Masterarbeit, 2012
64 Seiten, Note: Gut
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung:
1.3 Methodische Vorgehensweise:
1.4 Aufbau der Arbeit:
2 Fußball in Österreich
2.1 Gesundheitspolitische Aspekte
2.2 Sozial- und integrationspolitische Aspekte
2.3 Werbung und Medien
3 Fußball als Sozialisationsprozess im Nachwuchs
3.1 Definition des Begriffes Sozialisation
3.2 Grundphasen der Sozialisation
3.2.1 Primärsozialisation
3.2.2 Sekundärsozialisation
3.3 Fußball als Sozialisationsfunktion
4 Der Trainer als Führungsperson
4.1 Grundregeln der Führung
4.2 Weitere Anforderungen
4.2.1 Vertrauen
4.2.2 Die 10 Regeln der Führung
5 Führungsstile
5.1 Definition des Begriffes Führung
5.2 Klassische Führungsstile nach Kurt Lewin
5.2.1 Autoritärer Führungsstil
5.2.2 Kooperativer Führungsstil
5.2.3 Laissez-faire Führungsstil
6 Anforderungen an eine Führungskraft im Nachwuchsfußball hinsichtlich Training
6.1 Definition des Begriffes Training
6.2 Psychologisches Training
6.2.1 Persönlichkeitstraining
6.2.2 Motivationstraining
6.3 Mentales Training
6.4 Fachliche Anforderungen
6.5 Auswirkungen durch Fehlen der Trainerkompetenz
7 Anforderungen an eine Führungskraft im Nachwuchsfußball hinsichtlich Coaching
7.1 Definition des Begriffes Coaching
7.2 Personenspezifische Anforderungen
7.2.1 Lebens- und Berufserfahrung
7.2.2 Persönliche Ausstrahlung
7.2.3 Interaktionsstil
7.2.4 Geschlecht
7.3 Fachliche Anforderungen
7.3.1 Intellektuelle Flexibilität
7.3.2 Sozialwissenschaftliches Wissen
7.3.3 Ideologische Offenheit
7.3.4 Feldkompetenz
7.4 Auswirkungen durch Fehlen der Coachingkompetenz
8 Auswahl des Führungsstils durch den Trainer im Nachwuchsfußball
8.1 Psychologische Kernbereiche in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
8.1.1 Definition des Begriffes Entwicklung
8.1.2 Körperliche Entwicklung
8.1.3 Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson
8.1.4 Entwicklung sozialer Kompetenz nach Bandura
8.1.5 Die 4 Stufen der kognitiven Entwicklung nach Piaget
8.2 Möglichkeiten der Auswahl an Führungsstilen im Nachwuchs und deren Grenzen
8.2.1 Autoritärer Führungsstil
8.2.2 Kooperativer Führungsstil
8.2.3 Laissez-faire Führungsstil
8.2.4 Entwicklungsstufen und deren Führungsstile
9 Conclusio
9.1 Zusammenfassung
9.2 Hypothesenüberprüfung
9.3 Ausblick auf weiterführende Arbeiten
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Führungsstilen und deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Fußballern im Nachwuchsbereich zu untersuchen, um eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe für Trainer bei der Auswahl des optimalen Führungsstils in Abhängigkeit vom Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen zu bieten.
8.2.1 Autoritärer Führungsstil
Der autoritäre Führungsstil, bei dem der Trainer als alleiniger Entscheidungsträger handelt birgt sehr viele Gefahren in sich. Wie bereits beim Coaching in Kapitel 7 erarbeitet und erwähnt, ist es notwendig, dass die Spieler eine kreative Handlungsweise an den Tag legen können. Mit einem autoritären Führungsstil wird diese Kreativität unterbunden und zunichte gemacht. Daher eignet sich dieser Führungsstil in erster Linie für Erwachsenenmannschaften, nicht aber für Kinder- und Jugendmannschaften. Es besteht ähnlich wie beim Fehlen der Coachingkompetenz die Gefahr, dass die Spieler Handlungen auf hohem Leistungsniveau nicht mehr ausführen können, da sie mangels Kreativität keine Problem-lösungskompetenz besitzen.
