Bachelorarbeit, 2012
132 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Geschichte des Gesundheitssystems in Deutschland
2.1.1 Entstehung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
2.1.2 Entstehung der privaten Krankenversicherung (PKV)
2.2 Funktionsweise der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung
2.2.1 Gesetzliche Krankenversicherung
2.2.1.1 Zustandekommen des Vertrags
2.2.1.2 Solidarprinzip
2.2.1.3 Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil
2.2.1.4 Umlageverfahren
2.2.1.5 Zuzahlungen und Selbstbeteiligung
2.2.1.6 Beitragsrückerstattung
2.2.1.7 Sachleistungsprinzip
2.2.1.8 Familienversicherung
2.2.1.9 Leistungen
2.2.2 Private Krankenversicherung
2.2.2.1 Zustandekommen des Vertrags
2.2.2.2 Äquivalenzprinzip
2.2.2.3 Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil
2.2.2.4 Anwartschaftsdeckungsverfahren
2.2.2.5 Selbstbeteiligung
2.2.2.6 Beitragsrückerstattung
2.2.2.7 Kostenerstattungsprinzip
2.2.2.8 Familienversicherung
2.2.2.9 Leistungen
2.2.2.10 Basistarif
2.3 Versicherungsfreiheit und Versicherungspflicht des Arbeitnehmers
2.4 Wechsel von der GKV in die PKV
2.5 Wechsel von der PKV in die GKV
2.6 Krankenversicherungsträger
2.6.1 Gesetzliche Krankenversicherung
2.6.2 Private Krankenversicherung
2.7 Zusammenfassung
3. Qualitative Bewertung der Krankenversicherungssysteme
3.1 SWOT-Analyse
3.1.1 Gesetzliche Krankenversicherung
3.1.1.1 Stärken
3.1.1.2 Schwächen
3.1.1.3 Chancen
3.1.1.4 Risiken
3.1.2 Private Krankenversicherung
3.1.2.1 Stärken
3.1.2.2 Schwächen
3.1.2.3 Chancen
3.1.2.4 Risiken
3.2 Nutzwertanalyse
3.2.1 Vorgehensweise
3.2.2 Durchführung
3.2.3 Auswertung der Nutzwertanalyse
4. Ökonomische Bewertung der Krankenversicherungssysteme anhand von Fallbeispielen
4.1 Vorgehensweise
4.2 Fallbeispiel I
4.2.1 Vergleich GKV und Basistarif
4.2.2 Auswertung
4.2.3 Vergleich erweiterter PKV Tarif und GKV
4.2.4 Auswertung
4.3 Fallbeispiel II
4.3.1 Vergleich Basistarif und GKV
4.3.2 Auswertung
4.3.3 Vergleich erweiterter PKV Tarif und GKV
4.3.4 Auswertung
4.4 Fallbeispiel III
4.4.1 Vergleich Basistarif und GKV
4.4.2 Auswertung
4.4.3 Vergleich erweiterter PKV Tarif und GKV
4.4.4 Auswertung
4.5 Fazit der ökonomischen Bewertung der Krankenversicherungssysteme anhand von Fallbeispielen
5. Fazit und Ausblick
5.1 Zusammenfassung der Kapitel
5.2 Schlussfolgerung
5.3 offene Ansätze
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen ökonomischen Vergleich zwischen der gesetzlichen (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) anzustellen, um freiwillig versicherten Arbeitnehmern eine Entscheidungshilfe bei der Systemwahl zu bieten.
2.2.2.4 Anwartschaftsdeckungsverfahren
Die Inanspruchnahme der Leistungen erhöht sich mit steigendem Alter. Die Aufwendungen für Arzneimittel sind bei einem 80 jährigen Mann etwa acht Mal so hoch wie bei einem 40 jährigen Mann. Die Krankenhausleistungen steigen zwischen dem 30. und dem 80. Lebensjahr auf das Zehn- bis Zwölffache an. Darüber hinaus muss jeder Versicherte die Krankheitskosten für seinen Vertrag selbst finanzieren. Rechnerisch darf keine Quersubventionierung erfolgen. Entsprechend würden sich die Versicherungsbeiträge vervielfachen. Entgegenwirkend findet das Anwartschaftsdeckungsverfahren Anwendung, da die PKV auf dem Grundgedanken eines lebenslang konstanten Beitrags beruht.
