Bachelorarbeit, 2012
78 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Gang der Untersuchung
2 Energiewende
2.1 Gründe für die Einleitung der Energiewende
2.1.1 Atomausstieg zur Risikominimierung und Etablierung einer nachhaltigen Wirtschaft
2.1.2 Abhängigkeit von Importen senken
2.1.3 Energiepreise senken
2.2 „Überraschender“ Atomausstieg und Einbeziehung der EU
2.3 Organisation und „Gemeinschaftswerk“
2.4 Umstiegskonzept
2.5 Stromnetz
2.6 Energieversorgungssicherheit
2.7 Finanzierung und Investitionen
2.8 Zusammenfassung Energiewende
3. Nachteilige Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik
3.1 Entstehende Kosten durch einen Stromausfall
3.2 Informationstechnologie und Telekommunikation
3.3 Nachteilige Folgen auf die Produktion
3.3.1 Steigende Energiepreise
3.3.2 Produktionsprozesse
3.3.3. Folgen auf die Informationstechnologie und Telekommunikation in der Produktion
3.4 Nachteilige Folgen der Energiewende auf die Logistik
3.4.1 Straße
3.4.2 Schiene
3.4.2 Luft
3.4.4 Wasser
3.4.5 Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs
3.4.6 Logistikprozesse
3.5 Zusammenfassung nachteilige Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik
4 Lösungsansätze gegen nachteilige Folgen der Energiewende
4.1 Generelle Lösungsansätze
4.1.1 Beleuchtungssysteme
4.1.2 Energie-Management-Software
4.2 Lösungsansätze für die Produktion
4.2.1 Unterbrechungsfreie Stromversorgung
4.2.2 Energierückgewinnungssysteme
4.2.3 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
4.3 Lösungsansätze für die Logistik
4.3.1 Gigaliner
4.3.2 „intelligentes“ Verladungsmanagement
4.3.3 Wechsel zu energiesparenden Transportwegen
4.4 Zusammenfassung Lösungsvorschläge für Produktion und Logistik
5. Maßnahmen des Staates zur Umsetzung der Energiewende
5.1 Netzausbau und Smart-Grids
5.2 Energiezwischenspeicher
5.3 Zusammenfassung Maßnahmen des Staates für die Umsetzung der Energiewende
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Energiewende in Deutschland auf die Bereiche Produktion und Logistik, identifiziert damit verbundene Risiken wie Netzinstabilität und steigende Kosten und analysiert existierende Lösungsansätze sowie notwendige staatliche Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft trotz dieser Transformation zu sichern.
3.3.2 Produktionsprozesse
Seit der Einleitung der Energiewende beklagen sich viele Produzenten über deren Folgen auf Fertigungsprozesse. Netzausfälle und Spannungsschwankungen im Millisekundenbereich können zu massiven Schäden an Anlagen und hohen Umsatzeinbußen führen. Sie sind in den meisten Fällen die Ursache für Produktionsstillstände. Eine Häufung dieser Fälle ist zu erwarten, wenn die Netze nicht aus- und umgebaut werden.
Mit Hilfe des System Average Interruption Duration Index (SAIDI) wird die Versorgungsqualität dargestellt. Der zuletzt ermittelte SAIDI-Wert besagt, dass die Endverbraucher durchschnittlich 15 min in 2010 durch Versorgungsunterbrechungen betroffen waren. Im internationalen Vergleich ist dieser Wert relativ gering. An dieser Stelle ist jedoch zu kritisieren, dass im SAIDI-Wert nur Unterbrechungen aufgenommen werden, die länger als drei Minuten dauern. Diese sind von den Netzbetreibern an die Bundesnetzagentur zu übermitteln.
Frequenzschwankungen und Ausfälle im Millisekundenbereich, die folgenreiche Schäden und Kosten bei komplexen Produktionsprozessen verursachen können, bleiben daher unberücksichtigt.
