Bachelorarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Arbeitswelt und Familienleben
2.1 Gering qualifizierte Frauen im Erwerbsleben
2.2 Aufgabenteilung in Haushalt und Kinderbetreuung
3 Weiterbildung nach der Familienphase
3.1 Gründe für die Weiterbildung
3.2 Weiterbildungsbarrieren
3.2.1 Probleme beim Zugang zu Bildungsmaßnahmen
3.2.2 Vereinbarkeit von Beruf, Weiterbildung und Familie
3.2.3 Persönliche Barrieren
4 Kompetenzentwicklung
4.1 Lernen für Wiedereinsteigerinnen
4.1.1 Lernmotivation
4.1.2 Selbstbestimmung und Selbstvertrauen als Voraussetzungen für das Lernen
4.1.3 Anknüpfungspunkte der Weiterbildung
4.2 Funktionen der Erwachsenenbildung
4.3 Für Wiedereinsteigerinnen nutzbare Ansätze der Erwachsenenbildung
4.3.1 Konzept des Lebenslangen Lernens
4.3.2 Biografietheoretische Ansätze
4.3.3 Konstruktivistische Ansätze
4.3.4 Kohärenzorientierte Lernkultur
4.3.4.1 Verstehbarkeit
4.3.4.2 Bewältigbarkeit
4.3.4.3 Bedeutsamkeit
4.4 Gendergerechte Erwachsenenbildung
4.5 Kompetenzen aus der Familienphase
5 Berufliche Weiterbildung für Wiedereinsteigerinnen
5.1 Berufsorientierung
5.2 Aufbau von Orientierungsmaßnahmen am Beispiel „Wiedereinstieg mit Zukunft“
6 Fazit
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten und Barrieren für Frauen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, die nach einer Familienphase den Einstieg oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt suchen. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch gezielte Bildungsmaßnahmen und die Förderung von Selbstvertrauen die berufliche Integration dieser Frauen erleichtert werden kann.
3.1 Gründe für die Weiterbildung
Die Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen hängt von Faktoren auf verschiedenen Ebenen ab. Zuvorderst steht die Erwartung auf eine „Korrektur von Benachteiligungen im (Erstaus)Bildungssystem“ (Krenn, 2010, S. 11). Brüning (2002, S. 23) unterscheidet zwischen subjektiven und soziodemografischen Faktoren auf der Mikroebene. Auf der Mesoebene sind die „finanziellen und inhaltlichen Rahmenbedingungen der Lernangebote, der Bildungseinrichtungen, der Förderprogramme und Projekte und der Supportstrukturen“ von Bedeutung sowie – auf der Makroebene – die Struktur des Bildungssystems und die gesetzlichen Grundlagen für Weiterbildung.
Zu den subjektiven Faktoren sind Lerninteresse und Verwertungsinteresse ebenso zu zählen wie die Lernsozialisation, die Bildungsbiographie und die persönliche Einstellung zu Weiterbildung. Wenn bei der Weiterbildung auch grundsätzlich von Freiwilligkeit ausgegangen werden kann, so erzeugen doch Forderungen von Arbeitgebern oder einer staatlichen Institution (Arbeitsamt) einen gewissen Druck. Eine Nichtteilnahme kann negative berufliche oder finanzielle Folgen haben (vgl. Brüning, 2002, S. 24). Die Bedeutung des finanziellen Aspekts sieht auch Schwarzmayer (2001, S. 39) in zentraler Position.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen von Frauen ohne abgeschlossene Berufsausbildung bei der beruflichen Neuorientierung nach der Familienphase.
2 Arbeitswelt und Familienleben: Dieses Kapitel analysiert die Problematik gering qualifizierter Frauen am Arbeitsmarkt und die Doppelbelastung durch Haushalt und Betreuungspflichten.
3 Weiterbildung nach der Familienphase: Hier werden die Motive für Weiterbildungen sowie die vielfältigen Hürden und Barrieren, die einem Zugang im Weg stehen, untersucht.
4 Kompetenzentwicklung: Das Kapitel behandelt lernpsychologische Aspekte, Methoden der Erwachsenenbildung und Ansätze zur Förderung der Lernfähigkeit und Selbstbestimmung.
5 Berufliche Weiterbildung für Wiedereinsteigerinnen: Die Umsetzung theoretischer Ansätze in konkrete Berufsorientierungsmaßnahmen für Wiedereinsteigerinnen wird hier anhand von Beispielen dargelegt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit unterstützender Strukturen, um den Frauen einen erfolgreichen Wiedereinstieg zu ermöglichen.
Wiedereinsteigerinnen, berufliche Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Familienphase, Arbeitsmarkt, Lernmotivation, Berufsorientierung, Kompetenzentwicklung, Lebenslanges Lernen, Weiterbildungsbarrieren, Selbstbestimmung, Kohärenzgefühl, Gering qualifizierte Frauen, Vereinbarkeit, Beruf und Familie.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Frauen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, die nach einer Familienpause wieder erwerbstätig werden möchten und dabei Unterstützung durch Weiterbildungsangebote suchen.
Zentral sind die soziale Situation der Frauen, die Barrieren beim Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die lernpsychologischen und pädagogischen Ansätze zur erfolgreichen Integration in Weiterbildungsprozesse.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Bildungsmaßnahmen gestaltet sein müssen, um bei Frauen das Selbstvertrauen zu stärken und die Voraussetzungen für einen erfolgreichen beruflichen Einstieg zu schaffen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Studien und Konzepte der Erwachsenenbildung und Berufspädagogik basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen, die Auseinandersetzung mit Lernbarrieren, die Darstellung von Modellen der Kompetenzentwicklung sowie die Evaluierung konkreter Orientierungsmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Wiedereinstieg, Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Kompetenzentwicklung, Lernmotivation und Selbstbestimmung.
Das Konzept des Kohärenzgefühls dient als Rahmen, um zu erklären, wie Frauen durch Verstehbarkeit, Bewältigbarkeit und Bedeutsamkeit ihre Lernprozesse und ihre Lebenssituation aktiver und selbstbestimmter gestalten können.
Diese Ansätze stellen nicht das formale Wissen in den Vordergrund, sondern nutzen die individuellen Lebenserfahrungen und die bisherige Bildungsbiografie der Teilnehmerinnen als Ausgangspunkt für neue Lernprozesse.
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