Bachelorarbeit, 2012
60 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
2.1. Migration
2.1.1. Typologie Raumlichkeit
2.1.2. Typologie der Dauer
2.1.3. Typologie der Freiwilligkeit
2.1.4. Typologie des Umfangs
2.2. Remittances = Geldüberweisungen
3. Zur Theorie
3.1. Der Ansatz von H.-J. Hoffmann.Nowotny
3.2. „Brain-Drain“ und „Brain-Gain“
4. Rücküberweisungen von MigrantInnen
4.1. Quellen und Daten
4.2. Trends in den Entwicklungsländern
4.3. Wechselbeziehungen
4.4. Einflüsse auf Geldüberweisungen
4.4.1. Altruismus als Handlungsmotiv
4.4.2. Eigeninteresse als Handlungsmotiv
4.4.3. Abkommen innerhalb der Familien
4.4.4. Geldüberweisungen als Zukunftsvorsorge
5. Praxis der Remittances
5.1. Die häufigsten Transferkanäle
5.2. Weitere Arten von Transferkanälen
5.3. Western Union und Moneygram
5.4. Nutzen der Geldtransfers für die Aufnahmegesellschaft?
6. Auswirkungen und nachhaltige Entwicklung
6.1. Wirtschaftliche Aspekte
6.1.1. Einkommensverteilung
6.1.2. Wirtschaftswachstum
6.1.3. Stabilisierung der Zahlungsbilanzen
6.1.4 Wirtschaftlicher Impact auf die Aufnahmegesellschaft
6.1.5. (effektiverer) Ersatz für staatliche Entwicklungshilfe?
6.2. Transnationale und transkulturelle Aspekte
6.3. Ausblick
7. Die Diaspora
7.1. Rolle und Funktion der Diaspora
7.2. Der Diaspora-Verein „Hilfsverein Baileke (HIBA)“
7.2.1. Gründung und Ziele
7.2.2. Das Schulprojekt in Bai Bikom
7.2.2.1. Projektvorhaben
7.2.2.2. Zielsetzung des Hilfsvereins „Baileke“
7.2.2.3. Interkultureller Austausch
7.2.2.4. Praktikum in Bai Bikom
7.2.2.5. Projektplanung
8. Schlussfolgerungen/Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit migrantische Rücküberweisungen (Remittances) einen positiven Beitrag zur sozio-ökonomischen Entwicklung sowohl in den Herkunfts- als auch in den Aufnahmegesellschaften leisten können, unter besonderer Berücksichtigung des Hilfsvereins Baileke (HIBA).
3.2. „Brain-Drain“ und „Brain-Gain“
Bei Brain-Drain geht es um den Verlust von menschlichem Kapital und Wissen innerhalb einer Gesellschaft bedingt durch Ab- oder Auswanderung. Brain-Gain hingegen meint den Gewinn von Wissen und geistigem Potential in einer Gesellschaft durch Einwanderung oder durch zirkuläre (hin- und herwandern) Migration.
Schon Galinski (1986: 9ff), wies darauf hin, dass „Brain-Drain“ eine Abwanderung von Wissenschaftern oder Intellektuellen in Form von Intelligenz-, internationalem Human-Kapitalflussverlust sowie Verlust von Technologietransfer darstellt. Insbesondere wenn begabte oder hochqualifizierte Personen oder -gruppen ein Land verlassen, kann es in diesem Land zu Engpässen in diesen Bereichen kommen. Der Vorteil für das Auswanderungsland im Zuge eines solchen Brain-Drain kann aber darin gesehen werden, dass ihre gut ausgebildeten und hochqualifizierten Auswanderer im Aufnahmeland das Vielfache dessen verdienen können, als ihnen im Herkunftsland möglich sein wird. Dieses im Ausland verdiente Geld kommt dann wiederum in Form von Rücküberweisungen den zurückgebliebenen Familien und somit der Herkunftsgesellschaft zugute. Durch Remittances kann das Haushaltseinkommen und somit der Lebensstandard der Herkunftsfamilien aufgebessert, aber auch das Haushaltsbudget eines Staates verbessert werden.
