Magisterarbeit, 2003
109 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehenweise
2. Eine kurze Einführung in die Romane
2.1. La casa verde
2.1.1 Die Gliederung – Ein Schaubild
2.1.2 Zusammenfassung der Handlungsstränge
2.2. Pantaleón y las visitadoras –
2.2.1 Die Gliederung – Ein Schaubild
2.2.2 Zusammenfassung der Handlung
3. Die Acotaciones in Pantaleón y las visitadoras
4. Quatro principios estrategicos – Die Erzähltechniken des Mario Vargas Llosa
4.1. Fragmentierung
4.1.2 Fragmentierung in La casa verde
4.1.3 Fragmentierung Pantaleón y las visitadoras –
4.2. Die Technik der Caja china
4.2.1 Die Caja China in La casa verde
4.2.2 Die Caja China in Pantaleón y las visitadoras
4.3 Die Technik der Vasos comunicantes
4.3.1 Die Vasos comunicantes in La casa verde
4.3.2 Die Vasos comunicantes in Pantaleón y las visitadoras
4.4 Die Technik der Muda o el salto cualitativo
4.4.1 Muda o el salto cualitativo in La casa verde
4.4.2 Muda o el salto cualitativo in Pantaleón y las visitadoras
5. Schluss
Die Arbeit untersucht die spezifischen erzähltechnischen Verfahren von Mario Vargas Llosa und deren theoretische Fundierung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Techniken in den Romanen La casa verde und Pantaleón y las visitadoras zur Konstruktion einer komplexen fiktiven Realität beitragen.
Die Technik des Fragmentierens
Die Technik des Fragmentierens ist ein fester und immer wiederkehrender Bestandteil der Prosa Vargas Llosas, wie auch des postmodernen Romans im Allgemeinen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts findet sich in der erzählenden Dichtung die weit verbreitete Tendenz „die inhaltliche Ordnung der Geschichte gegenüber einer Problematisierung der Verfahrensweisen des fiktionalen Erzählens in den Hintergrund treten zu lassen“. Jeder der Romane Vargas Llosas weist eine weitgehende Zersplitterung der erzählten Handlung auf: „Conformada a través de saltos, retrocesos, malabarismos gramaticales y sintáctictos que cruzan el texto en todo sentido, la sinuosa línea de cada uno de sus novelas se aparta, en mayor o menor medida, de los cómodos carriles que, en la narrativa naturalista, parecían conducirla por caminos conocidos y previsibles hacia destinos también previstos y predeterminados“.
Der Autor entdeckte diese Technik für sich aus einer recht banalen Notwendigkeit, nämlich der Überfülle an Material und den damit verbundenen handwerklichen Problemen eines Romanciers. So beschreibt Vargas Llosa in dem Essay „Historia secreta de una novela“, der sich mit der Entstehungsgeschichte von La casa verde befasst, daß er ursprünglich parallel an zwei unterschiedlichen Romanen arbeitete.
1. Einleitung: Einführung in die Person Mario Vargas Llosa, seine Romantheorie und die Zielsetzung der Untersuchung der verschiedenen Erzähltechniken.
2. Eine kurze Einführung in die Romane: Vorstellung der beiden Hauptwerke La casa verde und Pantaleón y las visitadoras samt Handlungszusammenfassung und Strukturanalysen.
3. Die Acotaciones in Pantaleón y las visitadoras: Analyse der autonomen, kreativen Nutzung von Szenenanweisungen in Vargas Llosas viertem Roman.
4. Quatro principios estrategicos – Die Erzähltechniken des Mario Vargas Llosa: Detaillierte theoretische und praktische Analyse der vier zentralen Techniken: Fragmentierung, Caja china, Vasos comunicantes und Muda o el salto cualitativo.
5. Schluss: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur narrativen Polyphonie und den Unterschieden der technischen Umsetzung in den beiden untersuchten Werken.
Mario Vargas Llosa, Erzähltechnik, La casa verde, Pantaleón y las visitadoras, Fragmentierung, Caja china, Vasos comunicantes, Muda o el salto cualitativo, Acotaciones, narrativer Prozess, Literaturwissenschaft, strukturelle Komplexität, Romananalyse.
Die Arbeit analysiert die narrativen Vermittlungsmethoden Mario Vargas Llosas und deren Funktion innerhalb seines Romanwerks, insbesondere in Hinblick auf die Strukturierung der Erzählung.
Im Mittelpunkt stehen vier spezifische erzähltechnische Konzepte: Fragmentierung, die Caja china, Vasos comunicantes und die Muda o el salto cualitativo.
Das Ziel ist die Erforschung der theoretischen Funktionsweise dieser Techniken und deren konkrete Anwendung bei der Konstruktion einer komplexen, autonomen fiktiven Welt in den ausgewählten Romanen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der theoretischen Terminologie Vargas Llosas selbst basiert und diese durch einen Vergleich der Romane La casa verde und Pantaleón y las visitadoras validiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Techniken, deren Analyse anhand spezifischer Textpassagen und eine kritische Gegenüberstellung der Umsetzung in den beiden untersuchten Werken.
Die Arbeit fokussiert sich auf Fachbegriffe der Erzähltheorie, wie Caja china, Vasos comunicantes und die spezifischen narrativen Innovationen von Vargas Llosa.
Die Arbeit legt dar, dass Vargas Llosa die Szenenanweisungen (Acotaciones) in Pantaleón y las visitadoras von einer rein funktionalen zu einer narrativ autonomen Ebene erhebt, um den Erzähler zu entlasten.
Die Arbeit zeigt, dass während in La casa verde noch eine komplexe, eher fragmentierte Struktur vorherrscht, Pantaleón y las visitadoras eine flexiblere, mechanisch reglementierte und durch Humor geprägte Erzählweise aufweist.
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