Bachelorarbeit, 2012
113 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Copyleft
2.2 Copyright
2.3 Lizenzmanagement
2.4 Nutzungsrecht
2.5 Software
2.5.1 Proprietäre Software
2.5.2 Kommerzielle Software
2.5.3 Shareware
2.5.4 Public Domain
2.5.5 Freeware
2.5.6 Free Software
2.5.7 Open Source
2.5.8 Weitere Formen von Software
3 Grundlagen
3.1 Grundidee von Lizenzierung
3.1.1 Lizenzvertrag
3.1.2 End User License Agreements
3.1.3 Allgemeine Geschäftsbedingungen
3.1.4 Duale Lizenzierung
3.1.5 Unterlizenzierung
3.2 Verbreitete Open-Source-Lizenzen
3.2.1 Open-Source-Lizenzen mit strengem Copyleft
3.2.2 Open-Source-Lizenzen mit beschränktem Copyleft
3.2.3 Open-Source-Lizenzen ohne Copyleft
3.2.4 Open-Source-Lizenzen mit Wahlrecht bei Copyleft
3.3 Kurze Historie
3.4 Rechtliche Aspekte
3.4.1 Gewährleistung
3.4.2 Haftung
3.4.3 Urheberrecht
3.4.4 Vertragspartner bei Open-Source-Lizenzen
3.4.5 Folgen beim Verstoß gegen die Lizenzbestimmungen
3.4.6 Nationale Gültigkeit von Open-Source-Lizenzen
3.4.7 Internationale Gültigkeit von Open-Source-Lizenzen
4 Vergleich der Open-Source-Lizenzen
4.1 Gemeinsamkeiten der Open-Source-Lizenzen
4.2 Unterschiede der Open-Source-Lizenzen
4.2.1 Unterschiede bei den Rechten des Lizenznehmers
4.2.1.1 GPL
4.2.1.2 LGPL
4.2.1.3 BSD License
4.2.1.4 Artistic License
4.2.2 Unterschiede bei den Pflichten des Lizenznehmers
4.2.2.1 GPL
4.2.2.2 LGPL
4.2.2.3 BSD License
4.2.2.4 Artistic License
4.3 Kompatibilität der Open-Source-Lizenzen untereinander
5 Handlungsempfehlung für Unternehmen
5.1 Lizenzmanagement
5.2 Nähere Betrachtung von Open-Source-Software
5.2.1 Vorteile von Open-Source-Software
5.2.1.1 Anpassbarkeit
5.2.1.2 Kosten
5.2.1.3 Unabhängigkeit
5.2.1.4 Standardkonformität
5.2.1.5 Sicherheit
5.2.1.6 Qualität und Stabilität
5.2.1.7 Wiederverwendbarkeit und Wartungsfreundlichkeit
5.2.1.8 Support und Kommunikation
5.2.2 Nachteile von Open-Source-Software
5.2.2.1 Gewährleistungsrechte
5.2.2.2 Entwicklersupport
5.2.2.3 Entwicklerzentrierung
5.2.2.4 Schulungsaufwand
5.2.2.5 Weiterentwicklung
5.2.2.6 Anwendungssoftware
5.2.2.7 Interoperabilität mit kommerzieller Software
5.2.2.8 Rechtliche Risiken
5.3 Rechtliche Aspekte von Open-Source-Lizenzen
5.4 Vorhandene oder individuelle Open-Source-Lizenz
5.5 Auswahl einer Open-Source-Lizenz
6 Resümee
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen detaillierten Vergleich verschiedener Open-Source-Lizenzen durchzuführen, um Unternehmen als Entscheidungshilfe beim Einsatz oder der Veröffentlichung von Open-Source-Software zu dienen. Dabei steht die rechtliche und strategische Einordnung der Rechte und Pflichten für Anwender im Vordergrund.
