Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
23 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Die deutschen Kolonien in der Südsee
1.2 Tok Pisin – Entstehung, Entwicklung, Bedeutung
2. Der Einfluss des Deutschen auf Tok Pisin
2.1 Problematik der Durchsetzung des Deutschen als Verständigungssprache
2.2 Einfluss des Deutschen im Bereich Lexik
2.2.1 Einteilung der Lehnwörter in semantische Felder
2.2.2 Einteilung der Lehnwörter nach strukturellen Kriterien
2.3 Einfluss des Deutschen in den Bereichen Orthographie und Phonologie
3. Fazit
4. Bibliographie
Diese Arbeit untersucht den historischen und linguistischen Einfluss der deutschen Sprache auf die Entwicklung der Pidginsprache Tok Pisin im Kontext der deutschen Kolonialherrschaft im Pazifik und analysiert, inwieweit diese Spuren bis heute in der Sprache fortbestehen.
2.2.1 Einteilung der Lehnwörter in semantische Felder
Betrachtet man die Bereiche, aus denen Wörter übernommen wurden, so zeigt sich folgendes Bild: Die Lehnwörter lassen sich in semantische Gruppen einteilen (vgl. Mühlhäusler 1980: 177-184; Heitfeld 1977: 74-77):
1. Handwerk 2. Schule 3. Häuslicher Kontext
4. Mission und Glaubenslehre 5. Polizei
6. Befehle und affektive Äußerungen 7. Seefahrt
8. Tiere 9. Namensgebung 10. Andere semantische Gruppen
Hier eine Auswahl an Lehnwörtern in Tok Pisin mit deutschem Ursprung (vgl. Mühlhäusler 1980: 177-184; Heitfeld 1977: 74-77):
1. Handwerk
Die deutschen Kolonialherren dachten vorausschauender und weitgreifender als die Menschen auf den Plantagen, die auf ihren Stationen isoliert waren, und Händler auf Handelsreisen. Deshalb starteten sie ein sorgfältig geplantes und effizientes Bebauungsprogramm. Deutsche Handwerker benutzten in Ermangelung von Pidgin-Ausdrücken weiterhin deutsche Fachausdrücke, die schließlich von den einheimischen Sprechern übernommen wurden (vgl. Heitfeld 1977: 75). Es folgen einige Beispiele:
1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert das Forschungsdesiderat hinsichtlich des deutschen Einflusses auf Tok Pisin und umreißt die methodische Herangehensweise.
2. Der Einfluss des Deutschen auf Tok Pisin: Dieses Kernkapitel untersucht die historischen Gründe für den begrenzten sprachlichen Einfluss sowie die vielfältigen Spuren im Lexikon, der Phonologie und der Orthographie von Tok Pisin.
3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass trotz der kurzen Dauer der deutschen Kolonialzeit und späterer Überlagerung durch das Englische, signifikante lexikalische und orthographische Spuren in der heutigen Sprache nachweisbar sind.
4. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendete Fachliteratur auf, die als Grundlage für die linguistische und historische Analyse der Arbeit dient.
Tok Pisin, Koloniallinguistik, Sprachkontakt, Pidginsprache, Deutsch, Südsee, Lehnwörter, Semantik, Phonologie, Orthographie, lingua franca, Kolonialgeschichte, Mühlhäusler, Sprachwandel, Melanesien.
Die Arbeit analysiert, wie sich die deutsche Sprache während der Kolonialzeit auf die Pidginsprache Tok Pisin ausgewirkt hat.
Besonders die Bereiche Lexik, Phonologie und Orthographie stehen im Fokus, ebenso wie der historische Kontext der deutschen Siedlung im Pazifik.
Es soll geklärt werden, warum sich Deutsch als Verkehrssprache nicht durchsetzen konnte, welche linguistischen Spuren es dennoch in Tok Pisin hinterlassen hat und wie diese bis heute erhalten sind.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der vorhandenen Forschungsliteratur, insbesondere der Werke von Peter Mühlhäusler und Valerie Heitfeld, um sprachliche Beispiele und historische Entwicklungen zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Problematik der Sprachdurchsetzung sowie die detaillierte Klassifizierung deutscher Lehnwörter nach semantischen und strukturellen Kriterien.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Tok Pisin, Sprachkontakt, Koloniallinguistik, Lehnwortbildung und Sprachstabilisierung.
Die Missionen spielten eine zentrale Rolle bei der Standardisierung und Verbreitung von Tok Pisin, indem sie Begriffe aus der deutschen Glaubenslehre einführten und als lingua franca nutzten.
Mit dem Ende der deutschen Herrschaft und dem wachsenden Einfluss des australischen Englisch wurden viele deutsche Entlehnungen durch englische Begriffe ersetzt.
Es beschreibt den Prozess, bei dem ein einzelnes Wort aus dem Tok Pisin einen breiteren semantischen Bereich abdeckt als sein deutsches oder englisches Ursprungswort.
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