Bachelorarbeit, 2012
37 Seiten
I. Einführung
II. Pentecostal Churches in Westafrika
II.1 „Afrikanisches Christentum“ und neo-charismatische Bewegungen
II.2 Entstehung der neo-charismatischen Strömungen in Nigeria
II.3 Popularität
III. Medien
III.1. Entwicklung der Medienlandschaft Nigerias
IV. Das Seelenheil in der virtuellen Welt
IV.1 Christ Embassy, Nigeria
IV.2 Pastor Chris im Web 2.0
IV.2.1 Yookos
V. Der Einfluss des Internets auf das reale Gemeindeleben
V.1 Konventionelle Internetseiten
V.2 Soziale Netzwerke
VI. Konklusion
Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel der nigerianischen Denomination „Christ Embassy“, wie neo-charismatische Bewegungen das Internet und das Web 2.0 zur globalen Verbreitung ihrer religiösen Botschaft sowie zur Organisation ihrer Gemeinschaft nutzen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Zwecke die digitalen Medien verfolgen und wie sich die digitale Präsenz auf das reale Gemeindeleben und die lokalen Sozialstrukturen auswirkt.
IV.1 Christ Embassy, Nigeria
Die Christ Embassy, die auch unter dem Namen Believers Love World Incorporated bekannt ist, ist eine der größten, einflussreichsten und auch finanzkräftigsten neo-charismatischen Denominationen Nigerias.
Gründer und Gallionsfigur ist Christian Oyakhilome, von seinen Anhängern vertraulich „Pastor Chris“ genannt, der gemeinsam mit seiner Frau Anita ein global agierendes Netzwerk und Medienimperium geschaffen hat. Wo für andere Kirchen und Religionsgemeinschaften Nigerias bereits wissenschaftliche Betrachtungen veröffentlicht wurden, existiert für die Christ Embassy bisher nichts dergleichen. Der Name taucht jedoch immer wieder in den Medien auf. Die Organisation wurde vor allem in jüngster Zeit vermehrt das Opfer von Bombenattentaten, wie im Februar 2012, als in Suleja während eines Gottesdienstes ein Anschlag verübt wurde. Zudem tauchen auch immer wieder Berichte auf, die kritisch mit der Christ Embassy umgehen.
„…Giving your life a meaning“, Christian Oyakhilome erscheint wie die Personifikation des Leitspruchs der Organisation. Er ist Gründer dreier großer, christlicher Fernsehsender, LoveWorld TV mit Sitz in Großbritannien, LoveWorld SAT mit Sitz in Südafrika und LoveWorld Plus mit Sitz in Nigeria. Diese präsentieren sich als familienfreundliche Sender, d.h. sie bieten Programme für alle Alters- und Zielgruppen an. Im Gewand modernster Technik wird aktuelles Tagesgeschehen mit der christlichen Botschaft verknüpft, wobei die Verbindung zur Christ Embassy omnipräsent ist. Oyakhilome bezeichnet sich selbst als Televangelist und faith healer. Der Hauptsitz der Christ Embassy befindet sich in Lagos. Angaben über aktuelle Mitgliederzahlen sind nicht verfügbar, aber mit Großbritannien, den USA, Nigeria, Südafrika und Kanada werden fünf große Sitze der Organisation angegeben und allein im Hinblick auf die Nutzerzahlen von Yookos, einem der organisationseigenen sozialen Netzwerke, hat die neo-charismatische Denomination mehrere Millionen Anhänger und zieht „over 3.5 million in a single night's event“ an.
I. Einführung: Die Arbeit führt in die globale Nutzung des Internets durch pentekostale Bewegungen ein und stellt die Christ Embassy als Fallbeispiel für die religiöse Medienlandschaft Nigerias vor.
II. Pentecostal Churches in Westafrika: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung und die Merkmale neo-charismatischer Bewegungen in Nigeria sowie deren wachsende Popularität im sozialen Kontext.
III. Medien: Es wird die Entwicklung der Medienlandschaft Nigerias analysiert und die zunehmende Bedeutung von Massenmedien sowie dem Internet für die Verbreitung religiöser Inhalte dargestellt.
IV. Das Seelenheil in der virtuellen Welt: Hier werden die digitalen Strategien der Christ Embassy, insbesondere der Einsatz von Web 2.0-Technologien und dem eigenen Netzwerk „Yookos“, untersucht.
V. Der Einfluss des Internets auf das reale Gemeindeleben: Die Auswirkungen der Internetnutzung auf reale Sozialstrukturen und die zwischenmenschliche Kommunikation innerhalb der Glaubensgemeinschaft werden kritisch hinterfragt.
VI. Konklusion: Das Fazit fasst zusammen, dass das Internet als geschützter öffentlicher Raum für die Christ Embassy fungiert, ohne jedoch das lokale Gemeindeleben zu ersetzen.
Nigeria, Christ Embassy, Neo-charismatische Bewegung, Pfingstbewegung, Internet, Web 2.0, Yookos, Pastor Chris, Religion, Medien, Wohlstandsevangelium, Digitale Missionierung, Transnationalität, Soziale Netzwerke, Gemeindeentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie neo-charismatische religiöse Organisationen in Nigeria, speziell die „Christ Embassy“, digitale Medien wie das Internet und soziale Netzwerke nutzen, um ihre Glaubensbotschaft zu verbreiten und ihre Gemeinschaft global zu organisieren.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der nigerianischen Medienlandschaft, die Strategien zur „Digitalisierung“ von Religion, die Verbindung von populärer Kultur und Glauben sowie die soziologische Untersuchung der Auswirkungen virtueller Interaktionen auf reale soziale Strukturen.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie und zu welchem Zweck neue digitale Medien von der Christ Embassy eingesetzt werden und inwiefern diese die Kommunikation innerhalb der Gemeinde sowie die soziale Vernetzung verändern.
Neben einer fundierten theoretischen Literaturanalyse wurde im Rahmen der Arbeit eine empirische Umfrage unter Mitgliedern des sozialen Netzwerks „Yookos“ durchgeführt, um deren Nutzungsverhalten und die Auswirkungen auf ihr Gemeindeleben zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung der Bewegung, die Analyse der christlichen Mediennutzung (einschließlich Web 2.0) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Plattform „Yookos“ sowie deren Einfluss auf die reale Gemeinschaft.
Wichtige Begriffe sind Nigeria, Christ Embassy, Neo-charismatische Bewegung, Web 2.0, Yookos, Pastor Chris, Digitale Missionierung und soziale Netzwerke.
Die Organisation nutzt eine Kombination aus werbewirksamer Selbstpräsentation, moderner Technologie und einer starken Vernetzung über eigene Plattformen wie Yookos, die speziell auf ein afrikanisch orientiertes, globales Publikum zugeschnitten sind.
Die Umfrage ergab, dass die Plattform die Partizipation am Gemeindeleben fördert, den sozialen Austausch über weite Distanzen ermöglicht und den Mitgliedern hilft, ihre Religion strukturierter in den Alltag zu integrieren.
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