Bachelorarbeit, 2012
65 Seiten, Note: 2,0
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Definition und Begriffsbestimmung
3.1 Soziale Kompetenz und sozial kompetentes Verhalten
4. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen
4.1 Lernen am Modell von Albert Bandura
4.2 Gründe für sozialkompetentes Verhalten
4.3 Die Bedeutung des Selbst- und Fremdbildes
5. Die Entwicklung von Abweichungen im Sozialverhalten
5.1 Begriffsdefinitionen
5.2 Ursachen für abweichendes Verhalten bei Jugendlichen
6. erlebnispädagogische Trainings
6.1 Definition Erlebnispädagogik
6.2 Ziele
6.3 Wirkungsmodelle
6.4 Lernen durch Erlebnispädagogik
6.4.1 Die Waage der Erlebnispädagogik
6.4.2 Lernen zwischen Komfort und Panikzone
6.4.3 Grenzerfahrungen
6.4.4 Das Flow-Erlebnis
6.4.5 Das Johari Fenster
6.5 Auszüge verschiedener Trainingsformen
6.5.1 Coolness Training
6.5.2 Fit for life
7. Sozialkompetenzförderung in der Schule
7.1 Fördermöglichkeiten
7.2 Empirische Studien
8. Durchführung des Trainings an einer Essener Hauptschule
8.1 Die Schule
8.2 Ausgangssituation für die Sozialkompetenztrainings
8.3 Konzept des Trainings
8.4 Ablaufplan des Trainings
8.5 Wirksamkeit des Trainings aus Sicht der Schüler
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob soziale Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen durch erlebnispädagogische Trainings effektiv gefördert werden können, und beleuchtet dabei sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Anwendung im schulischen Kontext.
6.4.2 Lernen zwischen Komfort und Panikzone
Da schon beschrieben wurde, dass der Trainer auf eine Über- bzw. Unterforderung achten muss, wird in diesem Abschnitt erläutert, wie diese vermieden werden kann. Dafür ist es hilfreich zu wissen, dass wir Menschen uns in verschiedenen Zonen bewegen, in denen wir unterschiedlich viel Wissen aufnehmen können. Ebenfalls für die Zielerreichung der Trainings ist es wichtig zu wissen, in welchen Zonen der Trainer die Schüler erreichen kann, um eine Veränderung des Selbstbildes oder eine Erweiterung der sozialen Kompetenzen zu erreichen.
Folgende Zonen können unterschieden werden:
Komfortzone
In der Komfortzone befinden wir uns, wenn wir umgeben sind von uns bekannten Dingen und Situationen. Hier kann uns nichts erschrecken und wir verhalten uns selbstbewusst und sachgerecht. In dieser Zone lernt der Mensch wenig. „Ein voller Bauch studiert nicht gern!“ Hier sind wir nur mit Sicherheiten, Bequemlichkeiten und Entspannung konfrontiert (Michl 2009: 39).
Wachstumszone
Die Wachstumszone kann auch als Lernzone bezeichnet werden. Hier befinden wir uns in Situationen, die uns nicht vollständig bekannt sind. Durch Unterstützung und Begleitung kann neues Wissen aufgenommen und gespeichert werden. Motivation durch den Trainer und Aufgabenstellungen, die angemessen für die Gruppe sind, wirken ebenfalls förderlich. Zu dieser Zone gehören Abenteuer und Herausforderungen. Ziel der Erlebnispädagogik ist es, die Teilnehmer öfter von der Komfortzone in die Wachstumszone zu locken z.B. durch gestellte Abenteuer wie den Niedrigseilparcours. Je häufiger den Trainern der Durchbruch in die Wachstumszone bei den Teilnehmern gelingt, desto mehr wird die Komfortzone der Teilnehmer erweitert (Michl 2009: 40f.).
1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation und ihre praktischen Erfahrungen in der Erlebnispädagogik, die zur Wahl dieses Themas für die Bachelorarbeit führten.
2. Einleitung: Es wird die Relevanz der Sozialkompetenzförderung bei Jugendlichen aufgezeigt und die Gliederung der Arbeit dargelegt, die von theoretischen Definitionen bis zur praktischen Anwendung reicht.
3. Definition und Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert soziale Kompetenz und unterscheidet diese vom sozial kompetenten Verhalten im Kontext verschiedener Bezugspunkte.
4. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen: Es werden die Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung, das Modelllernen nach Bandura sowie die Bedeutung des Selbst- und Fremdbildes analysiert.
5. Die Entwicklung von Abweichungen im Sozialverhalten: Hier wird der Entstehungsprozess von Verhaltensstörungen bei Jugendlichen sowie die Rolle von Risiko- und Schutzfaktoren erörtert.
6. erlebnispädagogische Trainings: Dieses Kapitel erläutert Ziele, Wirkungsmodelle und Trainingsformen der Erlebnispädagogik, einschließlich des Johari-Fensters und des Flow-Erlebnisses.
7. Sozialkompetenzförderung in der Schule: Es werden Fördermöglichkeiten wie Verhaltensanalyse, Beratung und diverse Interventionen im schulischen Alltag sowie empirische Studien thematisiert.
8. Durchführung des Trainings an einer Essener Hauptschule: Die Autorin beschreibt das konkrete Trainingskonzept, den Ablauf und die gewonnenen Erkenntnisse aus einem zweijährigen Projekt an einer Essener Hauptschule.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Schulen für die Vermittlung sozialer Kompetenzen eine zentrale Rolle spielen und erlebnispädagogische Ansätze dabei sehr wirksam sind.
Sozialkompetenz, Erlebnispädagogik, Jugendliche, Hauptschule, Sozialverhalten, Modelllernen, Selbstbild, Fremdbild, Grenzerfahrung, Konfliktfähigkeit, Trainingskonzept, Gewaltprävention, Reflexion, Persönlichkeitsentwicklung, Schulalltag
Die Arbeit untersucht, ob und wie soziale Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen an einer Hauptschule durch erlebnispädagogische Trainings gezielt gefördert werden können.
Die Themen umfassen die Definition sozialer Kompetenzen, Theorien zur Verhaltensentwicklung, die Prinzipien der Erlebnispädagogik sowie praktische Interventionsmöglichkeiten im schulischen Umfeld.
Das Ziel ist es, die Wirksamkeit von erlebnispädagogischen Trainingsmethoden im Schulkontext zu prüfen und aufzuzeigen, wie sie zur positiven Persönlichkeitsentwicklung beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer eigenen Evaluation eines Sozialkompetenztrainings an einer Essener Hauptschule, inklusive Schülerreflexionen.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte der Sozialkompetenz, die Entstehung abweichenden Verhaltens sowie die erlebnispädagogischen Methoden (wie das Zonenmodell oder das Johari-Fenster) detailliert dargestellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialkompetenz, Erlebnispädagogik, Verhaltensstörungen, Persönlichkeitsentwicklung und das Ziel der Gewaltprävention in Schulen geprägt.
Es dient dazu, die Über- und Unterforderung der Schüler zu steuern, da ein effektiver Lerneffekt nur in der Wachstumszone erzielt werden kann, während in der Panikzone kein Lernen stattfindet.
Es hilft den Schülern, durch Feedback aus der Gruppe das eigene Selbstbild zu reflektieren, den "blinden Fleck" zu verkleinern und so die soziale Interaktion innerhalb der Klasse zu verbessern.
Die Autorin argumentiert, dass die Schule soziale Kompetenzen nur sekundär vermitteln kann und eine Einbindung des Elternhauses essenziell ist, um einen nachhaltigen Transfer in den Alltag der Jugendlichen zu sichern.
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