Diplomarbeit, 2012
45 Seiten, Note: 2,0
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
2.1 Bestandssituation und Gefährdungsursachen
2.2 Altersbestimmung
3 Material und Methoden
3.1 Methodischer Hintergrund
3.2 Proben von Wildkatzenfunden
3.3 Präparation der Köpfe
3.4 Berechnung des Schädelindex
3.5 Anfertigen der Zahnschnitte
3.6 Analyse der Annuli und Berechnung des Alters
3.7 Auswertung der Daten und statistische Methoden
4 Ergebnisse
4.1 Datengrundlage
4.2 Altersanalyse
4.3 Geschlechterverteilung
4.4 Jahresbetrachtung der Unfälle
4.5 Übersicht der Ergebnisse der ²‐Tests der Jahresverteilungen
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Methodik
5.1.1 Präparation der Köpfe
5.1.2 Anfertigen der Zahnschnitte
5.1.3 Auswertung der Annuli
5.2 Diskussion der erhaltenen Daten
5.2.1 Geschlechtsunterschiede
5.2.2 Altersunterschiede
5.3 Einfluss auf die Population
5.3.1 Altersstruktur
5.3.2 Folgen für den Bestand
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des Straßenverkehrs auf die Altersstruktur und Mortalität der europäischen Wildkatze in Rheinland-Pfalz, um das Verständnis für die Gefährdung der Art durch den Straßentod zu vertiefen. Im Zentrum steht die Analyse des Alters von überfahrenen Individuen mittels Zahnzementschliffen sowie die Verknüpfung dieser Daten mit Zeitpunkt und Geschlecht der Tiere.
3.5 Anfertigen der Zahnschnitte
Für das Anfertigen der Zahnschnitte gibt es in der Literatur verschiedene Verfahrensweisen, die jeweils Vor- und Nachteile bergen. Eine gute Übersicht bietet das Review von Fancy (Fancy, 1980), der die gängigsten Methoden gegenüberstellt. Für diese Diplomarbeit wurde für das Verfahren der Dünnschliffe ohne Färbemethoden entschieden, da die Annuli bei ersten Tests sehr gut erkennbar waren. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Einfachheit, da keine zeitaufwändige Dekalzifizierung und Färbung nötig ist.
Zum Anfertigen eines Dünnschnitts wird der Zahn mit der Krone nach unten in einen Schraubstock geklemmt und zunächst mit einem elektrischen Multiwerkzeug (Fa. Dremel, Mount Prospect, USA) in Längsrichtung auf beiden Seiten der Wurzelspitze so viel Zahnmaterial abgetragen, dass in der Mitte eine Scheibe von etwa 1mm Dicke und 5-8mm Höhe stehen bleibt. (s. Abbildung 3) Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, exakt die Mittelebene der Zahnwurzel zu erhalten, da nur hier in der Wurzelspitze die Annuli in voller Ausprägung und Anzahl zu sehen sind. Die nun erhaltene Scheibe, durch die Wurzelhöhle im Inneren U-förmig, wird vom Rest des Zahns abgetrennt und ist für die weitere Bearbeitung bereit. Der Zahn ist bis auf das Abtrennen der Wurzelspitze intakt geblieben und kann somit vom Museum wieder ohne optischen Nachteil in den Katzenschädel eingeklebt werden.
1 Zusammenfassung: Gibt einen Überblick über die Gefährdung der Wildkatze durch den Straßenverkehr und fasst die zentralen Ergebnisse der Alters- und Geschlechtsverteilung zusammen.
2 Einleitung: Beschreibt die aktuelle Bestandssituation der Wildkatze sowie die spezifischen Gefährdungsursachen und begründet die Notwendigkeit der Altersbestimmung.
3 Material und Methoden: Erläutert den methodischen Hintergrund, die Probenbeschaffung und die detaillierten Arbeitsschritte zur Präparation und Analyse der Zahnschnitte sowie die statistischen Auswertungsverfahren.
4 Ergebnisse: Präsentiert die erhobenen Daten zur Alters- und Geschlechtsverteilung sowie die jahreszeitlichen Unfallschwerpunkte und deren statistische Signifikanz.
5 Diskussion: Reflektiert kritisch die angewandten Methoden, interpretiert die Ergebnisse in Bezug auf Geschlechts- und Altersunterschiede und bewertet den Einfluss auf die Population.
Wildkatze, Felis silvestris silvestris, Straßenverkehr, Altersbestimmung, Annuli, Zahnzement, Mortalität, Altersstruktur, Geschlechterverteilung, Rheinland-Pfalz, Habitatfragmentierung, Ausbreitungsdruck, Prädation, Jugendmortalität, Populationsdynamik.
Die Arbeit analysiert die Altersstruktur von Wildkatzen, die im Straßenverkehr ums Leben kamen, um die Auswirkungen dieses Mortalitätsfaktors auf die Population zu verstehen.
Die Arbeit behandelt die Gefährdung durch Straßen, die Methode der Altersbestimmung anhand von Zahnringen und die Analyse des Unfallgeschehens unter Berücksichtigung von Geschlecht und Alter.
Das Ziel ist es, durch eine genaue Altersbestimmung der überfahrenen Tiere die Auswirkungen des Straßentods auf die Altersstruktur und das Überleben der Wildkatzenpopulation in Rheinland-Pfalz zu bewerten.
Es werden Longitudinalschnitte der oberen Canini (Eckzähne) angefertigt und die darin sichtbaren Wachstumsringe, sogenannte Annuli, unter dem Mikroskop analysiert.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Präparationsmethoden, die Darstellung der statistischen Ergebnisse zu Unfallhäufigkeiten und Geschlechterverhältnissen sowie eine fachliche Diskussion dieser Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wildkatze, Altersbestimmung, Straßenverkehrsopfer, Populationsbiologie und Habitatfragmentierung beschreiben.
Männchen werden deutlich häufiger überfahren als Weibchen, was unter anderem auf ihre größeren Streifgebiete und das Abwanderungsverhalten während der Paarungszeit zurückgeführt wird.
Die hohe Mortalität unter Jungtieren könnte die Reproduktionsrate der Population beeinflussen, weshalb deren Anteil an den Verkehrsverlusten im Fokus der Untersuchung steht.
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