Examensarbeit, 2012
90 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung (Heinen)
2. Darstellung
2.1 Definition der Schülerschaft mit Förderschwerpunkt Lernen (Hesse)
2.2 Bildungssystem (Hesse)
2.3 Rechtliche Unterstützung für Menschen mit Lernbehinderung in Ausbildung und Beruf (Heinen)
2.4 Arbeitsmarkt für Abgängerinnen und Abgänger der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen (Hesse)
3. Schulische Möglichkeiten der Berufsvorbereitung
3.1 Entwicklung der Berufsvorbereitung in Schulen (Hesse)
3.2 Verankerung der Berufsvorbereitung im Lehrplan für NRW (Heinen)
3.3 Umsetzung der Berufsvorbereitung an Schulen
3.3.1 Voraussetzungen der Schule (Hesse)
3.3.2 Schlüsselqualifikationen als Berufsvorbereitung (Heinen)
3.3.3 Berufsorientierung (Hesse)
3.3.4 Berufswahl (Heinen)
3.3.5 Betriebserkundungen (Heinen)
3.3.6 Betriebspraktika für Schülerinnen und Schüler (Heinen)
3.3.7 Langzeitpraktikum(Heinen)
3.3.8 Schülerfirmen (Heinen)
3.3.9 Förderprogramme(Hesse)
4. Arbeitslosigkeit & Perspektivlosigkeit nach der Schule (Hesse)
5. Auswahl Spezieller Fördermöglichkeiten zur beruflichen Integration für Menschen mit Lernbehinderung
5.1 Werkstattjahr (Heinen)
5.2 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (Hesse)
5.3 Berufsbildungswerke (Heinen)
5.4 Berufseinstiegsbegleitung (Heinen)
5.5 Ausbildungsbegleitende Hilfen und unterstütze Beschäftigung (Hesse)
5.6 Kompetenzen fördern – Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (Heinen)
6. Inklusion und Arbeit (Heinen)
7. Fazit (Heinen)
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen ihre Schülerschaft effektiv auf den modernen Arbeitsmarkt vorbereiten können. Dabei wird analysiert, welche schulischen Konzepte, gesetzlichen Rahmenbedingungen und Förderprogramme existieren, um den Übergang von der Schule in das Erwerbsleben zu erleichtern und Arbeitslosigkeit sowie Perspektivlosigkeit zu mindern.
3.3.5 BETRIEBSERKUNDUNGEN
Sowohl die Richtlinien für die Schule für Lernbehinderte (Sonderschule) in Nordrhein-Westfalen, als auch die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz sehen Betriebserkundungen als wichtigen Baustein für eine gelungene Berufsvorbereitung an. In den Klassen 7-10 sind für die Schüler Betriebserkunden und Betriebspraktika vorgesehen. Die Betriebserkundungen bilden die Grundlage für die Wahl des Betriebes für das anschließende Betriebspraktikum in Klasse 9 und Klasse 10.
In den Betriebserkundungen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich mit verschiedenen Betrieben auseinanderzusetzen. Wichtig bei einer Betriebserkundung ist nicht nur der reine Besuch eines Betriebes, sondern auch die qualitative Vor- und Nachbereitung der Betriebserkundung.
Die Betriebserkundung ist häufig der erste direkte Kontakt der Schülerinnen und Schüler mit der Arbeitswelt. Durch diese Kooperation von Betrieben und Schulen sollen die Übergangschancen von Jugendlichen in betriebliche Ausbildung oder Arbeit verbessert werden. Die Berufsvorbereitung gestaltet sich so an den Schulen betriebsnäher und sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Betriebe können von dieser Zusammenarbeit profitieren. (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2006b, S. 86)
Ausgeweitet werden die Erfahrungen, die in Betriebserkundungen gesammelt werden, anschließend in den Betriebspraktika. Ein verstärkter Praxisbezug wird auch bei verschiedenen Projekten des BMBF-Programms gefordert und stärker in die schulische Berufsvorbereitung integriert.
1. Einleitung (Heinen): Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Vorbereitung von Förderschülern auf den Arbeitsmarkt vor und thematisiert die schwierigen Perspektiven mit einem Förderschulabschluss.
2. Darstellung: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Förderschwerpunkts Lernen, erläutert das Bildungssystem und beschreibt die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die aktuelle Arbeitsmarktsituation für diese Zielgruppe.
3. Schulische Möglichkeiten der Berufsvorbereitung: Der Hauptteil bietet einen tiefen Einblick in die historische Entwicklung, die curriculare Verankerung und die praktische Umsetzung der Berufsvorbereitung mittels vielfältiger Instrumente wie Praktika und Förderprogramme.
4. Arbeitslosigkeit & Perspektivlosigkeit nach der Schule (Hesse): Hier wird kritisch reflektiert, wie trotz schulischer Bemühungen soziale Benachteiligung und Ausgrenzung den Einstieg in den Arbeitsmarkt erschweren.
5. Auswahl Spezieller Fördermöglichkeiten zur beruflichen Integration für Menschen mit Lernbehinderung: Dieses Kapitel stellt konkrete nachschulische Hilfsangebote wie das Werkstattjahr oder Berufsbildungswerke zur Förderung der beruflichen Integration vor.
6. Inklusion und Arbeit (Heinen): Es wird die Bedeutung von Inklusion im Arbeitsleben erörtert und aufgezeigt, wie durch unterstützende Konzepte die Teilhabe von Menschen mit Lernbehinderungen verbessert werden kann.
7. Fazit (Heinen): Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert weitere politische und gesellschaftliche Anstrengungen, um die Stigmatisierung abzubauen und die berufliche Ausbildungssituation nachhaltig zu verbessern.
Berufsvorbereitung, Förderschwerpunkt Lernen, Arbeitsmarktintegration, Berufsorientierung, Schlüsselqualifikationen, Betriebspraktikum, Betriebserkundung, Schulfirmen, Inklusion, berufliche Bildung, Übergang Schule-Beruf, Kompetenzfeststellung, Arbeitslosigkeit, Berufsbildungsgesetz, Benachteiligtenförderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen ihre Schüler erfolgreich auf die Anforderungen und Möglichkeiten des Arbeitsmarktes vorbereiten können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Förderbedarfs, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die schulische Berufsvorbereitung, die Herausforderungen nach dem Schulabschluss und spezifische Förderprogramme für die berufliche Integration.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten der schulischen Berufsvorbereitung zu reflektieren und Ansätze aufzuzeigen, wie Jugendliche mit Lernbehinderungen den Übergang in eine berufliche Ausbildung oder Erwerbstätigkeit erfolgreich meistern können.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der aktuellen Gesetzgebung, Lehrplanvorgaben, bildungspolitischen Rahmenkonzepte und relevanter Fachliteratur zum Thema sonderpädagogische Berufsvorbereitung.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Berufsvorbereitung, deren Verankerung im Lehrplan NRW sowie die praktische Umsetzung durch Maßnahmen wie Betriebserkundungen, Praktika, Schülerfirmen und spezielle Förderprogramme.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Berufsvorbereitung, Schlüsselqualifikationen, Arbeitsmarktintegration, Förderschwerpunkt Lernen und Inklusion charakterisiert.
Sie dienen als erste Kontakte zur Arbeitswelt, ermöglichen die Erprobung persönlicher Fähigkeiten in der Realität und helfen, Ängste abzubauen sowie eine realistische Selbsteinschätzung für die spätere Berufswahl zu entwickeln.
Da der Förderschulabschluss allein oft nicht ausreicht, sind soziale und methodische Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein ausschlaggebend, um im Konkurrenzkampf um Ausbildungsplätze zu bestehen.
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