Hausarbeit, 2012
16 Seiten, Note: 1
1.0 Einleitung
2.0 Suizid
3.0 Suizid in Zahlen
4.0 Der Suizid als Resultat einer Krankheit?
5.0 Altersbilder
6.0 Soziale Einflussfaktoren für Suizidalität im Alter
7.0 Kann man über sein Leben Bilanz ziehen?
8.0 Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Suizid im spezifischen Kontext des biologischen Alters. Ziel ist es, die Gründe für Suizidalität bei älteren Menschen zu beleuchten, aktuelle statistische Daten zu präsentieren und kritisch zu hinterfragen, inwiefern eine selbstbestimmte Entscheidung zum Suizid – insbesondere im Kontext des sogenannten Bilanzsuizids – wissenschaftlich und ethisch begründbar ist.
4.0 Der Suizid als Resultat einer Krankheit?
Wie kommt es nun zu diesen erheblichen Anstieg der Suizidrate bei alten Menschen? „Über den Zusammenhang von Alterungs- und Krankheitsprozessen gibt es bis heute kaum exakte wissenschaftliche Erkenntnisse.“ Selbst wenn man immer wieder von „aktiven Altern“ oder ähnlichem liest, scheint mit dem Alter, Krankheit einherzugehen oder wird gar als selbstverständlich angesehen. „So entsteht die für das Alter typische Form der Multimorbidität als Leiden an mehreren (per Definition an mindestens fünf) gleichzeitig bestehenden körperlichen Krankheiten.“
Meist werden psychische Krankheiten als Auslöser des Suizides beschrieben. „Psychische Krankheit ist einer, wenn nicht der wesentliche Risikofaktor für suizidale Handlungen, weshalb sich unter den Suizidenten mit Sicherheit signifikant mehr psychische Kranke befinden.“ Weiter heißt es in der Studie von Carlos Watzka, dass in der Steiermark die psychische Krankheit der Depression vor der Schizophrenie am häufigsten für den Suizid von Menschen festzumachen ist. Festzuhalten ist aber, dass die weit verbreitete Meinung, dass alte Menschen sich auf Grund einer Depression, die einer Demenz zufolge liegt, suizidieren, falsch ist.
Weiters werden auch „schwere körperliche Krankheiten als auslösende Situation für Suizidalität älterer Patienten genannt. Während körperliche Krankheiten bei den 20 - 39 jährigen Suizidenten 10 % der Fälle eine Rolle spielt, sollen sie bei über 60 jährigen Suizidenten in 35 % der Fälle ausschlaggebend sein.“ Überdies heißt es jedoch in einer kritischen Auseinandersetzung mit diesem Thema, dass „keine gesicherten Kenntnisse über den Zusammenhang zwischen körperlicher Erkrankung und Suizid vorliegen.“ „Entscheidend ist die subjektive Verarbeitung einer Krankheit, nicht der objektive Befund.“
1.0 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Suizids im Alter ein und stellt die Relevanz des Themas sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit dar.
2.0 Suizid: Dieses Kapitel widmet sich der begrifflichen Definition des Suizids und grenzt den neutralen Begriff von historisch belasteten oder wertenden Bezeichnungen ab.
3.0 Suizid in Zahlen: Hier werden statistische Daten zur Suizidalität in Österreich präsentiert und geschlechterspezifische sowie regionale Unterschiede aufgezeigt.
4.0 Der Suizid als Resultat einer Krankheit?: Das Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen körperlichen sowie psychischen Erkrankungen und dem Suizidrisiko im Alter.
5.0 Altersbilder: Es erfolgt eine Analyse darüber, wie das gesellschaftliche Bild des Alterns konstruiert ist und welche Auswirkungen defizitorientierte Altersbilder haben.
6.0 Soziale Einflussfaktoren für Suizidalität im Alter: Dieses Kapitel betrachtet die Bedeutung von sozialen Netzwerken, Isolation und dem Verlust von Bezugspersonen als suizidgefährdende Faktoren.
7.0 Kann man über sein Leben Bilanz ziehen?: Es wird das kontroverse Konzept des Bilanzsuizids beleuchtet und hinterfragt, ob eine solche Entscheidung frei von pathologischen Einflüssen möglich ist.
8.0 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer persönlichen Reflexion des Autors sowie Hinweisen auf weiteren Forschungsbedarf im Bereich der psychosozialen Betreuung alter Menschen.
Suizid, Alter, Suizidalität, Multimorbidität, Bilanzsuizid, Altersbilder, Soziale Isolation, Suizidprävention, Depression, Autonomie, Lebensqualität, Psychosoziale Beratung, Österreich, Sterben, Selbstbestimmung.
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des Suizids im biologischen Alter und beleuchtet die medizinischen, sozialen und gesellschaftlichen Hintergründe, die zu diesem Phänomen führen.
Die zentralen Felder umfassen die Suizidstatistik, den Einfluss von Krankheiten, die Bedeutung von Altersbildern in den Medien sowie die Rolle sozialer Kontakte und Netzwerke für ältere Menschen.
Das primäre Ziel ist es zu verstehen, warum Menschen im Alter Suizid begehen, und zu klären, ob in diesem Kontext von einer „selbstbestimmten“ Entscheidung gesprochen werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und aktuelle wissenschaftliche Studien sowie statistische Daten auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Analyse, die Betrachtung von Multimorbidität und psychischen Leiden, die Medienanalyse zur Darstellung von Senioren sowie die Bedeutung von Isolation.
Wichtige Begriffe sind Suizid, Alter, Bilanzsuizid, Altersbilder, Soziale Isolation und Suizidprävention.
Die Arbeit stellt dar, dass Multimorbidität zwar ein Risikofaktor ist, es jedoch entscheidend ist, wie der Betroffene die Krankheit subjektiv verarbeitet, anstatt nur den objektiven medizinischen Befund zu sehen.
Das Konzept wird kritisch hinterfragt; es wird aufgezeigt, dass ein „reiner“ Bilanzsuizid wissenschaftlich schwer belegbar ist und oft als Konstrukt dient, um gesellschaftliche Verantwortung zu verlagern.
Die Medien zeichnen oft defizitorientierte Bilder (z.B. Pensionisten als Belastung für das System), was das gesellschaftliche Verständnis für die Bedürfnisse alter Menschen negativ beeinflussen kann.
Der Autor betont, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Suizid tief emotional ist und eine professionelle Distanz erfordert, da man als Sozialarbeiter eine hohe Verantwortung trägt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

