Hausarbeit, 2011
33 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Ausstellung „Sandmann auf Reisen“
2.1 Einsatz digitaler Medien in der Ausstellung
2.2 Der Sandmann – ein Kulturmedium
3 Mediendidaktische Ansätze
3.1 Behavioristisch orientierte Ansätze
3.2 Kognitivistisch orientierte Ansätze
3.3 Konstruktivistisch orientierte Ansätze
3.4 Ansatz des situierten Lernens
3.4.1 Anchored Instruction Modell
3.4.2 Cognitive Apprenticeship-Modell
3.4.3 Cognitive Flexibility Theorie
3.5 Pragmatistisch orientierte Ansätze
4 Das entdeckende Lernen
5 Berücksichtigung der Theorien in der Ausstellung
6 Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sich die Ausstellung „Sandmann auf Reisen“ des Filmmuseums Potsdam mediendidaktisch begründen lässt und welche Bedeutung das Konzept des entdeckenden Lernens in diesem Kontext einnimmt.
3.3 Konstruktivistisch orientierte Ansätze
Auch bei konstruktivistischen Ansätzen wird Lernen als ein Prozess verstanden, allerdings aber auch als ein Ergebnis subjektiver Konstruktion. „Der individuellen Wahrnehmung und Verarbeitung von Erlebnissen in der Umwelt“ wird hier eine noch größere Rolle als bei kognitivistischen Ansätzen zugeschrieben. Es werden subjektive Erfahrungsstrukturen in den Prozess des Lernens übertragen.
Im Gegensatz zu den bisher vorgestellten Ansätzen stellt Lernen hier einen Prozess dar, der im Lernenden selbst abläuft und nicht oder nur wenig von außen gesteuert und beeinflusst werden kann. Der Lernende steht hier im Mittelpunkt und Wissen wird als objektiv nicht existent betrachtet. Ein Lehren im Sinne eines Herstellens von Lernen kann daher nicht stattfinden, da Wissen nicht einfach von einer Person auf eine andere übertragen werden kann. Der Lehrprozess in seinem üblichen Sinne erscheint daher problematisch, wenn nicht sogar unmöglich.
Demnach wird auch der Einsatz von Medien kritischer beurteilt. Auch hier kann der Prozess des Lernens nicht durch Medien gesteuert werden, aber das Angebot „bietet dem Individuum Anlass zur Konstruktion von Wirklichkeit“.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur mediendidaktischen Begründung der Sandmann-Ausstellung und Erläuterung des methodischen Vorgehens.
2 Die Ausstellung „Sandmann auf Reisen“: Beschreibung der strukturellen Gestaltung der Ausstellung sowie der eingesetzten digitalen Medien und der kulturellen Relevanz des Sandmanns.
3 Mediendidaktische Ansätze: Theoretische Einordnung verschiedener Lernansätze, unter besonderer Berücksichtigung des situierten Lernens und der mediendidaktischen Relevanz.
4 Das entdeckende Lernen: Theoretische Fundierung des entdeckenden Lernens durch intrinsische Motivation und die Bedeutung einer anregenden Lernumgebung.
5 Berücksichtigung der Theorien in der Ausstellung: Analyse und Abgleich der theoretischen Modelle mit der tatsächlichen Gestaltung und Interaktionsweise innerhalb der Ausstellung.
6 Resümee: Reflexion über die Ergebnisse und Bewertung der Rolle der Ausstellung als informeller Bildungsort für Kinder.
Sandmann, Filmmuseum Potsdam, Mediendidaktik, Entdeckendes Lernen, Situierte Lerntheorie, Konstruktivismus, Digitale Medien, Museumspädagogik, Intrinsische Motivation, Kindgerechte Lernumgebung, Lernprozesse, Interaktive Ausstellung, Wissensvermittlung, Instruktionsdesign, Kulturerbe.
Die Arbeit untersucht die mediendidaktische Qualität der Ausstellung „Sandmann auf Reisen“ im Filmmuseum Potsdam und analysiert, inwieweit das Prinzip des entdeckenden Lernens dort praktisch angewendet wird.
Die zentralen Felder umfassen verschiedene mediendidaktische Theorien, die Rolle des Sandmanns als kulturelles Medium und die Analyse der kindlichen Interaktion mit installierten digitalen Mediensystemen.
Das Ziel ist es, die didaktische Fundierung der Ausstellung zu prüfen und zu bewerten, wie die Gestaltung der Exponate kindliche Lernprozesse fördert.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse mediendidaktischer Ansätze und kombiniert diese mit einer empirischen Beobachtung der Besuchersituation in der Ausstellung.
Im Hauptteil werden behavioristische, kognitivistische, konstruktivistische, situierte und pragmatistische Ansätze detailliert vorgestellt und anschließend auf ihre Umsetzung in der Ausstellung hin untersucht.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mediendidaktik, entdeckendes Lernen, intrinsische Motivation, situierte Lerntheorie und Museumspädagogik.
Der Sandmann fungiert als bekannte Identifikationsfigur, die bei den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit erzeugt und somit die Schwelle zum explorativen, entdeckenden Lernen senkt.
Da die Ausstellung keine klassischen Lehr-Lern-Situationen bietet, ermöglicht gerade der Ansatz des entdeckenden Lernens den Kindern eine freie und selbstgesteuerte Auseinandersetzung mit den Objekten, was im Fazit als stärkster didaktischer Zusammenhang identifiziert wird.
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