem Erfolg beitragen.
Es wurde eine theoretische Analyse auf Basis vorhandener Fachliteratur sowie eine vergleichende Untersuchung von Statistiken (z.B. Besucherzahlen, Filmpreise) für das Referenzjahr 2010 durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt neben der theoretischen Definition die Finanzierungsstrukturen (MEDIA, EURIMAGES, private Mittel), die Vor- und Nachteile von Koproduktionen sowie die empirische Analyse von wirtschaftlichen und kulturellen Erfolgsindikatoren.
Koproduktionen, Filmfinanzierung, Europa, Erfolgsfaktoren, Film, Filmförderung und Medienmanagement.
Die Filmförderung ist ein zentraler Faktor; sie dient sowohl der Wahrung kultureller Identität als auch der Stärkung der Wirtschaft und bietet durch Programme wie MEDIA oder EURIMAGES zusätzliche Finanzierungsanreize.
Die Untersuchung zeigt, dass europäische Koproduktionen zwar quantitativ hinter nationalen Produktionen zurückbleiben, aber im Durchschnitt in mehr Ländern verwertet werden, höhere Besucherzahlen pro Film erzielen und kulturell bei Preisverleihungen erfolgreicher sind.
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