Bachelorarbeit, 2011
58 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Inhaltliche Zusammenfassung
3 Hintergrundinformationen
3.1 Mara Salvatrucha
3.2 Migrationsflucht in die USA
4 Genre Roadmovie
5 Filmanalyse
5.1 Handlungs- und Erzählanalyse
5.1.1 Szenen und Sequenzen
5.1.2 Handlungsstränge und Handlungsphasen
5.1.3 Perspektiven und Darbietungen des Erzählens
5.1.4 Zeitgestaltung
5.2 Figurenanalyse
5.2.1 Figurenkonstellationen
5.2.2 Sayra
5.2.3 El Caspar und Willy
5.2.4 Benito und El Smiley
5.3 Inhaltliche Elemente des Roadmovies
5.3.1 Aufbruch und Schwellensituation
5.3.2 The Road
5.3.3 Vehikel
5.3.4 Stationen, Passagen
5.3.5 Transgressionen - Grenzüberschreitungen
5.3.6 Begegnung mit dem Fremden
5.3.7 Art der Reise
5.4 Analyse der Bauformen
5.4.1 Bildinhalt und Inhalt in Bildern
5.4.2 Kamera, Einstellungen und Montage
5.4.3 Der Ton
5.4.4 Raum, Licht und Farbe
6 Sin Nombre als Roadmovie
7 Schlusswort
Diese Arbeit analysiert den Film Sin Nombre von Gary Fukunaga aus dem Jahr 2009 unter besonderer Berücksichtigung der Merkmale des Roadmovie-Genres. Dabei liegt der Fokus darauf, wie die Handlung, die Figurenzeichnung und die filmischen Bauformen die Fluchtgeschichte der beiden Protagonisten Willy und Sayra im Kontext lateinamerikanischer Gang-Strukturen und Migrationsphänomene darstellen.
5.4.2 Kamera, Einstellungen und Montage
Roadmovies sind nicht selten langsam geschnitten, denn die Geschwindigkeiten der Fahrten bringen oft schon genug Tempo in die Bilder. Sieht man sich allerdings die Sequenz der Schwellensituation genauer an, so ist auffallend, dass 65 Einstellungen innerhalb von knapp vier Minuten doch eine stattliche Anzahl ist, vor allem, wenn zu bedenken ist, dass einige wenige der Einstellungen (zu Beginn oder am Ende) bis zu 15 Sekunden dauern. Im Durchschnitt dauert eine Einstellung nur 3,66 Sekunden. Durch den immer schneller werdenden Schnitt wird beim Zuseher/ bei der Zuseherin die Spannung gesteigert, bis sie am Höhepunkt angekommen ist. Dann fällt sie durch die lange und langsame Einstellung am Ende wieder ab und kennzeichnet somit das Ende der Handlung.
1 Einleitung: Vorstellung des zu analysierenden Filmes und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise sowie der Zielsetzung der Arbeit.
2 Inhaltliche Zusammenfassung: Kurze Zusammenfassung der Handlung des Films, die die Flucht der Charaktere Willy und Sayra skizziert.
3 Hintergrundinformationen: Darstellung der soziopolitischen Kontexte, insbesondere der Gang-Struktur Mara Salvatrucha und der Migrationsbewegungen durch Mexiko.
4 Genre Roadmovie: theoretische Einführung in die Merkmale des Roadmovies und dessen Bedeutung im US-amerikanischen sowie internationalen Filmkontext.
5 Filmanalyse: Umfassende Untersuchung der Handlungsstruktur, Figurenentwicklung, genretypischen Elemente und filmischen Bauformen.
6 Sin Nombre als Roadmovie: Zusammenführende Diskussion, inwieweit der Film die Kriterien des Roadmovie-Genres erfüllt.
7 Schlusswort: Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und die subjektive Natur der Filminterpretation.
Sin Nombre, Roadmovie, Mara Salvatrucha, Migration, Flucht, Filmanalyse, Erzählstruktur, Figurenanalyse, Gewalt, Identität, Kamera, Montage, Zentralamerika, Mexiko, filmische Bauformen
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer detaillierten Analyse des Films Sin Nombre aus dem Jahr 2009 und untersucht, inwieweit dieser dem Genre des Roadmovies zugeordnet werden kann.
Die zentralen Themen sind die Flucht aus Zentralamerika in die USA, die brutale Realität der Gang Mara Salvatrucha sowie die filmischen Mittel, die zur Darstellung dieser Prozesse eingesetzt werden.
Das Ziel ist es, den Film Sin Nombre auf Basis filmwissenschaftlicher Kategorien (wie Handlung, Erzählperspektive und Montage) zu untersuchen und seine Eignung als Roadmovie zu evaluieren.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Filmanalyse-Kategorien von Werner Faulstich und Alice Bienk, um den Film als Ganzes sowie in detaillierten Einstellungs- und Sequenzprotokollen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche und erzählerische Analyse, die Figurenanalyse, die Untersuchung roadmovie-spezifischer Elemente sowie eine detaillierte Analyse der filmischen Bauformen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Roadmovie, Migration, Mara Salvatrucha, Filmanalyse, Identitätsbildung und filmische Bauformen definiert.
Wasser wird als Symbol für den Übergang in neue Lebensphasen und als hart gezogene Grenze zwischen Ländern interpretiert, insbesondere im Kontext der Grenzüberschreitungen und des Todes der Figur Willy.
Der Titel spielt auf die gespaltene Identität der Hauptfigur Willy an, der sich zwischen seiner Rolle als Gangmitglied El Caspar und seinem menschlichen Kern Willy entscheiden muss.
Der Güterzug wird als essentielles, fremdgesteuertes und kollektives Vehikel analysiert, das einerseits Freiheit symbolisiert, andererseits jedoch auch große Gefahr, Armut und das Scheitern der Flucht verkörpert.
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