Bei einem instabilen Stromnetz entstehen schwerwiegende ökonomische Schäden insbesondere in Industriebetrieben, die auf eine fortwährende Elektrizitätsversorgung angewiesen sind und nach Leistungsunterbrechungen Produktionsprozesse nicht sofort weiterführen können (wie etwa die chemische Industrie oder die Lebensmittelverarbeitung). Auch in andern Industrien erweist sich die Wiederinbetriebnahme von Produktionsprozessen nach einem Stromausfall als sehr zeitintensiv. Die Maschinen müssen als erstes wieder in ihren Ausgangszustand gebracht werden. Teilweise müssen hierbei Teile, die beim Ausfall der Netzspannung beschädigt wurden, ersetzt werden. Erst danach ist ein Wiederanfahren der Maschinen möglich. Dies kann einige Minuten in Anspruch nehmen und verursacht i.d.R. weitere Umsatzeinbußen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Folgen der deutschen Energiewende auf Produktion und Logistik, insbesondere im Hinblick auf Versorgungssicherheit und Kosten, und definiert die zentrale Fragestellung der Untersuchung.
2 Energiewende: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe, den Aufbau und die Herausforderungen der Energiewende sowie die Bedeutung eines klaren Umstiegskonzepts und die Rolle staatlicher Organisation.
3. Nachteilige Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik: Es werden die Gefahren durch Stromausfälle und steigende Energiepreise analysiert, wobei besonders die Abhängigkeit von IT/TK-Systemen und die spezifischen Auswirkungen auf Produktions- sowie Logistikprozesse betrachtet werden.
4 Lösungsansätze gegen nachteilige Folgen der Energiewende: Dieses Kapitel untersucht technische und prozessuale Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Absicherung gegen Stromausfälle in Produktion und Logistik.
5. Maßnahmen des Staates zur Umsetzung der Energiewende: Die staatlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Netzausbau, die Einführung von Smart-Grids und die Förderung von Speichertechnologien, werden hier als notwendige Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende dargestellt.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Energiewende zwar Chancen bietet, aber durch die Instabilität des Stromnetzes und steigende Energiepreise existenzielle Risiken für die deutsche Industrie birgt, die nur durch effiziente Lösungsansätze und staatliche Unterstützung bewältigt werden können.
Energiewende, Produktion, Logistik, Stromausfall, Energieeffizienz, Versorgungssicherheit, Netzausbau, Kraft-Wärme-Kopplung, IT-Systeme, Merit-Order-Effekt, Industriestandort Deutschland, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Energiepreise, Smart-Grids
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der durch die deutsche Bundesregierung initiierten Energiewende auf die produzierende Industrie und die Logistikbranche in Deutschland.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Sicherheit der Stromversorgung, den ökonomischen Folgen für Unternehmen durch Energiepreissteigerungen und der Anfälligkeit moderner Produktions- und Logistikprozesse gegenüber Stromausfällen.
Das Ziel ist es, die nachteiligen Folgen der Energiewende aufzuzeigen und zu evaluieren, welche Lösungsansätze Unternehmen anwenden können und welche Maßnahmen der Staat ergreifen muss, um die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Studienanalyse. Es werden Erkenntnisse aus verschiedenen Branchenberichten, Studien von Forschungsinstituten (wie dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgeabschätzung) sowie offizielle politische Strategiepapiere und Gesetzesvorlagen herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Energiewende-Grundlagen, die Untersuchung der nachteiligen Folgen (Stromausfallkosten, IT-Abhängigkeiten) und eine detaillierte Ausarbeitung von technischen sowie organisatorischen Lösungsansätzen für Unternehmen sowie staatlichen Umsetzungsstrategien.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Energiewende, Versorgungssicherheit, Stromausfall, Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit geprägt.
Die IT/TK-Systeme werden als hochgradig stromabhängige kritische Infrastrukturen identifiziert, deren Ausfall eine "lawinenartige" negative Wirkung auf die Produktionsplanung und Logistikprozesse hat.
Der Autor konstatiert, dass der Staat zwar das Ziel vorgibt, aber durch unklare Finanzierungskonzepte und schleppende Ausbauprozesse bei Stromnetzen die Akzeptanz und Planungssicherheit der Unternehmen gefährdet.
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