Masterarbeit, 2012
99 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Ein Modell zur Untersuchung von Spiritualität
2.1. Versuch einer Begriffsdefinition
2.2. Das Riemann-Thomann Modell
2.3. Kontinuität und Wandel
2.4. Aktion und Kontemplation
2.5. Gemeinschaft und Individuum?
2.6. Das Spiritualitätsfeld
3. Spiritualität des Religionslehrers in Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz
3.1. Der Religionsunterricht in der Schule (1974)
3.2. Zum Berufsbild und Selbstverständnis des Religionslehrers (1983)
3.3. Zur Spiritualität des Religionslehrers (1987)
3.4. Die bildende Kraft des Religionsunterrichts (1996)
3.5. Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen (2005)
3.6. Kirchliche Anforderungen an die Religionslehrerbildung (2010)
3.7. Zusammenfassung – Entwicklungen und Akzentverschiebungen in den analysierten Texten der deutschen Bischofskonferenz
4. Empirische Befunde über die tatsächliche Spiritualität (werdender) Religionslehrer
4.1. ‚Religion‘ bei ReligionslehrerInnen (2000)
4.2. Studienmotive fürs Lehramt Religion (2011)
4.3. Zusammenfassung
5. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster
5.1. Zur Auswahl und Struktur der untersuchten Mentorate
5.2. Die Programme im Überblick
5.3. Obligatorische Angebote als Voraussetzung für die Erlangung der vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis
5.3.1. Allgemeines
5.3.2. Auftaktveranstaltungen, Orientierungs- und Abschlussgespräch
5.3.3. Einführung in die christliche Spiritualität und Besinnungstage/Exerzitien
5.3.4. Kirchenpraktisches Engagement
5.3.5. Zusammenfassung
5.4. Fakultative Angebote im Bereich des geistlichen Mentorats
5.5. Fakultative Angebote im Bereich des Studienmentorats
5.6. Sonstige Angebote
5.7. Analyse und Kritik
6. Fazit und Ausblick
7. Anhang: Analyse der Mentoratsprogramme aus Köln, Münster und München
7.1. Übersicht der Analyse
7.2. Factsheet
7.3. Das Programm des Mentorats Köln
7.4. Das Programm des Mentorats Münster
7.5. Das Programm des Mentorats München
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Förderung von Spiritualität in der Ausbildung von (werdenden) katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern. Ziel ist es, ein theoretisches Modell zur Analyse von Spiritualität zu entwickeln, die diesbezüglichen Erwartungen der Deutschen Bischofskonferenz kritisch zu hinterfragen, empirische Befunde zur Spiritualität Studierender auszuwerten und die Praxis der kirchlichen Mentoratsprogramme in Köln, Münster und München hinsichtlich ihrer spirituellen Angebote zu analysieren.
2.4. Aktion und Kontemplation
Die Parameter Aktion und Kontemplation sind die Begriffe, die ich auf der räumlichen Ebene anstelle von Nähe und Distanz in das zu entwickelnde Modell einsetze. Sowohl innerhalb der Dimension der Aktion als auch innerhalb der Dimension der Kontemplation spielen Nähe und Distanz eine Rolle: Es geht auf der einen Seite um Nähe und Distanz zu Gott und auf der anderen Seite um Nähe und Distanz zur Welt. Dabei ist es aber, wie sich zeigen wird, nicht zulässig, Kontemplation als Nähe zu Gott und gleichzeitig als Distanz zur Welt, beziehungsweise Aktion als Nähe zur Welt und gleichzeitig als Distanz zu Gott zu definieren.
Aktion und Kontemplation sind in der Theologie ein „klassisches Begriffspaar“. Sie als zwei Pole von Spiritualität zu erfassen, ist keine neue Idee. In ihrer aus der antiken (aristotelischen) Philosophie stammenden Bedeutung ist mit Aktion eine auf die Bedürfnisse und Nöte des diesseitigen Lebens beschränkte Tätigkeit, mit Kontemplation die beschauliche Betrachtung, d. h. die Beschäftigung mit der Wahrheit um ihrer selbst willen gemeint. Beide Begriffe verhalten sich dabei, wie Mieth aufzeigt, nicht absolut konträr zueinander, wie es zum Beispiel bei aktiv und passiv der Fall ist.