Nach Bhagwati (1976: 10f) ist Brain-Drain die Erscheinung, dass weniger entwickelte Länder hoch ausgebildete Arbeitskräfte verlieren, da sie in höher entwickelte Länder wechseln, in denen ihre Qualifikationen fehlen und sie demnach viel Geld verdienen können. Gerade die ohnehin schon höher entwickelten Länder profitieren dabei wiederum von diesem Wissens-Transfer, vor allem auch deshalb, weil sie kein Geld in die Ausbildung der MigrantInnen zu investieren hatten. Gerade aber die wenig entwickelten Länder würden aber ganz dringend solches menschliches Kapital benötigen, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme ihrerseits in den Griff zu bekommen. Gerade diese Personen sind es aber, die das Land zuerst verlassen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das globale Phänomen der Migration ein und skizziert die Relevanz von Remittances als bedeutende Kapitalströme für Entwicklungsländer.
2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Termini wie Migration und Remittances, um eine wissenschaftliche Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Zur Theorie: Es werden soziologische Migrationstheorien beleuchtet, insbesondere der Ansatz von Hoffmann-Nowotny und die Konzepte von Brain-Drain sowie Brain-Gain.
4. Rücküberweisungen von MigrantInnen: Dieses Kapitel analysiert Datenquellen, globale Trends und die vielfältigen Handlungsmotive (Altruismus, Eigeninteresse, Zukunftsvorsorge) hinter Geldüberweisungen.
5. Praxis der Remittances: Hier werden die verschiedenen formellen und informellen Transferkanäle dargestellt sowie deren wirtschaftliche Bedeutung bewertet.
6. Auswirkungen und nachhaltige Entwicklung: Das Kapitel untersucht die ökonomischen und sozialen Implikationen von Remittances, wie die Stabilisierung von Zahlungsbilanzen und deren Funktion als Ersatz für Entwicklungshilfe.
7. Die Diaspora: Dieser Teil widmet sich der Rolle der Diaspora und präsentiert den Hilfsverein Baileke (HIBA) als praktisches Fallbeispiel für gezielte Entwicklungszusammenarbeit.
8. Schlussfolgerungen/Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine engere Kooperation zwischen staatlichen Institutionen und Diaspora-Organisationen zur effizienteren Ressourcennutzung.
Migration, Remittances, Brain-Drain, Brain-Gain, Geldüberweisungen, Entwicklungsländer, Diaspora, Entwicklungszusammenarbeit, Hilfsverein Baileke, Wirtschaftswachstum, soziale Sicherheit, Rücküberweisungen, Wissenszirkulation, Transnationalismus, Bildungsinvestitionen.
Die Arbeit analysiert das Phänomen migrantischer Geldrücküberweisungen und deren potenzielle Rolle bei der Maximierung positiver wirtschaftlicher und kultureller Einflüsse in den Herkunfts- und Aufnahmegesellschaften.
Die Schwerpunkte liegen auf der soziologischen Migrationstheorie, der Bedeutung von Remittances für Entwicklungsländer sowie der aktiven Rolle der Diaspora in der Entwicklungszusammenarbeit.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie durch Migration und zirkuläre Geldflüsse eine Verbesserung der Lebensbedingungen in wirtschaftlich schwachen Regionen erreicht werden kann und welche Rolle Diaspora-Vereine dabei spielen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Migrationstheorien in Kombination mit einer Fallstudie über den Hilfsverein Baileke (HIBA).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine quantitative und qualitative Analyse von Remittances-Strömen, die Untersuchung von Handlungsmotiven der Migranten sowie eine detaillierte Projektvorstellung des Hilfsvereins Baileke.
Zentrale Begriffe sind Migration, Remittances, Brain-Drain, Brain-Gain, Diaspora, Entwicklungszusammenarbeit und zirkuläre Migration.
Der HIBA dient als empirisches Fallbeispiel für die praktische Umsetzung theoretischer Erkenntnisse, insbesondere wie Diaspora-Mitglieder gezielt zur Entwicklung ihrer Herkunftsregionen (hier: Bai Bikom, Kamerun) beitragen können.
Die Arbeit fokussiert sich gezielt auf die von Privatpersonen gesteuerte "Entwicklungshilfe von unten" durch Diaspora-Organisationen, anstatt primär staatliche oder institutionelle Hilfsprogramme zu betrachten.
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