3.4.6 Nationale Gültigkeit von Open-Source-Lizenzen
Durch ein Urteil des Landgerichts München im Jahr 2004, bestätigt durch das LG Berlin im Jahr 2006, scheint eine grundlegende Gültigkeit von OSL, jedenfalls der GPL, in Deutschland zu bestehen. Das Urteil lässt vor allem die Frage offen, ob eine in englischer Sprache verfasste Lizenz als gültige AGB angesehen werden kann. In diesem Fall entschied das LG München, dass das beklagte Softwareentwicklungsunternehmen den Umgang mit der Fachsprache Englisch beherrschen muss. Im Jahr 2006 bestätigte das LG Frankfurt die Entscheidung vom LG München und stufte die GPL als AGB ein. Beachtlich an dem Urteil des LG Münchens ist, dass das gesamte Rechtsverhältnis zwischen Entwickler und Softwareentwicklungsunternehmen als unwirksam anzusehen ist, sobald das Unternehmen nur gegen eine Klausel aus der GPL verstößt. Es verliert somit die kompletten Nutzungsrechte an der Software. Der Urheber kann die in Ziffer 4 der GPL V2 erwähnten Verbote durchsetzen, da das Gericht sie entsprechend dem §158 Abs. 2 BGB behandelt. OSL können somit im kommerziellen Umfeld als rechtlich bindend angesehen werden.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik, dass trotz der großen Anzahl an Open-Source-Lizenzen keine detaillierten Vergleichsstudien für Unternehmen existieren.
2 Definitionen: Erläuterung grundlegender Begriffe wie Copyleft, Copyright, Lizenzmanagement und Kategorisierung verschiedener Softwarearten.
3 Grundlagen: Darstellung des theoretischen Rahmens, einschließlich Lizenzverträgen, der Historie und rechtlicher Aspekte von Open-Source-Lizenzen.
4 Vergleich der Open-Source-Lizenzen: Detaillierter Vergleich der Rechte und Pflichten ausgewählter Lizenzen (GPL, LGPL, BSD, Artistic License) sowie eine Analyse der Kompatibilität.
5 Handlungsempfehlung für Unternehmen: Leitfaden für ein effektives Lizenzmanagement, Abwägung von Vor- und Nachteilen bei Open-Source-Software und Unterstützung bei der Lizenzauswahl.
6 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Lizenzen und abschließende Empfehlungen für Unternehmen hinsichtlich Rechtskonformität und Software-Verbreitung.
Open-Source-Lizenzen, Free Software, Copyleft, GPL, Lizenzmanagement, Nutzungsrecht, Urheberrecht, Softwareentwicklung, BSD License, Artistic License, Softwarepatente, Lizenzkompatibilität, Open Source Initiative, Rechtssicherheit, Compliance
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich gängiger Open-Source-Lizenzen, um Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den produktiven Einsatz oder die eigene Veröffentlichung von Software unter Open-Source-Modellen zu bieten.
Die Arbeit deckt Themen wie die verschiedenen Copyleft-Ausprägungen, die rechtliche Durchsetzbarkeit in Deutschland und den USA, Unterschiede in den Rechten und Pflichten für Lizenznehmer sowie Fragen der Lizenzkompatibilität ab.
Das Hauptziel ist es, die unübersichtliche Vielfalt an Open-Source-Lizenzen für Unternehmen strukturierbar zu machen und eine praxisnahe Orientierungshilfe zu bieten, um rechtliche Risiken zu minimieren.
Es wird eine deskriptive und vergleichende Analyse auf Basis der aktuellen Fachliteratur und relevanter Lizenztexte sowie der Analyse von Präzedenzfällen in der Rechtsprechung vorgenommen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, einen detaillierten Vergleich der Lizenztypen (GPL, LGPL, BSD, Artistic) und praktische Handlungsempfehlungen für das Lizenzmanagement.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Copyleft, Lizenzkompatibilität, Rechtssicherheit, GPL, Lizenzmanagement und das Open-Source-Modell bestimmt.
Die GPL wird als die wichtigste und am weitesten verbreitete Lizenzfamilie betrachtet, die zudem als einziger Lizenztyp in Deutschland bisher durch relevante Gerichtsurteile in ihrer Wirksamkeit bestätigt wurde.
Durch einen in der Arbeit entwickelten Entscheidungsbaum, der Unternehmen hilft, basierend auf ihrer Strategie (z. B. Wunsch nach Umsatzbeteiligung vs. maximale Verbreitung) die passende Lizenzkategorie zu identifizieren.
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