Hausarbeit, 2008
17 Seiten, Note: 1,0
I Einleitung
II Der politische Aufstieg des Gaius Marius
III Die römische Innenpolitik vor der Jahrhundertwende – ein Überblick
IV Das Jahr 100 v. Chr. – Marius’ politisches Scheitern
V Kurzer Ausblick auf die Jahre nach der Krise
VI Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das politische Wirken und Scheitern des Gaius Marius im Kontext der römischen Innenpolitik der Jahre 107 bis 101 v. Chr. sowie insbesondere des Jahres 100 v. Chr. Ziel ist es, die Motive für den plötzlichen Seitenwechsel von Marius gegenüber seinen politischen Verbündeten Saturninus und Glaucia zu analysieren und plausible Hypothesen für sein Verhalten zu entwickeln.
IV Das Jahr 100 v. Chr. – Marius’ politisches Scheitern
Um sich durchzusetzen, scheute das Trio nicht vor Gewalt oder Bestechung zurück. Marius soll „immense Summen für Wahlbestechung ausgegeben haben“, einen Widersacher, Aulus Nonius, ließen Saturninus und Glaucia erschlagen. Plutarch stellt Marius für seinen Wahlkampf um den sechsten Konsulat ein schlechtes Zeugnis aus und bekräftigt damit das Bild, das man von Marius hat. Er sei ein militärisches, aber kein politisches Talent gewesen.
Er suchte mit Schmeicheleien das Volk zu gewinnen und buhlte durch willfahriges Nachgeben um die Gunst der Menge. Damit schadete er nicht nur der Würde und dem Ansehen des Amtes, sondern tat auch seiner eigenen Natur Gewalt. Er wollte gern ein geschmeidiger Volksmann sein, obwohl er dazu am allerwenigsten geschaffen war. […] Im Felde besaß er Ansehen und Macht, weil man ihn brauchte, auf dem Boden der Politik aber hatte er seine Führerstellung bald verscherzt.
I Einleitung: Vorstellung der Person Gaius Marius, der Forschungsfrage und der methodischen Herangehensweise unter Einbeziehung antiker Quellen und moderner Forschung.
II Der politische Aufstieg des Gaius Marius: Skizzierung des Lebensweges von Marius als homo novus und der ambivalenten Beziehung zu den Metelli sowie dem Senat.
III Die römische Innenpolitik vor der Jahrhundertwende – ein Überblick: Analyse der politischen Spannungen zwischen den Ständen und der Entstehung des Bündnisses zwischen Marius, Saturninus und Glaucia.
IV Das Jahr 100 v. Chr. – Marius’ politisches Scheitern: Detaillierte Untersuchung des politischen Zusammenbruchs und des Seitenwechsels von Marius nach der Eskalation der Gewalt.
V Kurzer Ausblick auf die Jahre nach der Krise: Zusammenfassung der politischen Konsequenzen nach dem Tod der Aufständischen und dem Exil des Metellus.
VI Schlusswort: Synthese der Forschungsergebnisse und Bewertung des historischen Urteils über das Handeln von Marius.
Gaius Marius, Römische Republik, Volkstribunat, Saturninus, Glaucia, Homo novus, Innenpolitik, Politische Krise, 100 v. Chr., Senat, Nobilität, Klientelwesen, Machtkampf, Historische Analyse, Amicitia.
Die Arbeit befasst sich mit der politischen Rolle des römischen Konsuls Gaius Marius in den Jahren 107 bis 101 v. Chr. und seinem folgenschweren Scheitern im Jahr 100 v. Chr.
Im Mittelpunkt stehen der soziale Aufstieg eines homo novus, die Mechanismen politischer Machtkämpfe in der späten römischen Republik sowie die Dynamik von politischen Zweckbündnissen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, warum Marius seine politischen Verbündeten Saturninus und Glaucia verriet und warum er nach seinem Zenit im Jahr 101 v. Chr. so rasch an politischem Ansehen verlor.
Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse antiker Berichte (z.B. Appian, Plutarch) im Abgleich mit moderner, insbesondere englischsprachiger Forschungsliteratur.
Der Hauptteil analysiert chronologisch den Aufstieg des Marius, seine Zusammenarbeit mit den Popularen, die Eskalation der Gewalt im Jahr 100 v. Chr. und die daraus resultierende politische Isolation.
Die wichtigsten Begriffe sind Gaius Marius, Römische Republik, Popularen, Nobilität, politisches Scheitern, Machtkampf und das Jahr 100 v. Chr.
Das Trio nutzte das Volkstribunat und militärische Macht, um Gesetzesvorhaben durchzusetzen und den Senat unter Druck zu setzen, was letztlich zu einer destabilisierenden Gewalteskalation führte.
Während ältere Forschung Marius oft als prinzipientreuen Feldherrn sah, der Recht und Gesetz schützen wollte, betonen moderne Historiker eher sein opportunistisches Streben nach Erhalt der eigenen politischen Macht.
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