Bachelorarbeit, 2012
46 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1.Einleitung
1.1. Methodik
1.2. Literaturauswahl
2.Definitionen
2.1. Begrifflichkeit der Krise
2.2. Welche Merkmale zeichnen eine (politische) Krise aus?
3. Biografisches und rhetorisches Profil der Redner
3.1. John F. Kennedy als Präsident und Rhetor
3.2. George W. Bush als Präsident und Rhetor
4. Kontextuelle Einflüsse auf beide Reden
4.1. Kontext der „Cuban Missle Crisis“ und Rede
4.2. Kontext der „9/11 Crisis“ und Rede
5. Allgemeine Funktionen von Krisenreden
5.1. Motivationsfunktion
5.1.1. (Zivil-)religiöse Bezüge
5.1.2. Motivierende Elemente beider Reden
5.1.3. Moralische Rhetorik beider Reden
5.2. Informationsfunktion
5.2.1. Vergangenheits- und Gegenwartsbezug
5.3. Angriffsfunktion
5.3.1. Darstellung und Adressierung der Gegner
5.3.2. Weltanschauung
5.4. Führungsfunktion
5.4.1 Selbstdarstellung beider Präsidenten und des amerikanischen Volkes
6. Sprachlich-struktureller Vergleich beider Reden
6.1. Redestruktur und Aufbau
6.2. Rhetorische Mittel in beiden Reden
7. Fazit: Gemeinsame Merkmale von Krisenreden
8. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Krisenrhetorik von John F. Kennedy während der Kubakrise und George W. Bush nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Ziel ist es, anhand einer qualitativen und quantitativen Analyse Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Argumentationsweise, den Funktionen der Reden und dem Einsatz rhetorischer Mittel aufzuzeigen, um typische Merkmale politischer Krisenkommunikation zu definieren.
5.1. Motivationsfunktion
Eine Krisenrede muss einem hohen Anspruch gerecht werden: Das Volk, die Bürger und auch der Verbündete muss motiviert werden, um die Krise zu bekämpfen. Im Falle der beiden hier bearbeiteten Krisenreden lassen sich folgende verschiedene Kategorien bilden, welche diese Funktion erfüllen:
Zum einen „Allgemein-motivierende Elemente in beiden Reden“, (Zivil-)religiöse Bezüge und die klassische moralische Rhetorik beider Präsidenten, mit welcher die Handlungen und Entscheidungen der politischen Führung als notwendig und legitim dargestellt werden. Um die Bürger vom politischen Kurs der Regierung zu überzeugen, ist Motivation und auch die Darstellung der eigenen Position eine unerlässliche Eigenschaft beider Reden.
Nach Edward J. Lordan sprechen Präsidenten im Wesentlichen fünf verschiedene Gruppen an, um auf einen etwaigen Krieg vorzubereiten:
„The American public, the American military ( a subset of the American public), Congress, the enemy, and the international community. The president must consider the most obvious audience, the American public, from a number of perspectives [...].”
Damit genau diese Zuhörerschaften motiviert werden können, sind durchaus auch Elemente politischer Propaganda zu finden, die in den unten aufgeführten Analysekategorien jedoch nicht getrennt behandelt werden.
1.Einleitung: Einführung in die Relevanz der Krisenrhetorik amerikanischer Präsidenten und Vorstellung der methodischen Vorgehensweise sowie der Literaturauswahl.
2.Definitionen: Klärung des Krisenbegriffs im Allgemeinen und Definition der spezifischen Merkmale einer politischen Krise.
3. Biografisches und rhetorisches Profil der Redner: Umriss der rhetorischen Stile von John F. Kennedy und George W. Bush im Kontext ihrer Präsidentschaft.
4. Kontextuelle Einflüsse auf beide Reden: Darstellung der historischen Ausgangslagen der „Cuban Missle Crisis“ und der „9/11 Crisis“.
5. Allgemeine Funktionen von Krisenreden: Systematische Untersuchung der vier Funktionen: Motivationsfunktion, Informationsfunktion, Angriffsfunktion und Führungsfunktion.
6. Sprachlich-struktureller Vergleich beider Reden: Analyse der Redestruktur sowie der verwendeten rhetorischen Mittel und Stilfiguren im direkten Vergleich.
7. Fazit: Gemeinsame Merkmale von Krisenreden: Zusammenfassende Herleitung archetypischer Merkmale von Krisenreden basierend auf den erhobenen Daten.
8. Schlusswort: Resümee über die Bedeutung der rhetorischen Bewältigung von Krisen für das Image und die Befugnisse amerikanischer Präsidenten.
Krisenrhetorik, Krisenkommunikation, John F. Kennedy, George W. Bush, Kubakrise, 9/11, Zivilreligion, Politische Krise, Rhetorik, Krisenbewältigung, Motivationsfunktion, Angriffsfunktion, Führungsfunktion, Amerika, Präsidentenamt
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der Krisenrhetorik zweier US-Präsidenten, John F. Kennedy und George W. Bush, anhand ihrer Reden zur Kubakrise bzw. zu den Anschlägen vom 11. September 2001.
Die zentralen Felder sind die Definition und Funktion von Krisenreden, der Einfluss der amerikanischen Zivilreligion sowie die Analyse rhetorischer Strategien zur Legitimation politischer Handlungen in Krisenzeiten.
Das primäre Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse typische Merkmale amerikanischer Krisenrhetorik zu identifizieren und empirisch zu untermauern.
Die Arbeit nutzt einen komparativ-analytischen Ansatz, der qualitative Untersuchungen mit einer quantitativen Auswertung von Textmerkmalen (wie Pronomina und Zeitbezügen) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Krise, die Vorstellung der Redner, die Kontextualisierung der Krisen, die Analyse der vier definierten Funktionen (Motivation, Information, Angriff, Führung) sowie den sprachlich-strukturellen Vergleich.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Krisenrhetorik, Zivilreligion, Führungsfunktion, Motivationsfunktion und die Analyse der spezifischen Redesituationen von Kennedy und Bush.
Im Gegensatz zu Kennedys klassischer „Oval Office“-Ansprache hält Bush seine Rede vor dem versammelten Kongress, was den historischen und politischen Stellenwert seiner Botschaft unterstreicht und als Inszenierung eines nationalen Neuanfangs dient.
Kennedy nutzt diese Rolle, um sich als neutrale Instanz zu präsentieren, die die Handlungen der Sowjetunion anhand vorliegender Fakten verurteilt und damit der Weltöffentlichkeit ein diplomatisches, aber dennoch bestimmtes Vorgehen vermittelt.
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