Bachelorarbeit, 2012
46 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Meinungsführer
3. Meinungsführerforschung
3.1 Funktionen
3.2 Merkmale
3.3 Motive und Voraussetzungen
3.4 Meinungsbildungsprozess
3.5 Rollenverteilung
3.6 Typen von Meinungsführern
3.6.1 „Locals“ und „Cosmopolitans“
3.6.2 Formelle und informelle Meinungsführer
3.6.3 Gelegentliche und aktive Meinungsführer
3.6.4 Reale und virtuelle Meinungsführer
3.6.5 Angeber und Experten
4. Terrorismus
4.1 Begriff
4.2 Terrorismus in der Medienberichterstattung
5. Datenbanken und Internetrecherche
5.1 Tabellenauswertung
5.2 Holger Schmidt
5.3 Ulrich Kienzle
6. Kritik
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wer die sogenannten "Terrorismusexperten" in den Medien sind und inwiefern diese als Meinungsführer im Sinne der kommunikationswissenschaftlichen Forschung fungieren. Ziel ist es, die Rolle und Auswahlkriterien dieser Experten in Fernsehnachrichten und Talk-Shows kritisch zu hinterfragen und theoretisch einzuordnen.
3.2 Merkmale
Wie schon in der Einleitung erwähnt ist das Ziel dieser Arbeit, Terrorismusexperten zu beschreiben und festzustellen, ob die heutigen Experten wirklich dieses „Prädikat“ verdienen. Deshalb ist es wichtig, einzelne Merkmale herauszukristallisieren. Alle Studien, die sich mit diesem Phänomen auseinandergesetzt haben, wurden in den Bereichen der Politik, Wirtschaft, Mode und öffentlichen Angelegenheiten durchgeführt. Katz schloss aus einer Literaturrecherche, „dass Meinungsführerschaft von dem Thema abhängig ist, zu dem Einfluss ausgeübt wird. Dies bestimmt, wer Meinungsführer ist und wer dessen Rat folgt“ (M. Dressler, 2009, S.126). Davon wurde abgeleitet, dass die Merkmale für den „opinion leader“ tendenziell themenspezifisch sind.
Bei der Recherche zu diesem Thema wurden etliche Forschungen und Studien miteinander verglichen und einzelne Tendenzen zu bestimmtem Merkmalen entdeckt. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass Meinungsführer über ein hohes Maß an Allgemeinwissen verfügen, mit dem es einfacher ist, komplexe Situationen in einen verständlichen Gesamtzusammenhang zu setzen. Ebenso sollten sie auch über einen reichen Erfahrungsschatz verfügen.
Weiterhin bestehen in der Literatur verschiedene Meinungen darüber, was den Meinungsführer vom -folger unterscheidet. Dabei werden häufig die Begriffe Einfluss, Wissen und Informationsverbreitung angegeben. Die meisten Forscher und Autoren versuchen die Meinungsführer und Nicht-Meinungsführer durch eine Kombination dieser drei Begriffe zu definieren (Vgl. L. Feick, 1987, S.84).
In der Literatur gibt es Versuche der Merkmalsbeschreibung des Meinungsführers. Das erste Merkmal ist der demografische und sozioökonomische Status. Grundsätzlich geht man davon aus, dass Meinungsführer unabhängig von solchen Statuten handeln. Jedoch zeigt sich in Studien, wie zum Beispiel der Decatur-Studie, auch ein anderes Bild.
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Terrorismusexperten in der heutigen Medienlandschaft sowie Formulierung der Forschungsfrage.
2. Meinungsführer: Theoretische Einführung in das Konzept des "Opinion Leaders" und dessen historische Herleitung.
3. Meinungsführerforschung: Detaillierte Betrachtung der Funktionen, Merkmale und verschiedenen Typen von Meinungsführern.
4. Terrorismus: Definition des Begriffs Terrorismus und Analyse der Wechselwirkung zwischen terroristischen Aktivitäten und medialer Berichterstattung.
5. Datenbanken und Internetrecherche: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf praktische Fallbeispiele durch Internetrecherche und Analyse der Experten Holger Schmidt und Ulrich Kienzle.
6. Kritik: Diskussion der Unschärfe des Experten-Begriffs und der Glaubwürdigkeit von Terrorismusexperten.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Terrorismusexperte, Meinungsführer, Opinion Leader, Medienberichterstattung, Terrorismus, Kommunikation, Medienkonsum, Expertenwissen, Influencer, Politische Kommunikation, Glaubwürdigkeit, Fallbeispiele, Internetrecherche, Holger Schmidt, Ulrich Kienzle.
Die Arbeit untersucht die mediale Rolle von sogenannten Terrorismusexperten und prüft, ob diese als Meinungsführer in der öffentlichen Debatte fungieren.
Die Arbeit verknüpft die klassische Meinungsführerforschung mit dem aktuellen Phänomen der medialen Expertenberichterstattung über Terrorismus.
Es soll analysiert werden, welche Merkmale Terrorismusexperten aufweisen und ob ihre Rolle als "Experte" mehr als nur ein mediales Label darstellt.
Es wurde eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Internetrecherche (Suchmaschinen- und Datenbankanalyse) kombiniert, um Terrorismusexperten zu identifizieren und anhand von Fallbeispielen zu untersuchen.
Neben den theoretischen Grundlagen der Meinungsführung werden insbesondere die Motive, Funktionen und Merkmale von Experten sowie deren mediale Präsenz analysiert.
Wichtige Begriffe sind Terrorismusexperte, Meinungsführer (Opinion Leader), Medienwirkung, Glaubwürdigkeit und interpersonelle Kommunikation.
Diese wurden aufgrund ihrer hohen Präsenz und Nennungshäufigkeit in der Internetrecherche ausgewählt, um die theoretischen Konzepte an realen Medienpersönlichkeiten zu spiegeln.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Medien durch die Vergabe des Titels "Terrorismusexperte" maßgeblich zur Definition und Legitimierung dieser Personen beitragen, oft ungeachtet einer spezifischen wissenschaftlichen Ausbildung im Bereich Terrorforschung.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

