Examensarbeit, 2003
84 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2 ASPEKTE ZUM UNGESTÖRTEN SCHRIFTSPRACHERWERB
2.1 DIE PSYCHOLOGISCHE LESEFORSCHUNG
2.2 DIE ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE LESEFORSCHUNG
2.3 KRITISCHE BETRACHTUNG DER LOGOGRAPHEMISCHEN STUFE
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3 ASPEKTE ZUM GESTÖRTEN SCHRIFTSPRACHERWERB
3.1 DIE KLASSISCHE LEGASTHENIEFORSCHUNG
3.2 KRITIK AM KLASSISCHEN LEGASTHENIEKONZEPT
3.3 NEUERE ANSÄTZE UND KONZEPTE DER LESE- RECHTSCHREIBFORSCHUNG
3.4 ZUSAMMENFASSUNG
4 PHONOLOGISCHE BEWUSSTHEIT
4.1 ZUM BEGRIFF DER „METALINGUISTISCHEN BEWUSSTHEIT“
4.2 PHONOLOGISCHE INFORMATIONSVERARBEITUNG
4.3 ZUM BEGRIFF DER „PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT“
4.4 AUFGABENTYPEN ZUR ERFASSUNG DER PHONOLOGISCHEN BEWUSSHEIT
4.5 ENTWICKLUNG DER PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT IM VORSCHULALTER
4.6 ZUSAMMENFASSUNG
5 ZUR BEDEUTUNG DER PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT FÜR LESE UND RECHTSCHREIBLEISTUNGEN IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM
5.1 PHONOLOGISCHE BEWUSSTHEIT: VORAUSSETZUNG ODER KONSEQUENZ DES SCHRIFTSPRACHERWERBS?
5.2 ENGLISCHSPRACHIGE STUDIEN ZUR PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT
5.2.1 Längsschnittstudie von BRADLEY UND BRYANT 1985
5.2.2 Experimentelle Trainingsstudie von BRADLEY UND BRYANT 1985
5.3 LÄNGSSCHNITTSTUDIEN ZUR VORHERSAGE VON LESE RECHTSCHREIBFÄHIGKEITEN IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM
5.3.1 Längsschnittstudien von LANDERL, LINORTER UND WIMMER 1992
5.3.2 Münchener Längsschnittstudie LOGIK 1984
5.4 TRAININGSSTUDIEN ZUR FÖRDERUNG DER PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT
5.4.1 Trainingsstudie von LUNDBERG, FROST UND PETERSEN 1988
5.4.2 Würzburger Trainingsstudie 1991
5.5 ZUSAMMENFASSUNG
6 DIAGNOSTISCHE VERFAHREN ZUR ERHEBUNG DER PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT
6.1 DIE BIELEFELDER-LÄNGSSCHNITTSTUDIE 1986/1987
6.1.1 Zielsetzung und Konzeption
6.1.2 Durchführung und Verlauf
6.1.3 Korrelative und klassifikatorische Ergebnisse
6.2 BIELEFELDER SCREENING (BISC)
6.2.1 Aufgaben des Verfahrens
6.2.2 Zielgruppe
6.2.3 Hinweise zur Testdurchführung
6.2.4 Auswertung
6.2.5 Praktische Durchführung des Erhebungsverfahrens
6.3 DAS NÜRNBERGER FORSCHUNGSPROJEKT 1997
6.3.1 Problemstellung und Zielsetzung
6.3.2 Durchführung und Verlauf
6.3.3 Korrelative und klassifikatorische Ergebnisse
6.4 "RUNDGANG DURCH HÖRHAUSEN"
6.4.1 Zielgruppe
6.4.2 Aufgaben des Verfahrens
6.4.3 Hinweise zur Testdurchführung
6.4.4 Auswertung
6.4.5 Praktische Durchführung des Erhebungsverfahrens
6.5 ZUSAMMENFASSUNG UND VERGLEICHENDE DARSTELLUNG DER TESTVERFAHREN
7 AUSBLICK AUF THERAPEUTISCHE MÖGLICHKEITEN
7.1 WÜRZBURGER TRAININGSPROGRAMM ZUR PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT
7.2 NÜRNBERGER FÖRDERPROGRAMM ZUR PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT
8 RESÜMEE
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als Vorläufermerkmal für den Schriftspracherwerb. Das primäre Ziel ist es, den wissenschaftlichen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen phonologischer Bewusstheit und Lese- bzw. Rechtschreibkompetenzen aufzuarbeiten und aktuelle diagnostische Verfahren zur Früherkennung von Risikokindern darzustellen.
