Masterarbeit, 2010
101 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Bioverfügbarkeit von Flavanolen aus Kakao und Schokolade
2.1 Flavanole
2.1.1 Struktur der Flavanole
2.1.2 Flavanole in Kakao und Schokolade
2.1.3 Analytik von Flavanolen
2.1.3.1 Extraktion
2.1.3.2 HPLC
2.1.3.2.1 Säule
2.1.3.2.2 Detektion und Quantifizierung
2.1.3.3 Vergleichbarkeit der Ergebnisse von Ratten- und Humanproben
2.2 Bioverfügbarkeit
2.2.1 Begriffsdefinitionen
2.2.2 Präabsorptionsereignisse
2.2.2.1 Mundhöhle
2.2.2.2 Magen
2.2.2.3 Dünndarm
2.2.3 Absorption ins Plasma
2.2.3.1 Auftreten von freiem (Epi)Catechin nach hydrolytischer Spaltung
2.2.3.2 Flavanolabsorption und -Metabolisierung
2.2.3.3 Einfluss der Stereoisomerie
2.2.3.4 Gegenüberstellung der Absorption und Metabolisierung von (Epi)Catechin nach separater oder kombinierter Aufnahme
2.2.3.5 Einfluss der Flavanoldosis
2.2.3.6 Einfluss der Nährstoffe
2.2.3.7 Einfluss der Milch
2.2.3.8 Gegenüberstellung der Absorption von verschiedenen Schokoladen und Kakaogetränken unter Berücksichtigung ihrer Zusammensetzung
2.2.4 Renale Exkretion
2.2.4.1 Gegenüberstellung der renalen (Epi)Catechinexkretion nach separater oder kombinierter Aufnahme
2.2.4.2 Einfluss der Flavanoldosis
2.2.4.3 Einfluss der Milch
2.2.5 Metabolisierung der Flavanole im Dickdarm
2.2.5.1 Renale Exkretion von Phenolsäuren
2.2.5.2 Einfluss der Milch
3 Diskussion
4 Zusammenfassung
Diese Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Bioverfügbarkeit von Flavanolen, die in Kakao und Kakaoprodukten enthalten sind. Ziel ist es, die strukturellen Eigenschaften, die Aufnahme im Verdauungstrakt, die Plasmaparameter sowie die verschiedenen Exkretionswege dieser sekundären Pflanzenstoffe detailliert zu analysieren und den Einfluss von Lebensmittelmatrizes wie Zucker oder Milch auf diese Prozesse zu bewerten.
2.1.1 Struktur der Flavanole
Flavanole treten als Aglykone auf und bestehen aus einem C15(C6-C3-C6)-Skelett, das aus zwei aromatischen Ringen (Ring A und B) besteht, die einen Pyranring (Ring C) umschließen. Demnach bilden sie ein Diphenylpropan (Lazarus et al. 2001, Milbury 2001). Abb. 2.1 zeigt die Grundstruktur der Monomere.
Flavanole besitzen Hydroxylgruppen an den Positionen C5 und C7 des A-Rings sowie an den Positionen C3, C4 und C5 des B-Rings, was zur Ausbildung der Catecholstruktur (Dihydroxylierung) führt, ihre Aktivität erhöht und besonders für die antioxidative Eigenschaft von Bedeutung ist (Lazarus et al. 2003, Middleton 2000). Die C3-Position des C-Rings ist am häufigsten mit Gallussäure verestert oder liegt in hydroxylierter Form vor. Das Präfix „Epi-“ kennzeichnet Isomere, die sich in ihrer räumlichen Anordnung an der C3-Position unterscheiden und am C2 wird für rechtsdrehende Enantiomere durch (+) und für linksdrehende mit (-) kenntlich gemacht. (Epi)Catechin, (Epi)Catechingallate, (Epi)Gallocatechin und (Epi)Gallocatechingallate bilden die Gruppe der monomeren Flavanole.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Flavanolen als sekundäre Pflanzenstoffe dar, die aufgrund ihres hohen Kakaokonsums und potenzieller gesundheitsfördernder Wirkungen intensiv untersucht werden.
2 Bioverfügbarkeit von Flavanolen aus Kakao und Schokolade: Dieses Hauptkapitel erläutert detailliert die chemische Struktur der Flavanole, analytische Bestimmungsmethoden, die physiologischen Absorptionsmechanismen, Plasmaparameter sowie Ausscheidungsprozesse und den Einfluss verschiedener Lebensmittelzusätze.
3 Diskussion: In der Diskussion werden die in der Literatur beschriebenen Analysen und Studienergebnisse kritisch bewertet, methodische Unterschiede reflektiert und die Einflüsse von Matrixeffekten sowie physiologischer Bedingungen zusammenfassend diskutiert.
4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, insbesondere die Stabilität und Bioverfügbarkeit von Flavanolen in Abhängigkeit von ihrer Struktur sowie von exogenen Faktoren.
Flavanole, Kakao, Bioverfügbarkeit, (Epi)Catechin, Absorption, Pharmakokinetik, Metabolisierung, HPLC, renale Exkretion, Phenolsäuren, Lebensmittelmatrix, Procyanidine, Dimer B2, Milch, Bioaktivität
Die Arbeit untersucht umfassend die Bioverfügbarkeit von Flavanolen aus Kakao und Schokolade. Dabei wird der gesamte Prozess von der strukturellen Analyse über die Aufnahme im Verdauungssystem bis hin zur Metabolisierung und Ausscheidung im Körper betrachtet.
Die Schwerpunkte liegen auf der chemischen Analytik (HPLC), der Pharmakokinetik, den Einflüssen der Lebensmittelmatrix (wie Milch oder Zucker) und der Rolle der Darmmikrobiota bei der Spaltung von Flavanolen in Phenolsäuren.
Das primäre Ziel ist es, die Aufnahme und den Verbleib von Flavanolen im menschlichen und tierischen Organismus unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren zu verstehen, um deren gesundheitsrelevante Bioverfügbarkeit besser bewerten zu können.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturanalyse existierender Studien. Diese umfassen in vivo-Versuche, in situ-Perfusionsmodelle und verschiedene chromatographische Trenn- und Detektionsverfahren wie HPLC-MS und DAD.
Dieser Abschnitt analysiert die chemische Struktur der Flavanole, die analytische Nachweisbarkeit, die Resorption im Mund, Magen und Dünndarm sowie die Plasma-Konzentrationsverläufe und Ausscheidung über Urin und Fäzes.
Die zentralen Charakteristika sind Flavanole, Bioverfügbarkeit, Kakaopolyphenole, Pharmakokinetik und Metabolismus, wie sie in den Schlüsselwörtern detailliert aufgeführt sind.
Die Arbeit weist auf kontroverse Ergebnisse hin, zeigt jedoch, dass die Lebensmittelmatrix einen signifikanten Einfluss auf die Resorption hat. Milchproteine und Fettgehalte können die Bioverfügbarkeit beeinflussen, wobei die Ergebnisse je nach Studiendesign und Flavanolart variieren.
Der Vergleich dient dazu, die Übertragbarkeit von Tierstudien auf den Menschen zu prüfen, wobei anatomische Unterschiede (z.B. das Fehlen einer Gallenblase bei Ratten) bei der Interpretation der Ergebnisse kritisch berücksichtigt werden müssen.
Phenolsäuren entstehen durch die mikrobielle Degradation von Flavanolen im Dickdarm. Sie sind für die Arbeit von hoher Relevanz, da sie ein wichtiges Abbauprodukt darstellen und über den Urin ausgeschieden werden.
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