Hausarbeit, 2011
18 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1 Einleitung
2 Meteoriten
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Warum sind mehr Einschlagkrater auf dem Mond erkennbar, als auf der Erde?
2.3 Meteoritentypen
3 Geschehnisse eines Einschlags
3.1 Geschehnisse vor dem Einschlag
3.2 Geschehnisse während des Einschlags
3.3 Geschehnisse unmittelbar nach dem Einschlag
3.4 Umweltfolgen eines Meteoriteneinschlags
4 Meteoriteneinschläge in Beispielen
4.1 Das Tunguska - Ereignis
4.2 Der Hoba - Meteorit
4.3 Die KT - Einschlaghypothese
5 Gibt es Möglichkeiten des Schutzes vor Meteoriteneinschlägen?
6 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die physischen und ökologischen Auswirkungen von Meteoriteneinschlägen auf die Erde, analysiert historische Beispiele und bewertet den aktuellen Stand sowie die Möglichkeiten von Schutz- und Früherkennungssystemen.
3.2 Geschehnisse während des Einschlags
Wenn man die Geschehnisse während eines Einschlags betrachtet, so muss man, wie zuvor, zwischen dem Ereignis von kleinen und großen Objekten unterscheiden. Kleine Meteoriten lassen bei ihrem Einschlag kaum erkennbare Spuren zurück. Die Folgen eines großen Meteoriten hingegen sind gewaltig. Zwar gibt es in der Geschichte keine Kenntnis vom Einschlag eines Meteoriten, doch sind Spuren solcher Meteoriten in allen Erdteilen auffindbar. Spuren in Form von „Meteoritenkratern“ können bis zu einigen Kilometern Durchmesser betragen. Der wohl bekannteste, der Barringer Krater in Arizona, USA (Abb. 2) hat beispielsweise einen Durchmesser von etwa 1.2 Kilometern und eine Tiefe von etwa 180 Metern (Gallant 1964, S.43, Hyndman & Hyndman 2006, S.433).
Allerdings sollte man beachten, dass Einschläge dieser Größenordnung sehr selten sind, wie die Gleichung des Kanadiers Robert Grieves bezeugt, die vom Astronomen David Hughes 1979 umgerechnet wurde. Demnach gibt es Ereignisse mit einem Krater von 1 km Durchmesser alle 1400 Jahre, Krater von 10 km Durchmesser alle 140.000 Jahre und bei 100 km Durchmesser liegen sogar mindestens 14 Mio. Jahre dazwischen (Hsü 1990, S.131/132). Sie haben verheerende Folgen, so wie das Aussterben der Dinosaurier am Ende des Mesozoikums (ebd., S.143).
Hat ein Meteorit während seiner Bahn durch die Atmosphäre einen Teil seiner Masse und Geschwindigkeit verloren, so trifft er oder seine Fragmente auf die Erdoberfläche. Die Folgen sind je nach Bodenbeschaffenheit am Einschlagsort variabel. Der größte Unterschied besteht zwischen einem maritimen und einem terrestrischen Einschlag: Geht ein großes Objekt in Ozeanen nieder, so löst dies einen Tsunami aus, dessen Mächtigkeit von Größe und Geschwindigkeit des Einschlagskörpers abhängt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Meteoriteneinschläge als Naturkatastrophen und Darstellung der Forschungsfragen.
2 Meteoriten: Erläuterung der Definitionen, der Verteilung von Kratern auf Himmelskörpern sowie der Klassifizierung der Meteoritentypen.
3 Geschehnisse eines Einschlags: Detaillierte Analyse der physikalischen Prozesse vor, während und nach einem Einschlag sowie deren globale Umweltfolgen.
4 Meteoriteneinschläge in Beispielen: Untersuchung historischer Ereignisse wie Tunguska, Hoba und der KT-Hypothese als Fallbeispiele für kosmische Einschläge.
5 Gibt es Möglichkeiten des Schutzes vor Meteoriteneinschlägen?: Diskussion über existierende und geplante Früherkennungssysteme und Abwehrstrategien.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Erkenntnisse und Einordnung der Gefahr durch kosmische Körper für die Menschheit.
Meteorit, Einschlagkrater, Naturkatastrophe, Barringer Krater, Tunguska, KT-Einschlaghypothese, Massenaussterben, Erdumlaufbahn, Impakt, Früherkennung, Weltraum, Geomorphologie, Atmosphäre, Klimafolgen, Schutzstrategie
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Meteoriteneinschläge auf der Erde, deren geologischen und ökologischen Auswirkungen sowie den Gefahren, die von diesen kosmischen Objekten ausgehen.
Zentrale Themen sind die physikalischen Abläufe eines Einschlags, die unterschiedlichen Meteoritentypen, historische Einschlagereignisse sowie die technischen Möglichkeiten der Früherkennung.
Das Ziel ist es, die Folgen von Einschlägen zu beschreiben, die Entstehung von Kratern zu diskutieren und zu klären, welche kurz- und langfristigen Auswirkungen solche Ereignisse auf Klima, Fauna und Flora haben.
Es handelt sich um eine geographische Seminararbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung dokumentierter meteoritischer Ereignisse basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Klassifizierung von Meteoriten, die physikalische Beschreibung der Einschlagphasen, Umweltfolgen wie Klimawandel und Massenaussterben sowie eine detaillierte Betrachtung konkreter historischer Beispiele.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Impakt, Meteorit, Kraterbildung, Umweltfolgen, Früherkennung und Massenaussterben charakterisiert.
Die Erde verfügt über eine schützende Atmosphäre, die kleinere Objekte verglühen lässt, sowie geologische Prozesse wie Erosion, Plattentektonik und Ozeanbedeckung, die Einschlagspuren über die Zeit tilgen.
Die Erdatmosphäre wirkt als Schutzschild, indem sie ein Großteil der kosmischen Materie durch Reibung beim Eintritt verglühen oder explodieren lässt, bevor diese die Oberfläche erreicht.
Es gibt mit Programmen wie dem Spaceguard Survey erste Früherkennungssysteme, allerdings ist eine lückenlose Überwachung aller gefährlichen Objekte derzeit noch nicht vollständig gewährleistet.
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