Diplomarbeit, 2010
101 Seiten, Note: 1,0
A. EINLEITUNG
ABSCHNITT I: EINFÜHRUNG
ABSCHNITT II: PROBLEMSTELLUNG UND ZIELE DER ARBEIT
ABSCHNITT III: GANG DER ARBEIT
B. DARK POOLS
ABSCHNITT I: GRUNDLAGEN UND BEGRIFFE DES WERTPAPIERHANDELS
1. Organisationsformen des Wertpapierhandels
a) Auktionsmarkt
b) Crossing Networks
c) Market Maker Markt
d) Broker Markt
2. Marktteilnehmer
a) Buy-Side
b) Sell-Side
3. Auftragstypen
a) Limitierte und unlimitierte Aufträge
b) Spezielle Auftragsspezifikationen
aa) Zeitliche Spezifikation
bb) Größenspezifikation
cc) Stop – und Market if Touched Aufträge
dd) Indication of Interest
c) Verdeckte Aufträge in offenen Auftragsbüchern
aa) Charakteristika
bb) Spezial: Flash Orders
4. Liquidität
5. Clearing und Settlement Agenten
a) Clearing Agent
b) Settlement Agent
6. Zusammenfassung
ABSCHNITT II: DARK POOLS – LÄNDERSPEZIFISCHE ANALYSE VON DARK POOLS IN DEUTSCHLAND
1. Definition der SEC
2. Bisherige Kategorien der Alternative Trading Systems (ATSs) in Deutschland
a) Bulletin Boards (BBs)
aa) Passive Bulletin Boards
bb) Teilaktive Bulletin Boards
cc) Aktive Bulletin Boards
b) Electronic Communication Networks (ECNs)
c) Proprietary Trading Systems (PTSs)
aa) Matching-PTS
bb) Auktions-PTS
cc) Crossing-PTS
dd) Market Maker-PTS
3. Eigenschaften von Dark Pools
a) Marktmodell
b) Eigentümerstruktur
c) Zugangsmöglichkeiten für Marktteilnehmer
4. Dark Pool Ausprägungen
a) Öffentliche Crossing Netzwerke (Public Crossing Networks)
aa) Preisfindung
bb) Vertragliche Fragen
cc) Clearing und Settlement
b) Internalization Pools
aa) Preisfindung
bb) Vertragliche Fragen
cc) Clearing und Settlement
c) Ping Destinations
aa) Preisfindung
bb) Vertragliche Fragen
cc) Clearing und Settlement
d) Von Börsen gegründete Dark Pools (Exchange-Based Pools)
aa) Preisfindung
bb) Vertragliche Fragen
cc) Clearing und Settlement
e) Von Konsortien gegründete Dark Pools (Consortium-Based Pools)
aa) Preisfindung
bb) Vertragliche Fragen
cc) Clearing und Settlement
5. Zusammenfassung
ABSCHNITT III: DETERMINANTEN DER ZUKUNFTSPERSPEKTIVE UND NACHTEILE DER NUTZUNG VON DARK POOLS
1. Determinanten der Zukunftsperspektive von Dark Pools
a) Fragmentierung
b) Rechtliche Rahmenentwicklung
aa) Vorhandelstransparenz
bb) Nachhandelstransparenz
cc) Best Execution
c) Transaktionskosten
aa) Charakteristika
bb) Wunsch nach Anonymität
d) Kritik
2. Spezial: Determinante Algorithmische Handelssysteme
a) Exekutionsalgorithmen
aa) Smart Order Routing
bb) Strategien der Exekutionsalgorithmen
b) High Frequency Trading
aa) Elektronische Market Maker
bb) Statistisches Arbitrage
c) Kritik
3. Nachteile der Nutzung von Dark Pools
a) Informationslecks
aa) Fishing
bb) Informationsasymmetrie
b) Kosten des Wartens
c) Kritik
4. Zusammenfassung der Ergebnisse
ABSCHNITT IV: INTERESSENSKONFLIKTE UND VERHALTENSREGELN NACH DEM WERTPAPIERHANDELSGESETZ (WPHG)
1. Insiderhandel
2. Allgemeine Verhaltensregeln gemäß § 31 WpHG
a) Sorgfaltspflicht und Pflicht zur Vermeidung von Interessenskonflikten
b) Kritik
3. Besondere Verhaltensregeln §§ 31a – 32d WpHG
a) Konkretisierung und Mindeststandards der allgemeinen Verhaltensregeln des § 31 WpHG
b) Kritik
4. Organisationspflichten (§ 33 WpHG) und Aufzeichnungspflichten (§ 34 WpHG)
a) Organisations- und Aufzeichnungspflichten
b) Kritik
5. Insiderregeln des WpHG
a) Insiderinformation und Verbot von Insidergeschäften
b) Kritik
6. Zusammenfassung
C. ABSCHLIESSENDE ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
ABSCHNITT I: ZUSAMMENFASSUNG
ABSCHNITT II: AUSBLICK
Die Arbeit untersucht verdeckte Liquiditätsplattformen im deutschen Aktienhandel, bekannt als „Dark Pools“. Ziel ist es, die Erscheinungsformen, wirtschaftlichen Vorteile und rechtlichen Herausforderungen dieser Plattformen vor dem Hintergrund zunehmender Marktfragmentierung und technologischer Innovationen wie dem Hochfrequenzhandel zu analysieren und kritisch zu bewerten.
