Bachelorarbeit, 2012
64 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Hintergrund
2.1 Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik und feste Wechselkurse
2.2 Liberalisierung und Deregulierung der Wirtschaft/der Finanzmärkte
2.3 Krisen(-entwicklungen) eines „neuen“ Kapitalismus
3 Ökonomische Krisen des 21. Jahrhunderts
3.1 Entstehung, Verlauf und Eskalation
3.2 Steigerung zur Gesellschaftskrise
3.2.1 Die (Gesellschafts-) Krise in Griechenland
3.2.2 Die (Gesellschafts-) Krise in weiteren Staaten
4 Perspektiven
4.1 Die Theorie reflexiver Modernisierung
4.2 Krisen einer neuen Moderne
4.3 Lösungsansätze für eine neue Moderne, ihre Krisen und Ursachen
4.3.1 Erfahrungswissen zur Bewältigung der Krisennormalität
4.3.2 Politische und wirtschaftliche Ansätze
4.3.3 Erneuerung und Besinnung: Alternatives Denken, Handeln und neue Moral
5 Resümee und Schlusswort
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Krisen des 21. Jahrhunderts, insbesondere die Weltfinanz- und Schuldenkrisen, und untersucht deren gesellschaftliche Auswirkungen aus der Perspektive der Theorie reflexiver Modernisierung, um potenzielle Lösungswege aufzuzeigen.
3.1 Entstehung, Verlauf und Eskalation
Die enormen Ausmaße der Weltfinanzkrise nach dem Platzen der Immobilienspekulationsblase in den USA Anfang 2007 bzw. daran anschließende und aktuell fortdauernde Schuldenkrisen, von denen auch Europa in hohem Maße beeinträchtigt ist, resultieren in starker Weise – um nicht zu sagen konsequenterweise – aus dem Paradigmenwechsel der späten 1960er und 1970er Jahre. Als sich der Börsenhandel in den 1980er Jahren verstärkte, in der darauffolgenden Dekade weiter stark expandierte und diese Entwicklung schließlich nach dem Ende der New-Economy-Spekulation ein jähes Ende fand, wobei – wie betrachtet – eine große Menge an Geldern zum einen frei wurde (nachdem Investoren aus ihren Anlagen ausstiegen) und zum anderen, speziell in den USA, weitere finanzielle Mittel in Form von Zentralbankkrediten ausgegeben wurden und zudem auf dem dortigen Markt von Finanzdienstleistern verstärkt zinsgünstige Darlehen an Konsumenten weitergegeben wurden.
Ein Großteil dieser Kredite („subprime mortgages“) wurde als Hypothekendarlehen für finanziell schwächer gestellte Konsumenten zur Verfügung gestellt, die sich so in großer Zahl Immobilien finanzierten. Die Hypothekendarlehen und Konsumentenkredite wurden wiederum von den Anbietern verbrieft und über „mortgage backed securities“ (MBS) gehandelt und ausgelagert sowie umgewandelt in „collateralized debt obligations“ (CDO). Dank des. „fair-value-Prinzips“ erhöhten sich die Aktiva derartige Finanzinstrumente besitzender Unternehmen sowie ihr Eigenkapital (Leverage-Effekt) und die jeweiligen Aktienkurse zogen seit 2003 (wieder) an. Die Wertentwicklung der verbrieften Kredite und Hypothekendarlehen wiederum entwickelte sich seinerseits positiv und Spekulationen auf deren Wertentwicklung setzten ein.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentralen Fragestellungen der Arbeit dar, die den Zusammenhang zwischen der globalen kapitalistischen Wirtschaftsordnung und der Gefahr von Gesellschaftskrisen beleuchten.
2 Hintergrund: Das Kapitel erläutert den historischen Übergang von einer nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik nach Keynes hin zum neoliberalen Paradigma der Liberalisierung und Deregulierung.
3 Ökonomische Krisen des 21. Jahrhunderts: Hier werden Entstehung und Verlauf der Finanz- und Schuldenkrisen analysiert, mit Fokus auf die Eskalation zur Gesellschaftskrise am Beispiel Griechenlands und weiterer Staaten.
4 Perspektiven: In diesem Teil werden die Krisen mittels der Theorie reflexiver Modernisierung interpretiert und Lösungsstrategien wie das neorational-solidarische Handeln erörtert.
5 Resümee und Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in Denken und Handeln für eine nachhaltige Zukunft.
Ökonomische Krisen, Finanzkapitalismus, Gesellschaftskrise, Theorie reflexiver Modernisierung, Weltfinanzkrise, Deregulierung, neoliberales Paradigma, Bretton-Woods-System, globale Wirtschaftsfolgen, neorational-solidarisches Handeln, Risikogesellschaft, Spekulationsblasen, Staatsverschuldung, soziale Ungleichheit, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Krisen des 21. Jahrhunderts und deren Entwicklung zu umfassenden Gesellschaftskrisen, wobei der Fokus auf den Ursachen und den sozialen Folgen liegt.
Die zentralen Themen sind der Übergang vom Bretton-Woods-System zum neoliberalen Kapitalismus, die Mechanismen von Finanzkrisen und die Anwendung soziologischer Modernisierungstheorien.
Ziel ist es zu ergründen, ob aktuelle Weltfinanz- und Schuldenkrisen zu tiefen Gesellschaftskrisen führen und welche Perspektiven sowie Handlungsmodelle für eine neue Moderne existieren.
Der Autor nutzt eine theoretisch fundierte Analyse, basierend auf der „Theorie reflexiver Modernisierung“, um wirtschaftliche Zusammenhänge soziologisch einzuordnen.
Der Hauptteil behandelt die historische Entstehung der aktuellen Krisen durch Deregulierung, ihre Eskalation sowie konkrete Fallbeispiele, insbesondere Griechenland und die USA.
Kernbegriffe sind Finanzkapitalismus, reflexive Modernisierung, Entgrenzung, Gesellschaftskrise und nachhaltiges Handeln.
Der Autor hinterfragt, ob kurzfristige Privatisierungen langfristig erfolgreich sind, und verweist kritisch auf die Erfahrung Mexikos, wo diese Maßnahmen kaum dauerhafte Vorteile brachten.
Der Autor schlägt ein „neorational-solidarisches ökologisch-nachhaltiges Handeln“ vor, das über rein ökonomische Rationalität hinausgeht und Gemeinwohl sowie ökologische Aspekte integriert.
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