Neben dem Risikobeitrag wird zusätzlich ein Vorsorgebeitrag, die sog. Altersrückstellungen, gebildet. Diese werden gebildet, um einen gleichbleibenden Beitrag über die gesamte Vertragslaufzeit zu ermöglichen. Durch den Vorsorgebeitrag werden zu Beginn der Vertragslaufzeit Altersrückstellungen gebildet. Diese werden mit steigendem Alter aufgelöst, um die höheren Aufwendungen zu decken. De facto ist der Beitrag im Verhältnis zur Inanspruchnahme in jungen Jahren höher als im gestiegenen Alter.
1. Einleitung: Darlegung der Problemstellung, Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung der Geschichte, Funktionsprinzipien, Leistungen und Finanzierungsmechanismen von GKV und PKV.
3. Qualitative Bewertung der Krankenversicherungssysteme: Bewertung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken durch SWOT-Analyse und Nutzwertanalyse.
4. Ökonomische Bewertung der Krankenversicherungssysteme anhand von Fallbeispielen: Modellhafte Berechnung von Beitragsentwicklungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenssituationen.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für eine eigenständige Auswahl zwischen den Systemen.
Gesetzliche Krankenversicherung, Private Krankenversicherung, Nutzwertanalyse, SWOT-Analyse, Beitragskalkulation, Anwartschaftsdeckungsverfahren, Solidarprinzip, Äquivalenzprinzip, Jahresarbeitsentgeltgrenze, Fallbeispiele, Gesundheitswesen, Versicherungsfreiheit, Vorsorgebeitrag, Selbstbeteiligung
Die Arbeit führt eine ökonomische Analyse der GKV und PKV durch, um freiwillig versicherten Arbeitnehmern bei der komplexen Entscheidung zwischen beiden Systemen zu unterstützen.
Die Arbeit behandelt die historischen Hintergründe, die grundlegenden Funktionsweisen (wie das Solidar- vs. Äquivalenzprinzip), versicherungsrechtliche Rahmenbedingungen sowie eine qualitative und quantitative Bewertung beider Systeme.
Das Ziel ist es, durch eine strukturierte Nutzwertanalyse und modellhafte Fallbeispiele Transparenz über die Vor- und Nachteile der Versicherungssysteme zu schaffen.
Neben der theoretischen Herleitung nutzt die Arbeit eine SWOT-Analyse zur qualitativen Bewertung und eine modellhafte Fallstudienanalyse mit Investitionsplänen zur quantitativen Berechnung der Beitragsentwicklungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die qualitative Bewertung der Systeme und die ökonomische Modellierung anhand von drei verschiedenen Fallbeispielen.
Wichtige Fachbegriffe sind u.a. das Anwartschaftsdeckungsverfahren, die Altersrückstellungen, die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) sowie das Solidar- und Äquivalenzprinzip.
Die Arbeit erläutert, dass Altersrückstellungen essenziell sind, um trotz steigender Gesundheitskosten im Alter langfristig konstante Beiträge zu ermöglichen.
Die Fallbeispiele zeigen, dass keine pauschale Empfehlung möglich ist; das Ergebnis hängt stark von Faktoren wie dem Eintrittsalter, der Tarifwahl und der Anlagestrategie des eingesparten Beitrags ab.
Der Investitionsplan dient dazu, zu prüfen, ob die durch den Wechsel in eine günstigere PKV eingesparten Beiträge bei verzinslicher Anlage ausreichen, um spätere Beitragssteigerungen zu kompensieren.
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