In der Theologie sind beide Begriffe immer wieder rezipiert worden. In der Rezeption der mönchischen Tradition haben sie als Lebensformen im Sinne einer vita contemplativa und einer vita activa einen exponierten Platz eingenommen.
Lange Zeit war dabei Aktion der Kontemplation untergeordnet (z. B. bei Origines, Augustinus und Thomas von Aquin). Diese hellenistisch beeinflusste Wertung ist heute so nicht mehr aufrecht zu halten.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz der Spiritualität für das berufliche Handeln von Religionslehrkräften und stellt die Forschungsfragen sowie das methodische Vorgehen vor.
2. Ein Modell zur Untersuchung von Spiritualität: Es wird ein theoretisches Raster entwickelt, das Spiritualität anhand der vier Pole Kontinuität, Wandel, Aktion und Kontemplation verortet und für die Analyse nutzbar macht.
3. Spiritualität des Religionslehrers in Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz: Die offiziellen Dokumente werden chronologisch analysiert, um die Entwicklung der Anforderungen an die Spiritualität von Religionslehrkräften durch die Bischöfe nachzuzeichnen.
4. Empirische Befunde über die tatsächliche Spiritualität (werdender) Religionslehrer: Bestehende Studien werden ausgewertet, um ein Bild der tatsächlichen religiösen Praxis und der spirituellen Voraussetzungen der Studierenden zu gewinnen.
5. Analyse von Mentoratsprogrammen in Köln, München und Münster: Die konkrete Ausgestaltung der spirituellen Begleitung in den drei untersuchten Mentoraten wird anhand einer Programmanalyse kritisch untersucht.
6. Fazit und Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung der spirituellen Ausbildung im Mentorat abgeleitet.
Spiritualität, Religionslehrerbildung, Religionsunterricht, Mentorat, Deutsche Bischofskonferenz, Kontinuität, Wandel, Aktion, Kontemplation, berufliche Identität, kirchliche Lehrerlaubnis, Missio canonica, Lehramtsstudium, religiöse Praxis, Glaubensvollzug.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Spiritualität in der Ausbildung von katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern und untersucht, wie diese in der ersten Ausbildungsphase durch kirchliche Mentorate gefördert wird.
Die zentralen Themen sind das Berufsbild des Religionslehrers, die spirituellen Anforderungen der Amtskirche, die tatsächliche Religiosität Studierender und die konkrete Ausgestaltung von Mentoratsprogrammen als Orte der Begleitung.
Das Ziel ist es, ein analytisches Modell für Spiritualität zu entwickeln und auf Basis einer Untersuchung kirchlicher Vorgaben sowie empirischer Daten zu prüfen, wie die spirituelle Entwicklung angehender Religionslehrkräfte in der Praxis gefördert werden kann.
Die Arbeit kombiniert eine theologische Begriffsanalyse, eine Dokumentenanalyse kirchlicher Texte, eine Auswertung quantitativer empirischer Studien sowie eine qualitative Programmanalyse von Mentoratsangeboten in drei deutschen Diözesen.
Im Hauptteil werden ein theoretisches Spiritualitätsmodell erarbeitet, Dokumente der Deutschen Bischofskonferenz analysiert, empirische Daten zur Religiosität angehender Lehrkräfte diskutiert und die Angebote der Mentorate in Köln, München und Münster evaluiert.
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Spiritualität, Religionslehrerbildung, Mentorat, kirchliche Lehrerlaubnis (Missio canonica), sowie die analytischen Kategorien Kontinuität, Wandel, Aktion und Kontemplation.
Das Modell dient als theoretische Grundlage, um ein eigenes Spiritualitätsfeld zu entwickeln, das Dimensionen wie Kontinuität und Wandel sowie Aktion und Kontemplation in ein graphisches Koordinatensystem überführt und so vergleichbar macht.
Diese kirchenrechtliche Unterscheidung ist zentral für das Verhältnis zwischen der spirituellen Begleitung im Mentorat (intern) und der formalen Beurteilung zur Erlangung der kirchlichen Unterrichtserlaubnis (extern), was Auswirkungen auf die Gestaltung der Mentoratsarbeit hat.
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