Masterarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 1,0
0. Einführung
Relevanz der Thematik
Struktur der Arbeit
1. Kapitel: Ökonomische Modelle für den Klimaschutz
1.1 Die Pigou-Steuer
1.2 Das Coase-Theorem
1.3 Das DICE-Modell von William D. Nordhaus
1.4 Verteilungsgerechtigkeit – der Konflikt zwischen Industrie- und Entwicklungsländern
2. Kapitel: Die Umweltsteuer im Wettbewerb der Instrumente
2.1 Umweltsteuern im Praxistest
2.2 Stärken und Schwächen einer CO2-Steuer
3. Kapitel: Moderne Emissionshandelssysteme
3.1 Der UN-Klimagipfel & seine wichtigste Errungenschaft, das Kyoto-Protokoll
3.2 Der Zertifikatehandel in der Europäischen Union
3.3 Stärken und Schwächen des modernen Emissionshandels
4. Kapitel: Der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung
4.1 Die Teilnahmebedingungen
4.2 Zusätzlichkeit – der kritischste Faktor des CDM
4.3 Wohlfahrtseffekte des CDM
4.4 CDM in der Praxis
4.5 Stärken und Schwächen des CDM
5. Kapitel: Zertifikate versus Steuern, eine kritische Gegenüberstellung
6. Resümee
Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, ob der Handel mit Emissionszertifikaten die effektivste Methode zur Bekämpfung des Klimawandels darstellt. Dabei wird analysiert, inwieweit ökonomische Instrumente – insbesondere der Emissionshandel im Vergleich zu Umweltsteuern – geeignet sind, negative externe Effekte der Umweltverschmutzung zu internalisieren und eine globale Klimaschutzstrategie zu unterstützen.
1.4 Verteilungsgerechtigkeit – der Konflikt zwischen Industrie- und Entwicklungsländern
Wie bereits in der Einführung angedeutet, bietet der Klimawandel großes Konfliktpotenzial zwischen den Industrienationen auf der einen, und den Entwicklungs- und Schwellenländern auf der anderen Seite. Viele der ärmeren Länder sehen sich benachteiligt, weil sie von den Folgen des hauptsächlich von den Industrieländern verursachten Klimawandels besonders betroffen sind (z.B. durch Überschwemmungen und Dürren) und die Industrienationen, ihrer Ansicht nach, keine ausreichende Unterstützung leisten. Ein weiterer Vorwurf lautet, dass ihnen eine Reduzierung der Emissionen einen Wettbewerbsnachteil bringen würde, da ein starkes Wirtschaftswachstum i.d.R. mit einem höheren Emissionsausstoß einhergeht. Diese Einschätzung der Entwicklungsländer wird von vielen Experten geteilt.
Developing countries will understandably resist any emission ceiling that they believe will limit their economic development, i.e. their rate of economic growth. (Cooper 2008, S.3)
Nach einer Schätzung der in Genf ansässigen Denkfabrik Global Humanitarian Forum werden bis zu neunzig Prozent der ökonomischen Lasten des Klimawandels die fünfzig ärmsten Länder treffen, obwohl diese nur für weniger als ein Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Nach einer Prognose der Vereinten Nationen (UN) würden ausreichende Gegenmaßnahmen die Industrienationen viel Geld kosten; sie prognostizieren den Bedarf der armen Staaten an Unterstützung für den Klimaschutz auf etwa 100 Milliarden Dollar jährlich (vgl. SZ, 26.10.2009).
0. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Relevanz des Klimaschutzes und skizziert die wissenschaftliche Notwendigkeit zur Reduktion von Treibhausgasen durch ökonomische Anreizsysteme.
1. Kapitel: Ökonomische Modelle für den Klimaschutz: Dieses Kapitel erläutert fundamentale umweltökonomische Ansätze wie die Pigou-Steuer, das Coase-Theorem und das DICE-Modell zur Berechnung von Klimaschäden.
2. Kapitel: Die Umweltsteuer im Wettbewerb der Instrumente: Der Fokus liegt hier auf dem Einsatz von CO2-Steuern, ihren Vor- und Nachteilen in der Praxis sowie der Diskussion um eine internationale Harmonisierung.
3. Kapitel: Moderne Emissionshandelssysteme: Das Kapitel behandelt die Funktionsweise des Zertifikatehandels, das Kyoto-Protokoll als zentrales Abkommen und das europäische Emissionshandelssystem (EU ETS).
4. Kapitel: Der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung: Hier wird der CDM als flexibler Mechanismus des Kyoto-Protokolls zur Einbindung von Entwicklungsländern ausführlich analysiert und kritisch hinterfragt.
5. Kapitel: Zertifikate versus Steuern, eine kritische Gegenüberstellung: Eine abschließende evaluative Gegenüberstellung der beiden untersuchten Instrumente hinsichtlich ihrer Effizienz, Umsetzbarkeit und ökologischen Treffsicherheit.
6. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass beide Instrumente Vor- und Nachteile haben und ergänzend eingesetzt werden können.
Ausblick: Der Ausblick diskutiert die Bedeutung internationaler Verhandlungen und zukünftige Lösungsansätze wie die CO2-Karte.
Klimawandel, Emissionszertifikate, Umweltsteuer, Kyoto-Protokoll, CDM, Treibhausgase, CO2, Internalisierung, Nachhaltigkeit, Zertifikatehandel, Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Industrienationen, Entwicklungsländer, Emissionsreduktion.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Lösungsansätze zur Bekämpfung des Klimawandels, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen dem Handel mit Emissionszertifikaten und der Erhebung von Umweltsteuern liegt.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Umweltökonomie, die Funktionsweise internationaler Emissionshandelssysteme wie das Kyoto-Protokoll sowie der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM).
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob der Zertifikatehandel tatsächlich das beste Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels darstellt oder ob steuerliche Lösungsansätze eine effizientere Alternative bieten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender ökonomischer Modelle sowie praktischer Beispiele aus der internationalen Klimapolitik.
Der Hauptteil behandelt die ökonomischen Grundlagen, die Umweltsteuer, moderne Emissionshandelssysteme, den CDM-Mechanismus sowie eine kritische Gegenüberstellung der Instrumente.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Emissionshandel, CO2-Zertifikate, Umweltökonomie, Kyoto-Protokoll, Klimaschutz und Lastenverteilung.
Der Autor stuft den CDM als wichtigen Schritt zur Einbindung von Entwicklungsländern ein, kritisiert jedoch die eklatanten Schwächen bei der Überprüfung der „Zusätzlichkeit“ und das Missbrauchspotenzial.
Die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten widerspricht dem Verursacherprinzip und führt zu Wettbewerbsverzerrungen, da Unternehmen Zertifikate erhalten, ohne einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten zu müssen.
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