Bachelorarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Austauschtheorie
2.2 Equitytheorie
2.3 Ableitung der Hypothesen
3 Forschungsstand
4 Daten und Methoden
4.1 Stichprobenbeschreibung
4.2 Operationalisierung der Variablen
5 Ergebnisse
5.1 Deskriptive Statistik
5.2 Multivariate Auswertung
6 Fazit
7 Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht theoriegeleitet die Einflussfaktoren auf die Partnerschaftszufriedenheit von Paaren, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, wobei der Schwerpunkt auf den theoretischen Ansätzen der Austausch- sowie der Equitytheorie liegt. Zentral ist dabei die Beantwortung der Frage, wie soziale Unterstützung, Konflikthäufigkeit, Erwartungen und das Empfinden von Gerechtigkeit bei der Arbeitsteilung das Wohlbefinden in der Beziehung determinieren.
Interdependenztheorie von Thibaut und Kelley
Thibaut und Kelley entwerfen mit ihrer Interdependenztheorie einen austauschtheoretischen Ansatz, der den Vergleich von Alternativen besonders in den Fokus nimmt. Neben der Analyse komplexer Beziehungsgefüge in Gruppen mit mehreren Akteuren, treffen Thibaut und Kelley auch Aussagen zur Interaktion in Zweierbeziehungen. Die Interdependenztheorie setzt die der Austauschtheorie zugrundliegende Kosten-Nutzen-Kalkulation mit zwei weiteren Aspekten in Verbindung. Es wird zwischen zwei Vergleichsniveaus unterschieden, die als eine Art Bewertungsmaßstab Einfluss auf die Evaluation von Belohnungen und Kosten aus der Interaktion nehmen. So steht die Zufriedenheit mit der Beziehung in Relation zum comparison level – dem Vergleichsniveau, das den Erwartungen des Individuums entspricht und das repräsentiert, was das Individuum meint verdient zu haben. Die Entscheidung darüber, ob die Beziehung aufrecht erhalten werden soll, orientiert sich dagegen am comparison level for alternatives – dem Vergleichsniveau für Alternativen.
Zufriedenheit und Stabilität einer Beziehung orientieren sich somit an unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben. Die Zufriedenheit resultiert aus der Bewertung von Belohnungen und Kosten, die sich vor dem Hintergrund eigener Erwartungen durch die Beziehung ergeben: Liegt das eigene Ergebnis über dem Vergleichsniveau, ist die Beziehung befriedigend und attraktiv; liegt das eigene Ergebnis unter dem Vergleichsniveau ist die Beziehung unbefriedigend und unattraktiv. Das Vergleichsniveau ergibt sich aus den Erfahrungen, die man bereits gemacht hat sowie aus den Beobachtungen von Erfahrungen anderer Personen (Thibaut / Kelley 1959: 21).
Die Stabilität beziehungsweise Aufrechterhaltung einer Beziehung hängt dagegen vom Vergleichsniveau für Alternativen ab, welches als das geringste Nutzenlevel der Beziehung definiert werden kann, das gegenüber anderen verfügbaren Alternativen noch akzeptiert wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Beziehungsstabilität und -zufriedenheit ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen.
2 Theoretischer Hintergrund: Es werden die theoretischen Grundlagen der Austauschtheorie und der Equitytheorie sowie deren Hypothesenbildung dargestellt.
3 Forschungsstand: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über bestehende empirische Studien zu den Themen soziale Unterstützung, Konflikte, Erwartungen und Gerechtigkeitsempfinden.
4 Daten und Methoden: Hier werden der verwendete Datensatz (pairfam), die Stichprobe sowie die Operationalisierung der relevanten Variablen beschrieben.
5 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die Ergebnisse der deskriptiven Statistik und der multivariaten Regressionsanalyse zur Hypothesenprüfung.
6 Fazit: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und die theoretischen Hypothesen werden auf ihre Gültigkeit hin bewertet.
7 Diskussion und Ausblick: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise und Anstöße für weiterführende Forschungsansätze.
Partnerschaftszufriedenheit, Austauschtheorie, Equitytheorie, Soziale Unterstützung, Konflikthäufigkeit, Arbeitsteilung, Beziehungsstabilität, Paar-Forschung, interdependente Beziehungen, Gerechtigkeitsempfinden, pairfam, Haushalt, Erwartungsniveau, Belohnung, Kosten.
Die Arbeit analysiert, welche Faktoren die Zufriedenheit in Partnerschaften beeinflussen, wobei der Fokus auf dem sozialen Austausch und dem Gerechtigkeitsempfinden liegt.
Die zentralen Themenfelder sind soziale Unterstützung, das Auftreten von Konflikten, individuelle Erwartungen an eine Partnerschaft sowie die wahrgenommene Fairness bei der Aufteilung von Haus- und Erwerbsarbeit.
Ziel ist es zu klären, inwieweit austauschtheoretische und equitytheoretische Überlegungen dazu beitragen können, die Beziehungszufriedenheit von Paaren zu erklären, die gemeinsam in einem Haushalt leben.
Es wird eine quantitative Analyse durchgeführt, die auf dem Datensatz des "Beziehungs- und Familienpanels" (pairfam) basiert und multiple lineare Regressionen zur Prüfung der Hypothesen verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen Abriss des Forschungsstands, die methodische Aufbereitung des Datensatzes sowie die Darstellung und Interpretation der deskriptiven und multivariaten Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Beziehungszufriedenheit, Austauschtheorie, Equitytheorie, Soziale Unterstützung und Konflikthäufigkeit.
Die Analyse zeigt, dass eine als ungerecht empfundene Aufteilung der Arbeit sich negativ auf die Zufriedenheit auswirkt, insbesondere wenn man sich selbst benachteiligt fühlt, während eine Benachteiligung des Partners kaum Auswirkungen zeigt.
Soziale Unterstützung durch den Partner erweist sich als einer der stärksten Prädiktoren für eine hohe Beziehungszufriedenheit und wirkt somit als zentrale, positiv bewerte Ressource im sozialen Austausch.
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