Hausarbeit, 2010
14 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Begriffserklärung
1.1 Soziale Arbeit -Theorie und Praxis
1.2 Die Theorie zur „Sozialarbeit“ von Thomas von Aquin (1224-1274)
2. Soziale Arbeit im Mittelalter- Die Armenhilfe
3. Das Mittelalter
3.1 Mentalität und Lebensgefühl
3.2 Die Grundherrschaft
3.3 Gläubige
4. Schlusswort
Diese Arbeit untersucht die wissenschaftliche Fragestellung, ob bereits im Mittelalter Formen Sozialer Arbeit existierten, und zieht dabei Parallelen zur heutigen professionellen Armenhilfe und modernen Sozialarbeit.
1.2 Die Theorie zur „Sozialarbeit“ von Thomas von Aquin (1224-1274)
Zunächst ist es von Bedeutung, dass Thomas von Aquin in einem Orden in Armut lebte, um Gott zu dienen (vgl. Engelke 1998, S.31). Dies ist wichtig zu wissen, da man davon ausgehen kann, dass er mit vielen armen Menschen in seinem Alltag zu tun hatte. Seine Grundthese ist, dass der Mensch ein geselliges und auch soziales Wesen darstellt. Daher möchte der Mensch das Beste für die Gesellschaft (vgl. Callo 2005, S.36). Aquin benennt seine Theorie die Almosenlehre. Für ihn ist das Gebot der Nächstenliebe besonders wichtig. Daraus leitet sich ab, dass die Menschen mit mehr Besitzgütern, dazu verpflichtet sind, Gnade zu erteilen und Almosen zu vergeben (vgl. Engelke 1998, S.36). Es soll in einer Not geholfen werden und da dies mit Almosen geht, bezeichnet Aquin das Gebot der Nächstenliebe auch als das Gebot der Vergabe von Almosen. Wichtig ist nur, dass der Geber mehr Geld als nur zum Überleben übrig hat, um zu geben (vgl. Engelke 1998, S.37). Sobald der Geber Almosen spendet, werden ihm seine Sünden vergeben. Er befindet sich dann demnach wieder auf dem richtigen Weg des Gnadenstandes. Die Armut wird nicht als „ökonomisch-gesellschaftlich“ betrachtet, sondern als „religiös-ethisch“.
Thomas von Aquin beschäftigte sich zusätzlich noch mit der Barmherzigkeit. Nach Aquin wird diese in der Praxis in sieben Handlungen unterteilt: lehren und beraten, trösten, aber auch verbessern, beten, sowie ertragen und vergeben (vgl. Callo 2005, S.36). Die Barmherzigkeit ist dafür zuständig, dass der Mensch aus freien Stücken gibt, weil er Mitleid und Trauer dem Leidenden gegenüber verspürt (vgl. Engelke 1998, S.38). Die Barmherzigkeit verleitet den Menschen demnach zum sozialen Handeln (vgl. Callo 2005, S.36). Die Theorie wurde im Mittelalter tagtäglich umgesetzt (Praxis), da die Menschen ihre Sünden bereinigen wollten und der Glaube (Gebot der Nächstenliebe) sie dazu verleitete.
Einleitung: Die Verfasserin führt in die Fragestellung ein, ob Soziale Arbeit im Mittelalter existierte, und gibt einen Überblick über die methodische Vorgehensweise und die geplanten inhaltlichen Schwerpunkte.
1. Begriffserklärung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Sozialen Arbeit definiert sowie die Theorie der Almosenlehre nach Thomas von Aquin als historischer Bezugspunkt erläutert.
2. Soziale Arbeit im Mittelalter- Die Armenhilfe: Dieses Kapitel untersucht die historische Armenhilfe, deren Ursachen und die Rolle kirchlicher sowie privater Fürsorge im Vergleich zu modernen Hilfssystemen.
3. Das Mittelalter: Hier werden die mentalen, sozialen und religiösen Rahmenbedingungen des Mittelalters beleuchtet, die das damalige Hilfswesen maßgeblich prägten.
3.1 Mentalität und Lebensgefühl: Das Kapitel beschreibt den Einfluss der christlichen Religion und die harte Lebensrealität der Menschen, welche die Notwendigkeit von Glaube und gegenseitiger Unterstützung verstärkten.
3.2 Die Grundherrschaft: Hier wird die damalige Lehnshierarchie erläutert, in der Armut ein soziales Ausschlusskriterium darstellte und Bettelordnungen die Verteilung von Almosen reglementierten.
3.3 Gläubige: Das Kapitel fokussiert auf die Rolle von Klöstern, Mönchen und Nonnen bei der Armenfürsorge und die Umsetzung des Gebots der Nächstenliebe.
4. Schlusswort: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die heutige Soziale Arbeit zwar Wurzeln in der mittelalterlichen Armenhilfe hat, sich jedoch durch einen professionellen und nachhaltigen Ansatz von ihr unterscheidet.
Soziale Arbeit, Mittelalter, Armenhilfe, Armut, Thomas von Aquin, Almosenlehre, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Grundherrschaft, Bettelordnungen, Soziale Probleme, Geschichte der Sozialen Arbeit, Religion, Kirche, Resozialisation
Die Hausarbeit untersucht die historische Frage, ob es bereits im Mittelalter eine Form von Sozialer Arbeit gab, und setzt diese in Bezug zur heutigen professionellen Praxis.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung Sozialer Arbeit, die historische Armenfürsorge des Mittelalters, religiöse Motivationsfaktoren sowie die gesellschaftliche Ordnung der Epoche.
Ziel ist es zu belegen, dass die moderne Soziale Arbeit zwar in der mittelalterlichen Armenhilfe wurzelt, sich aber durch eine präventive und nachhaltige Zielsetzung von der damaligen, oft nur temporären Hilfe unterscheidet.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um Begriffe theoretisch zu klären und historische Strukturen mit aktuellen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der mittelalterlichen Armenhilfe, die Untersuchung der damaligen Mentalität und Grundherrschaft sowie die Rolle der Gläubigen in der Armenfürsorge.
Die zentralen Begriffe sind Soziale Arbeit, Mittelalter, Armenhilfe, Nächstenliebe, Thomas von Aquin und Sozialgeschichte.
Er dient als wichtiger theoretischer Ankerpunkt, um zu verdeutlichen, wie im Mittelalter religiöse Ethik und die Vergabe von Almosen miteinander verknüpft waren.
Die Autorin zieht gezielte Parallelen zur heutigen Zeit, insbesondere durch den Vergleich mittelalterlicher Armenhilfe mit modernen Institutionen wie den Tafeln und dem Deutschen Roten Kreuz.
Weil der heutige Begriff der professionellen Sozialarbeit eine langfristige und ressourcenorientierte Zielsetzung impliziert, die im Mittelalter in der Form nicht existierte.
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