Examensarbeit, 1999
210 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Vorgehensweise
3. Bilingualismus
4. Überblick über mögliche institutionelle Fremdsprachenkontakte
5. Entwicklungsstand der Muttersprache im Kindergartenalter
6. Theoretische linguistische Basis für die Untersuchung der Kommunikationsabläufe
7. Analyse des Gesprächsmaterials
7.1 Das Sample
7.2 Zur Erhebung des Materials
7.3 Beschreibungsverfahren
7.4 Kommunikation mit Marie-Chantal
7.5 Kommunikation mit Joana
7.6 Kommunikation mit Philippe
7.7 Kommunikation mit Lauren
7.8 Kommunikation mit Hans
8. Schluß
Die wissenschaftliche Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen der gewählten Kommunikationssprache (Deutsch oder Französisch) und der inhaltlichen sowie prozeduralen Struktur der Kommunikation in zweisprachigen Kindergärten. Das primäre Ziel ist es, durch die linguistische Analyse authentischer Gesprächsaufnahmen aufzuzeigen, welche Faktoren die Sprachwahl der Kinder beeinflussen und wie in einer bilingualen vorschulischen Situation Verständigung und der interkulturelle Austausch erfolgreich gelingen können.
Bilingualismus
Da Bilingualismus sich nach wie vor nicht eindeutig definieren läßt, muß sich selbst die Wissenschaft mit Annäherungen zufriedengeben. Auf der einen Seite ist jeder, der sich auf irgendeine Weise und zu irgendeinem Grad neben seiner Muttersprache auch in einer anderen Sprache verständigen kann, zweisprachig, da er zumindest ansatzweise mehr als nur eine Sprache verwendet. Andererseits wird im allgemeinen von Bilingualen erwartet, daß sie in beiden Sprachen alle Fertigkeiten besitzen, also sowohl problemlos verstehen, fließend sprechen, sinnentnehmend lesen als auch fehlerfrei schreiben. Zudem müßten sie sich in beiden Sprachen ähnlich mühelos durch unterschiedliche Register und Soziolekte bewegen, spielend von einer in die andere Sprache wechseln und keine von beiden bevorzugen.
Aufgrund der Tatsache, daß die eine Definition nahezu alle Menschen umschließen würde, die zweite aber auf niemanden zuträfe, da kein Individuum ihren Anforderungen gerecht werden könnte, erscheint es vernünftig, eine Position zwischen den beiden Extremen einzunehmen, wie KIELHÖFER und JONEKEIT (1983) und KIELHÖFER (1995) es tun: „Der Punkt auf dieser Skala ist wohl kaum objektiv zu bestimmen. Die entscheidende Instanz ist hier das Bewußtsein der Zweisprachigkeit, das individuelle Gefühl, in beiden Sprachen ‚zu Hause zu sein‘“.
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung und motiviert die Forschung durch die Relevanz bilingualer Bildung in einer vernetzten Welt.
2. Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise, insbesondere die Durchführung von Fallstudien zur Untersuchung authentischer Kommunikation.
3. Bilingualismus: Eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Bilingualismus und dessen verschiedenen Definitionen sowie Kategorisierungen.
4. Überblick über mögliche institutionelle Fremdsprachenkontakte: Das Kapitel bietet einen weltweiten Überblick über verschiedene Immersionsprogramme und institutionelle Ansätze zur Förderung der Zweisprachigkeit.
5. Entwicklungsstand der Muttersprache im Kindergartenalter: Eine detaillierte Aufstellung der Meilensteine des kindlichen Spracherwerbs, um die Voraussetzungen für das Erlernen einer L2 besser einschätzen zu können.
6. Theoretische linguistische Basis für die Untersuchung der Kommunikationsabläufe: Hier werden die linguistischen Werkzeuge, wie Semantik, Pragmatik und Sprechakttheorie, für die anschließende Analyse definiert.
7. Analyse des Gesprächsmaterials: Der empirische Kern der Arbeit, in dem die Gesprächsaufnahmen der fünf Fallbeispiele im Detail linguistisch analysiert werden.
8. Schluß: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Bedeutung der affektiven Beziehung für den erfolgreichen Spracherwerb im Kindergartenalter hervorgehoben wird.
Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Kindergarten, Immersion, Sprachwahl, Fallstudie, Kommunikation, Sprechakt, Muttersprache, Mehrsprachigkeit, Kleinkindbilingualismus, Language Awareness, Sprachkompetenz, Interaktion, Linguistik.
Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen der Kommunikationssprache und dem kommunikativen Ablauf in zweisprachigen Kindergärten anhand linguistischer Analysen.
Zentrale Themen sind Bilingualismus, institutionelle Fremdsprachenkontakte, die Sprachentwicklung im Kindergartenalter und die Analyse authentischer Gespräche.
Es soll analysiert werden, welche Faktoren die Sprachwahl beeinflussen und ob Kommunikation in bilingualen vorschulischen Settings erfolgreich stattfinden kann.
Die Autorin verwendet eine linguistische Analyse von Gesprächsprotokollen basierend auf Fallstudien und stützt sich auf Theorien der Semantik und Pragmatik.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Basis und der detaillierten linguistischen Auswertung konkreter Gesprächssituationen bei fünf ausgewählten Kindern.
Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Kindergarten, Immersion, Sprachentwicklung und kommunikative Handlungsfähigkeit.
Die Studie zeigt, dass eine positive affektive Beziehung zur Bezugsperson die Kommunikationsbereitschaft in der Fremdsprache deutlich erhöht.
Joana weist als fortgeschrittene L2-Lernerin interessante Merkmale auf, wie etwa die bewusste Entscheidung zur Nutzung der Fremdsprache, wenn dies in ihrem Interesse liegt.
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