Die zweite große Gefahr besteht im Verlust am Spaß an der Ausübung des Sports. Die Spieler können sich praktisch nicht einbringen und werden auch nie nach Ihrer Meinung gefragt. Dadurch werden die Spieler in wichtigen Fragen der Trainingsgestaltung nicht eingebunden, auch ein mangelndes Feedback wie angebracht die Trainingsgestaltung ist, ist die Folge.
Eine dritte große Gefahr auf Grund der Unterdrückung der Spielerinteressen besteht wiederum im Abwürgen von Erlernen sozialer Fertigkeiten. Ein Trainer bei dem ein Widersagen nicht geduldet wird, wird keine interessierten Kinder erziehen sondern nur Befehlsempfänger. Nun ist aber speziell nach Piaget es unerlässlich, dem Kind Anleitungen zu geben und in Bezug auf Coaching Lösungen anzubieten. Ein interessiertes Kind wird nach alternativen Lösungen suchen und somit langfristig adäquate Lösungsstrategien für Probleme entwickeln. Handelt der Trainer zu autoritär und ignoriert er diese Interessen, gefährdet er nicht nur die sportliche Entwicklung sonder auch die persönliche Entwicklung.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Führungsstile im Nachwuchsfußball ein und definiert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Forschungsarbeit.
2 Fußball in Österreich: Dieses Kapitel beleuchtet die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Fußballs in Österreich sowie statistische Grundlagen.
3 Fußball als Sozialisationsprozess im Nachwuchs: Es wird die Funktion des Fußballs als wichtiges Sozialisationsumfeld für Kinder und Jugendliche beschrieben.
4 Der Trainer als Führungsperson: Der Fokus liegt hier auf den grundlegenden Führungsmechanismen und dem verantwortungsvollen Rollenverständnis eines Trainers.
5 Führungsstile: Eine theoretische Aufarbeitung der klassischen Führungsstile nach Kurt Lewin findet hier Anwendung auf das sportliche Umfeld.
6 Anforderungen an eine Führungskraft im Nachwuchsfußball hinsichtlich Training: Die Arbeit analysiert hier fachliche Kompetenzanforderungen für ein effektives Training.
7 Anforderungen an eine Führungskraft im Nachwuchsfußball hinsichtlich Coaching: Der Fokus verlagert sich auf die beratenden und prozessorientierten Aspekte des Coachings.
8 Auswahl des Führungsstils durch den Trainer im Nachwuchsfußball: Das zentrale Kapitel verknüpft psychologische Entwicklungsstufen mit den jeweils geeigneten Führungsstilen.
9 Conclusio: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse, Überprüfung der Hypothesen und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Führungsstile, Nachwuchsfußball, Sozialisation, Trainer, Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Trainingsmanagement, Führungskompetenz, Jugendtraining, Sportpsychologie, Entwicklungsstufen, Gruppenführung, Kooperativer Führungsstil, Autoritärer Führungsstil, Laissez-faire Führungsstil.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von verschiedenen Führungsstilen auf die sportliche und persönliche Entwicklung von Fußballspielern im Nachwuchsbereich.
Sie verknüpft sportpädagogische Anforderungen wie Training und Coaching mit psychologischen Theorien zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob Trainer im Nachwuchsfußball durch die Wahl des passenden Führungsstils nachhaltig zur Entwicklung ihrer Spieler beitragen können.
Die Masterarbeit ist als hermeneutische Arbeit konzipiert, die theoretische Fachliteratur und wissenschaftliche Standards logisch-deduktiv mit praktischen Erfahrungen des Autors verbindet.
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an Führungskräfte im Training und Coaching sowie die differenzierte Auswahl von Führungsstilen in verschiedenen Altersstufen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialisationsprozess, Führungsstil-Klassifikationen nach Lewin, Trainerkompetenzen und altersgerechte Entwicklungsstufen charakterisiert.
Je nach Alter verändern sich kognitive und persönliche Voraussetzungen, wodurch unterschiedliche Führungsansätze notwendig sind, um Kinder optimal zu fördern.
Obwohl der kooperative Stil sehr effektiv ist, zeigt die Arbeit, dass in verschiedenen Entwicklungsphasen auch autoritäre oder laissez-faire Elemente sinnvoll zur Ergänzung eingesetzt werden müssen.
Fehlende Coachingkompetenz kann zu stagnierender Problemlösungsfähigkeit der Spieler, Motivationsverlust und einer negativen Beeinflussung der Gruppenstruktur führen.
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