Bachelorarbeit, 2010
49 Seiten, Note: 2
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Austauschbare Produktqualität und Rückgang der Markendifferenzierung über Produktmerkmale
1.1. Anforderungen an das Marketing
1.2. Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Besonderheiten von Fast Moving Consumer Goods
2.1. Kaufverhalten bei FMCG
2.2. Involvement als Entscheidungsmerkmal
2.3. Tangibilität
2.4. Innovationsdruck
3. Erfolgsfaktoren für Leitbildwerbung
3.1. Das Leitbild als Co-Branding-Partner
3.2. Erfolgsfaktoren auf Konzeptebene
3.2.1. Markenfit
3.2.2. Komplementarität
3.2.3. Produktfit
3.2.4. Markenstärke
3.2.5. Zielgruppenfit
3.3. Erfolgsfaktoren auf Umsetzungsebene
3.3.1. Rollenverteilung
3.3.2. Gestaltungsparameter
3.3.3. Werbegefallen
4. Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer Literaturrecherche, wie Leitbildwerbung (Testimonial-Werbung) bei Fast Moving Consumer Goods (FMCG) gestaltet und als Teil einer Co-Branding-Strategie eingesetzt werden kann, um sich erfolgreich vom Wettbewerb abzuheben. Dabei werden die zentralen Erfolgsfaktoren sowohl auf der konzeptionellen als auch auf der operativen Umsetzungsebene identifiziert.
3.2.4. Markenstärke
Markenstärke wird als „markenbezogene Assoziationen und als Verhaltensweisen verschiedener Interessengruppen aufgefasst, die es einer Marke ermöglichen, im Wettbewerb eine vorteilhafte Position zu behaupten“. Bei der Markenstärke handelt es sich nicht um eine temporäre sondern um eine beständige Beziehung zwischen Marke und Individuum. Sie beeinflusst sowohl das derzeitige, als auch das zukünftige Verhalten gegenüber der Marke, sowie das Verhalten in einem Kaufentscheidungsprozess bei Fast Moving Consumer Goods.
Eine Marke mit einer hohen Markenstärke ergibt sich verhaltenswissenschaftlich betrachtet als einzigartigen, vorteilhaften und starken Markenassoziationen sowie einer hohen Markenbekanntheit. Die Markenbekanntheit ist zunächst die notwendige Voraussetzung zum Aufbau von Markenstärke. Sie ist jedoch keine hinreichende Grundlage für Markenstärke. Eine hohe Bekanntheit bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein klares Vorstellungsbild von einer Marke bei Konsumentinnen und Konsumenten existiert. Eine hohe Markenstärke liegt nur vor, wenn die mit einer bekannten Marke verbundenen Vorstellungen klar und positiv sind.
1. Austauschbare Produktqualität und Rückgang der Markendifferenzierung über Produktmerkmale: Dieses Kapitel beschreibt die Marktsituation, in der eine funktionale Differenzierung bei gesättigten Konsumgütermärkten kaum noch möglich ist und Marken daher auf emotionale Kommunikation setzen.
2. Besonderheiten von Fast Moving Consumer Goods: Hier werden die spezifischen Rahmenbedingungen für FMCG beleuchtet, insbesondere das habitualisierte Kaufverhalten und die Rolle des geringen Konsumenten-Involvements.
3. Erfolgsfaktoren für Leitbildwerbung: Der Hauptteil analysiert, wie Testimonials als Co-Branding-Partner fungieren und welche Faktoren (wie Markenfit oder Rollenverteilung) den Erfolg der Markenallianz bestimmen.
4. Reflexion: In diesem Kapitel werden die erarbeiteten theoretischen und praktischen Erfolgsfaktoren der Leitbildwerbung in einer zusammenfassenden Übersicht strukturiert reflektiert.
Leitbildwerbung, Testimonials, Co-Branding, Fast Moving Consumer Goods, FMCG, Markenfit, Produktfit, Markenstärke, Involvement, Markenallianz, Imagetransfer, Kaufverhalten, Marketingkommunikation, Werbewirkung, Markenführung
Die Arbeit behandelt die strategische Nutzung von Testimonials (Leitbildern) als Teil einer Co-Branding-Strategie, um Produkte im FMCG-Sektor in einem gesättigten Marktumfeld emotional aufzuladen.
Die Arbeit fokussiert auf die Schnittstelle zwischen Testimonial-Werbung und Co-Branding sowie die psychologischen Faktoren beim Kauf von Gütern des täglichen Bedarfs.
Das Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die eine erfolgreiche Kombination von Leitbildern und FMCG-Produkten auf konzeptioneller sowie operativer Ebene ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender markenpsychologischer Konzepte sowie relevanter Praxisbeispiele.
Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf Konzeptebene (Markenfit, Produktfit etc.) sowie die Umsetzungsebene, zu der Gestaltungsparameter, Rollenverteilung und Werbewirkung zählen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Co-Branding, Markenfit, FMCG, Leitbildwerbung, Involvement und Imagetransfer.
Da Konsumenten bei Produkten des täglichen Bedarfs oft nur ein geringes Interesse an der Informationsverarbeitung zeigen (Low-Involvement), sind emotionale Ansätze und klare Markenassoziationen entscheidend für den Kaufentscheidungsprozess.
Das Leitbild stellt eine „unsichere Variable“ dar; negative Entwicklungen oder Imageveränderungen des Testimonials können sich unmittelbar auf die beteiligte Marke und das Produkt übertragen und den Nutzen der Allianz zunichtemachen.
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