Masterarbeit, 2009
72 Seiten
1 Abstract
2 Introduction
3 Review of existing literature
3.1 The patenting process at the GPTO
3.2 Behavioral patterns inside the patenting process
3.2.1 Minimize examination lag / quick patent decision
3.2.2 Pending patent / delay patenting process
3.2.3 Defensive Publishing / early publication
3.2.4 Active withdrawal/no payment of annual fees
3.2.5 Summary of behavioral patterns
3.3 Motives of applicants
3.3.1 Block competitors, license to an already found licensee, patent troll, improve bargaining position in (cross-) license negotiations
3.3.2 Secure Freedom-To-Operate
3.3.3 Insecure competitors / conceal technolgy strategy
3.3.4 Gaining time to find licensees
3.3.5 Gaining time to evaluate a potential exclusion right
3.3.6 Improve public corporate image
3.3.7 Summary of motives
3.4 Connection of motives and behavioral patterns
3.4.1 Exclusion right <–> expedited patenting process
3.4.2 Securing FTO <–> DP / early publication
3.4.3 Gaining time to find licensees <–> pending patent
3.4.4 Gaining time to evaluate a potential exclusion right <–> pending patent
3.4.5 Conceal technology strategy <–> pending patent
3.4.6 Improve public corporate image <-> ?
3.5 Propositions
4 Methodology of empirical analysis
4.1 Stratified random sampling
4.2 Data collection
4.3 Data analysis
5 Procedure of empirical analysis
5.1 Dataset
5.2 Data collection (questionaire) and data logging
5.3 Data analysis – descriptive analysis
6 Results of empirical analysis
7 Conclusion
Diese Masterthesis untersucht das deutsche Patentsystem und beleuchtet moderne, strategische Motive, die Unternehmen dazu bewegen, Patente anzumelden, jenseits der traditionellen Erlangung von Exklusivrechten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen spezifischen Verhaltensmustern von Erfindern innerhalb des Anmeldeprozesses am Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) und den zugrunde liegenden strategischen Zielen, wie etwa der Verschleierung der Technologiestrategie oder der Sicherung von Handlungsfreiheit.
3.2.1 MINIMIZE EXAMINATION LAG / QUICK PATENT DECISION
This pattern describes a behavior of the applicant that deals with advancing the patenting process. As shown in chapter 3.1, the first step in the process is the application at the GPTO. Independent from the application the inventor needs to request for examination. For the purpose of reducing the duration of the patenting process the applicant minimizes the examination lag. To do so, he or she requests for examination as soon as possible, for instance at the application date. Hence, the examination lag is reduced to a minimum; it can even be reduced to zero. With such a behavioral pattern the applicant expedites the patenting process and thereby achieves a quick patent decision. In addition, the inventor is eager to pay all the fees in time. Furthermore, the application contains as much information as the applicant can provide and complies with all formal requirements in order to make the patent more likely to be granted.
This behavioral pattern is independent from potential subsequent filings. As a result, with the focus on Germany, the duration of the patenting process at the GPTO is not influenced by submitted subsequent filings.
1 Abstract: Eine kurze Übersicht über die Problemstellung und die zentralen Erkenntnisse der Arbeit, die über die traditionellen Gründe für Patentanmeldungen hinausgehen.
2 Introduction: Einführung in die ökonomische Literatur zum Patentsystem sowie Darstellung der strategischen Anmeldemotive wie "Blocking competitors" oder "Freedom-To-Operate".
3 Review of existing literature: Detaillierte Betrachtung des Patentanmeldeprozesses am DPMA, der Verhaltensmuster von Erfindern und der theoretischen Verknüpfung von Motiven mit diesen Mustern.
4 Methodology of empirical analysis: Darstellung der angewandten Forschungsmethoden, insbesondere der geschichteten Zufallsstichprobe ("stratified random sampling") und der Gestaltung von Fragebögen.
5 Procedure of empirical analysis: Beschreibung der konkreten Vorgehensweise bei der Datenerhebung, der technischen Umsetzung mittels Skripten und der Vorbereitung der Datensätze.
6 Results of empirical analysis: Präsentation der empirischen Daten sowie statistische Überprüfung und Auswertung der aufgestellten Forschungspropositionen.
7 Conclusion: Fazit der Arbeit und Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der strategischen Motive sowie Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.
Patentsystem, DPMA, strategisches Patentmanagement, Patentanmeldungen, Innovationsstrategie, Freedom-To-Operate, Defensive Publishing, Verhaltensmuster, Erfinder, Patenttroll, Technologiestrategie, empirische Analyse, Fragebogendesign, Patentanmeldung, Exklusivrecht.
Die Arbeit untersucht das deutsche Patentsystem und hinterfragt, warum Unternehmen trotz steigender Kosten und der Verfügbarkeit alternativer Schutzmechanismen kontinuierlich eine hohe Anzahl an Patenten anmelden.
Die Themenfelder umfassen die traditionellen versus moderne strategische Aufgaben des Patentsystems, die Verhaltensmuster von Erfindern im Patentprozess und die ökonomische Nutzung von Patentanmeldungen.
Das primäre Ziel ist es, empirische Evidenz dafür zu liefern, dass Anmelder durch bestimmte Verhaltensmuster (wie die Verzögerung von Prüfungsanträgen) strategische Vorteile erzielen, die über das reine Exklusivrecht hinausgehen.
Die Arbeit nutzt eine empirisch-quantitative Methode, basierend auf einer geschichteten Zufallsstichprobe ("stratified random sampling") und einer schriftlichen Befragung von 1160 Erfindern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturrecherche zur Patentprozesstheorie, die Methodik der empirischen Datenerhebung und die anschließende statistische Auswertung der aufgestellten Thesen.
Wichtige Begriffe sind Patentanmeldungen, strategisches Patentmanagement, Technologiestrategie, Freedom-To-Operate und empirische Analyse.
Der Pending-Status erlaubt es Anmeldern, wertvolle Zeit zu gewinnen, um die wirtschaftliche Rentabilität ihrer Erfindung zu evaluieren oder nach Lizenznehmern zu suchen, ohne sofort hohe Prüfungsgebühren zu verursachen.
FTO ist eines der Hauptmotive, um sicherzustellen, dass ein Unternehmen seine eigene Erfindung ohne das Risiko einer Blockade durch Wettbewerber nutzen kann; es schützt zudem vor Unterlassungsklagen.
Oft dienen diese Anmeldungen primär der Schaffung von "Prior Art" (Defensive Publishing) oder der Verbesserung des öffentlichen Unternehmensimages, sodass nach Erreichen dieses Ziels eine Fortführung des kostenintensiven Prüfverfahrens nicht mehr notwendig erscheint.
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