2.1 Die psychologische Leseforschung
Mitte der 60er Jahre begann für die psychologische Leseforschung der Aufschwung im anglo-amerikanischen Sprachraum (MARX 1997, 88). Die kognitive Psychologie ermöglichte nun die Untersuchung und Analyse von Teilprozessen des Lesevorganges (SCHEERER-NEUMANN 1997a, 282).
Charakteristisch für die psychologische Leseforschung seit dem Ende der 60er Jahre sind die zahlreichen Modelle zur Worterkennung bzw. Wortwahrnehmung. Es werden hauptsächlich zwei Modelltypen unterschieden. Ein großer Anteil der Modelle wird als „bottom-up-Modell“ bezeichnet. Die Identifikation eines Wortes wird dabei als systematischer Aufbau von der Buchstaben- zur Wortebene verstanden (SCHEERER-NEUMANN 1997a, 283). Das heißt, die Worterkennung bzw. Wortwahrnehmung erfolgt durch das Rekodieren und Dekodieren der Graphem-Phonem-Korrespondenzen sowie durch direkte visuelle Erkennungsroutinen (MARX 1997, 89).
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und des Aufbaus der Arbeit mit Fokus auf die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb.
2 ASPEKTE ZUM UNGESTÖRTEN SCHRIFTSPRACHERWERB: Historischer Überblick über die psychologische und entwicklungspsychologische Leseforschung sowie Vorstellung relevanter Prozessmodelle wie das Zwei-Wege-Modell.
3 ASPEKTE ZUM GESTÖRTEN SCHRIFTSPRACHERWERB: Kritische Auseinandersetzung mit der klassischen Legasthenieforschung und Hinwendung zu neueren Ansätzen der Lese- und Rechtschreibforschung.
4 PHONOLOGISCHE BEWUSSTHEIT: Theoretische Klärung des Begriffs sowie Erläuterung der phonologischen Informationsverarbeitung und deren Entwicklung im Vorschulalter.
5 ZUR BEDEUTUNG DER PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT FÜR LESE UND RECHTSCHREIBLEISTUNGEN IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM: Darstellung zentraler Längsschnitt- und Trainingsstudien zur Vorhersage und Förderung des Schriftspracherwerbs.
6 DIAGNOSTISCHE VERFAHREN ZUR ERHEBUNG DER PHONOLOGISCHEN BEWUSSTHEIT: Detaillierte Vorstellung des Bielefelder Screenings (BISC) und des Verfahrens "Rundgang durch Hörhausen" inklusive praktischer Durchführungshinweise.
7 AUSBLICK AUF THERAPEUTISCHE MÖGLICHKEITEN: Vorstellung beispielhafter Trainingsprogramme zur Förderung der phonologischen Bewusstheit im Vorschul- und Grundschulalter.
8 RESÜMEE: Abschließende Reflexion der Forschungsergebnisse und kritische Würdigung der diagnostischen Möglichkeiten.
Phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, Legasthenieforschung, Bielefelder Screening, BISC, Rundgang durch Hörhausen, Längsschnittstudien, Trainingsstudien, Vorläuferfertigkeiten, Metalinguistische Fähigkeiten, Prävention, Diagnostik, Phonemsegmentierung, Lesekompetenz
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für Lese- und Rechtschreibleistungen und untersucht diagnostische Verfahren zu deren Erhebung im deutschen Sprachraum.
Die zentralen Themen umfassen den Schriftspracherwerb (ungestört und gestört), die theoretischen Konzepte der phonologischen Bewusstheit sowie deren praktische Erfassung und Förderung.
Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen phonologischer Bewusstheit und Lese- bzw. Rechtschreibleistungen durch wissenschaftliche Studien zu belegen und diagnostische Möglichkeiten für die Praxis (Vorschule und Grundschule) aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer praktischen Erprobung und Charakterisierung von zwei ausgewählten diagnostischen Testverfahren (BISC und "Rundgang durch Hörhausen") mit Kindern.
Der Hauptteil behandelt die Entwicklung der Lese- und Rechtschreibforschung, die Definition und Bedeutung der phonologischen Bewusstheit, sowie eine detaillierte Darstellung und Auswertung von Längsschnitt- und Trainingsstudien.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, BISC und der "Rundgang durch Hörhausen".
Diese Unterscheidung ist für die Vorhersage von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten wichtig, da sich diese Bereiche in ihrer Komplexität und ihrer zeitlichen Entwicklung unterscheiden.
Das BISC dient als diagnostisches Screening-Verfahren zur Früherkennung von Risikokindern für Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bereits im Vorschulalter.
Das Verfahren wird als wertvolles diagnostisches Instrument eingestuft, das im Vergleich zum BISC eine detailliertere Diagnose im Bereich der phonologischen Bewusstheit erlaubt, auch wenn die Gesamttrefferquote in der Studie leicht niedriger lag.
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