Magisterarbeit, 2010
126 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Kapitel 1: Politische Kultur Russlands im Zeitalter der elektronischen Medien
1.1 Massenmedien, politische Akteure und die Macht der Bilder
1.2 Die politische Bühne mit Putin als Hauptdarsteller
1.2.1 Inszenierung
1.2.2 Korporalität (Verkörperung)
1.2.3 Wahrnehmung
1.2.4 Performance
1.3 Das russische Volk und die Macht der Tradition
1.3.1 Byzantinische Prägung der russischen (politischen) Kultur
1.3.2 Die Größe Russlands als Bestandteil nationaler Identität
1.4 Das Phänomen Putin
Kapitel 2: Analyse der Sendung "Gespräch mit Vladimir Putin"
2.1 Zum Gegenstand der Untersuchung – Vorgehensweise und Methode
2.2 Analyse
2.2.1 Zum Hintergrund der Ausstrahlung
2.2.2 Verbale und nonverbale Techniken der Selbstdarstellung Putins
2.2.2.1 Methode: Verbale und nonverbale Selbstdarstellung
2.2.2.2 Analyse: Verbale und nonverbale Selbstdarstellung
2.2.3 Verbale und nonverbale Techniken der Darstellung Putins durch Dritte
2.2.4 Vorteilhafte Darstellung Putins mit Hilfe technischer und raumgestalterischer Mittel
Kapitel 3: Ein Blick hinter die Kulissen
3.1 Putin – Das mediale Produkt eines gelungenen Zusammenspiels
3.1.1 Zum Hintergrund der Ergebnisfindung
3.1.2 Strategien des Machterhalts Putins
3.2 Der Putin-Kult am Ende? – Eine abschließende Einschätzung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Vladimir Putin als medial konstruierte Figur. Das zentrale Ziel ist es, die Strategien der positiven Selbstinszenierung Putins im russischen Fernsehen am Beispiel der Sendung "Gespräch mit Vladimir Putin" zu identifizieren und zu analysieren, wie er durch gezielte Kommunikation und Mediennutzung seinen Status als zentrale Führungsfigur festigt.
1.2.1 Inszenierung
Die Ausübung von Macht ist untrennbar verbunden mit der Darstellung von Macht. Nur derjenige politische Akteur erscheint als mächtig und kompetent, der das erfolgreich darzustellen vermag. Aus diesem Grund wird das politische Verhalten in vielerlei Hinsicht auch mit der Schauspielkunst verglichen. Politik ist somit nicht nur ein instrumentelles Entscheidungs-, sondern auch ein dramaturgisches Darstellungshandeln, mit dem Ziel, Aufmerksamkeit und Resonanz zu erlangen.
"Unter Dramaturgie versteht man die Verteilung von Höhepunkten; sie ist ein Spiel mit Spannung und Entspannung. [...] Dramaturgie heißt aber auch, Handlungsstränge zu schaffen und Entwicklungen auszuarbeiten."
Das Fernsehen fungiert dabei als mediale Bühne, auf der Putin eine Vorführung bestreitet. Er wird zum Darsteller, bei dem ein Wille erkennbar ist, Anordnungen für das Sehen zu schaffen, die das Denken und Handeln der Zuschauer beeinflussen. Inszenierung in diesem Sinne versteht sich daher als ein "kalkuliertes Auswählen, Organisieren und Strukturieren von Darstellungsmitteln, welches strategisch auf eine Wirkung angelegt ist".
Kapitel 1: Politische Kultur Russlands im Zeitalter der elektronischen Medien: Das Kapitel legt die theoretischen Grundlagen und beleuchtet das Zusammenspiel von Medien, Politik und der russischen Tradition der Machtdarstellung.
Kapitel 2: Analyse der Sendung "Gespräch mit Vladimir Putin": Hier findet die konkrete Untersuchung der Talkshow statt, wobei Strategien der verbalen und nonverbalen Selbstdarstellung Putins und die Rolle der Medientechnik analysiert werden.
Kapitel 3: Ein Blick hinter die Kulissen: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Strategien des Machterhalts vor dem Hintergrund des Putin-Kultes und der politischen Zukunft Russlands.
Vladimir Putin, Politische Kultur, Russische Föderation, Medieninszenierung, Fernsehanalyse, Selbstdarstellung, Machtdarstellung, Politische Kommunikation, Personenkult, Talkshow, Medientechnik, Korporalität, Politische Identität, Tradition, System Putin
Die Arbeit untersucht die mediale Strategie Vladimir Putins und wie er das Fernsehen nutzt, um sich als unersetzliche Führungsfigur zu inszenieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verbindung von politischer Macht und ihrer medialen Inszenierung, dem Einfluss russischer Traditionen sowie der Macht von Bildern und Rhetorik im Fernsehen.
Die Forschungsfrage lautet, mit welchen Mitteln und Methoden der Darstellung Putin sein Image mittels der russischen Massenmedien aufrechterhält, sodass er als Leitfigur wahrgenommen wird.
Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Kontextanalyse sowie eine rezipientenorientierte, personenkonzentrierte Talkshowanalyse, um verbale und nonverbale Techniken zu untersuchen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte der Theatralität als auch die konkrete Analyse des "Gesprächs mit Vladimir Putin" vom 4. Dezember 2008 detailliert dargelegt.
Begriffe wie Inszenierung, Korporalität, Wahrnehmung, Performance und die politische Identität des russischen Volkes prägen die Analyse.
Die Arbeit zeigt, dass Putin an historische Muster des starken Herrschers anknüpft und das Bedürfnis der Bevölkerung nach Ordnung und nationaler Größe geschickt bedient.
Die Zuschauer im Studio werden als Teil der Inszenierung verstanden; ihre Reaktionen wie Applaus dienen als symbolische Bestätigung für das Fernsehpublikum zu Hause, dass Putin die Zustimmung der Nation genießt.
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