1. Organisationsformen des Wertpapierhandels
Im Bereich des Wertpapierhandels werden die Märkte über die ihnen zu Grunde liegenden Exekutionsmechanismen beschrieben. Diese sind die Prozessabläufe, über welche Käufer und Verkäufer zusammengeführt bzw. die Preise zwischen beiden Marktseiten bestimmt werden. Während man vier konkrete Organisationsformen voneinander abgrenzen kann, treten in der Realität verschiedene hybride Marktformen auf, welche die Eigenschaften der vier Hauptorganisationsformen kombinieren.
An realen Auktionsmärkten wird entweder kontinuierlich oder periodisch gehandelt. Die meisten Märkte, die elektronische Auktionen durchführen, sind order-driven. Die zuvor erteilten Kauf- und Verkaufsorders bestimmen die Transaktionsmöglichkeiten. Hierzu werden die Transaktionswünsche der Marktteilnehmer in einem Orderbuch gebündelt und anschließend durch einen Auktionator zum Ausgleich gebracht. Der Auktionator fungiert dabei als Intermediär, der sich auf die reine Preisermittlung beschränkt. In Abhängigkeit von der Häufigkeit der Preisfeststellung werden bei Auktionsmärkten die kontinuierliche Auktion sowie die periodische Auktion, häufig auch Gesamtkursermittlung genannt, unterschieden.
A. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die technologische Entwicklung der Finanzmärkte ein, skizziert die Entstehung von Dark Pools und definiert die Problemstellung sowie die Forschungsziele der Arbeit.
B. DARK POOLS: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Wertpapierhandels, definiert Dark Pools im deutschen Kontext und analysiert verschiedene Ausprägungen sowie deren spezifische Eigenschaften.
C. ABSCHLIESSENDE ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zu den Erscheinungsformen, Determinanten und Risiken von Dark Pools zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Dark Pools, Wertpapierhandel, Liquidität, Marktfragmentierung, Hochfrequenzhandel, Algorithmen, Transaktionskosten, Anonymität, MiFID, WpHG, Insiderhandel, Interessenskonflikte, Clearing, Settlement, Finanzmärkte
Die Diplomarbeit befasst sich mit den sogenannten Dark Pools, das sind alternative Liquiditätsplattformen im Aktienhandel, und untersucht deren Struktur, Funktionsweise sowie rechtliche Implikationen im deutschen Finanzmarktrecht.
Zentral sind die Kategorisierung von Dark Pools, die Rolle der technologischen Entwicklung, insbesondere des Hochfrequenzhandels, sowie die kritische Auseinandersetzung mit regulatorischen Aspekten wie Transparenz und Interessenskonflikten.
Das primäre Ziel ist es, Licht in die oft intransparente Materie der Dark Pools zu bringen, die Gründe für ihren Erfolg zu erforschen und rechtliche Risiken wie Insiderhandel aus der Perspektive des deutschen WpHG zu beleuchten.
Die Arbeit basiert auf einer betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Analyse, ergänzt durch Fachliteratur und Informationen aus Expertenbefragungen, um die Dark-Pool-Landschaft systematisch zu strukturieren.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Wertpapierhandels geklärt, danach folgt eine Analyse der Ausprägungen von Dark Pools, eine Untersuchung von Zukunftsperspektiven (z.B. Fragmentierung) und eine rechtliche Prüfung der Verhaltensregeln für Betreiber.
Kernbegriffe sind Dark Pools, Liquidität, Marktfragmentierung, Hochfrequenzhandel, Best Execution, MiFID, WpHG und Interessenskonflikte.
Internalization Pools erlauben den Handel unter Einbezug von Eigenhandelskapital der Banken zur Kostenersparnis, während öffentliche Crossing Netzwerke meist von reinen Wertpapiermaklern ohne Eigenhandel betrieben werden.
Investoren mit großen Auftragsvolumina nutzen Dark Pools, um ihre Handelsabsichten vor dem Markt zu verbergen, da sonst das Risiko besteht, dass der Marktpreis durch "Front-Running" oder negative Kursreaktionen gegen den Investor arbeitet.
Die MiFID hat zwar neue Transparenzregeln eingeführt, ermöglicht aber auch Ausnahmen für bestimmte Handelsformen, was dazu führt, dass Dark Pools ihre Intransparenz teilweise beibehalten können.
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