Fachbuch, 2012
295 Seiten
BILD I Einige Anmerkungen zur Problematik der Menschenrechte im Lichte des egoistischen Interesses des Menschen
Inhalt
Einleitung
Prolog
Die Menschenrechte und der konstitutive Egoismus
Freiheit der Meinungsäußerung vs. unaufgebbare Prämissen
Die kommunistische Auslegungssouveränität
Ein Exkurs über Menschenrechte im Islam
Antinomien der Rechtslehre; gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht
Schluss
BILD II Der Traum von einem besseren Menschenrecht ohne Staat: Gustav Landauer
Prolog
Einleitung
Die Revolution
Aufruf zum Sozialismus
Gustav Landauer, der Volksbeauftragte für Volksaufklärung
Das Judentum Gustav Landauers
Schluss
BILD III Wurde Jabotinskys Rechtsidee umgesetzt oder nicht? Einige Anmerkungen zum Historikerstreit in Israel
Einleitung
Zionismus und Jabotinskys Rechtsidee
Zionismus und Judenstaat
Das Flüchtlingsproblem
Der Postzionismus als eine Doktrin
Der neue Postzionismus
Ausblick
Schluss
BILD IV Die elementaren Rechte, das Politische und der Ausstellungswert am Beispiel von Ninotchka
Einleitung
Prolog
Filminhalt, historischer Hintergrund und zeitliche Einordnung der Handlung
Ernst Lubitsch
Produktion, Besetzung und Crew für Ninotchka (1939)
Marketing and Release
Drehbuchautoren
Kostüme
Fazit und Schluss
BILD V Nomisma, Wergeld, Menschenwürde, Prostitution und Lohnarbeit
Einleitung
Der Staat und die Erhebung von Steuern
Geld
Moral und Geld
Der Wert des Menschen
Schluss
BILD VI Absorption vs. Integration – Misrachim vs. Aschkenasim
Einleitung
Absorption
Wadi-Salib-Aufruhr, Arbeitslosenaufstand in Tel Aviv und die Black Panthers
Intergration
Assimilation vs. Multikulturalismus
Ethnisch-soziale Trennung und ihre Interdependenz mit der Politik
Aktuelle Entwicklung der ethnischen Situation
Schluss: Dreifacher Schmelztiegel und die Mosaik-Gesellschaft
Das Werk verfolgt das Ziel, die philosophische Begründung der Menschenrechte und deren staatliche Verwirklichung unter verschiedenen politischen Systemen – vom Totalitarismus bis zur sozialen Marktwirtschaft – kritisch zu hinterfragen, wobei der Fokus auf dem konstitutiven Egoismus des Menschen und dessen Integration in eine gerechte Ordnung liegt.
Die kommunistische Auslegungssouveränität
Der Nationalsozialismus verstand „die politisch-moralische Gemeinschaft so, dass sie eine Einheit oder Ganzheit (eine «Totalität») bildet, aus der bestimmte Menschen grundsätzlich ausgeschlossen sind. […] Die Nationalsozialisten haben zur Begründung dieses Ausschlusses den Begriff der «Rasse» verwendet […]. Eine vergleichbare“ Situation mit dem nationalsozialistischen Rassen-Genozid in Auschwitz und in anderen Konzentrationslagern „lag nach Zimmermann […] auch dem «Klassen-Genozid» Stalins [im sowjetischen Lagersystem „GULAG“] zugrunde […].“ (S. Menke, Pollmann.)
In diesem Zusammenhang möchte ich an dieser Stelle die Meinung von Theodor W. Adorno zitieren, der in Anlehnung an die Auslegung Klaus Manns, der „auf die Ähnlichkeit des Kafkaschen Reiches mit dem Dritten Reich bestanden“ hat, bei Kafka eine „Prophezeiung von Terror und Folter“ während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland sieht. Ich würde hier hinzufügen, dass die kafkasche „Verhaftung“ noch mehr an die Geheimdienstmethoden in den kommunistischen Staaten des Ostblocks erinnert – also eine doppelte Prophezeiung von Kafka? Der Unterschied zwischen dem Nationalsozialismus und dem kommunistischen Sozialismus lag darin, dass die Nationalsozialisten nämlich ein ganz unmoralisches positives Recht einführten und im Einklang mit diesem „gesetzlichen Unrecht“ ihre brutale Herrschaft durchführten. Dem gegenüber hatten die Kommunisten eine formell humane Gesetzgebung, deren Auslegung durch die Exekutive und die Administrative absolut undurchsichtig und willkürlich war; niemand wusste also, weswegen er verhaftet wurde bzw. ob oder wann und warum er eventuell verhaftet werden wird. Schon „Stalin’s 1936 constitution was completely in the French revolutionary tradition, both in its copious use of benevolent and liberal formulas and in the irrelevance of these formulas to actual […] practice.”
Einige Anmerkungen zur Problematik der Menschenrechte im Lichte des egoistischen Interesses des Menschen: Das Kapitel untersucht die moralische Begründung der Menschenrechte durch einen hobbesschen Egoismus und diskutiert deren Durchsetzbarkeit durch den Staat als Garanten des Friedens.
Der Traum von einem besseren Menschenrecht – ohne Staat: Gustav Landauer: Hier wird das anarchistische Gesellschaftsmodell Landauers analysiert, das auf einer permanenten Revolution und der sozialen Selbstorganisation beruht.
Wurde Jabotinskys Rechtsidee umgesetzt oder nicht? Einige Anmerkungen zum Historikerstreit in Israel: Dieser Abschnitt thematisiert die politische Rechtsideologie Jabotinskys und deren Einfluss auf den Zionismus sowie die Debatte innerhalb des israelischen Historikerstreits.
Die elementaren Rechte, das Politische und der Ausstellungswert am Beispiel von Ninotchka: Eine medienphilosophische Filmanalyse von "Ninotchka", die Totalitarismus und das Verhalten der Akteure vor dem Hintergrund der Machtstrukturen beleuchtet.
Nomisma, Wergeld, Menschenwürde, Prostitution und Lohnarbeit: Das Kapitel verknüpft ökonomische Prinzipien (Geld, Tausch) mit moralischen Fragestellungen zur Menschenwürde und Arbeit.
Absorption vs. Integration – Misrachim vs. Aschkenasim: Die Analyse der ethnischen Diversität und sozialen Spannungen innerhalb der israelischen Gesellschaft zwischen Einwanderern aus verschiedenen Regionen.
Menschenrechte, konstitutiver Egoismus, totalitäre Staatssysteme, Anarchismus, Zionismus, Postzionismus, Rechtsphilosophie, Gerechtigkeit, Rechtssicherheit, Geld, Prostitution, ethnische Integration, Israel, Globalisierung, Holocaust.
Das Buch untersucht die Wechselwirkung zwischen individuellen Interessen, staatlicher Ordnung und der Verwirklichung grundlegender Menschenrechte unter verschiedenen ideologischen Rahmenbedingungen.
Die Arbeit behandelt rechtsphilosophische Grundfragen, politische Theorie, die zionistische Staatsentwicklung, medienwissenschaftliche Filmanalysen sowie soziologische Aspekte der ethnischen Struktur Israels.
Ziel ist es, zu zeigen, wie egoistisches Interesse in einem gesellschaftlichen Vertrag zu einer minimalistischen, aber moralisch begründbaren Einhaltung von Menschenrechten führen kann, und dies an historischen und politischen Beispielen zu verifizieren.
Der Autor nutzt eine rechtsphilosophische und historische Analysemethode, kombiniert mit politischer Theorie und soziologischer Diskursanalyse, um komplexe Zusammenhänge zwischen Individuum, Staat und Recht darzustellen.
Im Zentrum steht die Analyse des menschlichen Egoismus im Kontext der Menschenrechte, ergänzt durch spezifische Exkurse zu Gustav Landauer, dem Zionismus, dem Film "Ninotchka" und der ethnischen Integration in Israel.
Begriffe wie konstitutiver Egoismus, Rechtsidee, Totalitarismus, Anarchismus, Postzionismus und die Differenzierung zwischen Aschkenasim und Misrachim sind essenziell für das Verständnis der Argumentation.
Der Autor greift Kants Konzept der "Annäherung" auf, um den Prozess der Durchsetzung von Menschenrechten als schrittweise Entwicklung innerhalb eines staatlich konstruierten Friedenszustands zu beschreiben.
Die Formel dient als zentraler Bezugspunkt, um die Grenze zwischen staatlicher Positivität (Gesetz) und übergesetzlicher Gerechtigkeit zu markieren, insbesondere im Kontext von Totalitarismus und Unrechtsstaaten.
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