Studienarbeit, 2009
49 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Notwendigkeit der Prozesskostenrechnung
2.1 Ursachen des Gemeinkostenanstiegs
2.2 Mängel traditioneller Kostenrechnungssysteme
3 Grundlagen und Merkmale der Prozesskostenrechnung
3.1 Entwicklungshintergründe und Entstehung
3.2 Aufgaben und Zielsetzung
3.3 Charakteristika der Prozesskostenrechnung
3.4 Voraussetzungen zur Einführung der Prozesskostenrechnung
3.5 Einsatzgebiet der Prozesskostenrechnung
4 Methodik der Prozesskostenrechnung
4.1 Überblick über die Struktur der Prozesskostenrechnung
4.2 Ablauf der Prozesskostenrechnung
4.2.1 Abgrenzung des Untersuchungsbereichs
4.2.2 Tätigkeitsanalyse in den Kostenstellen
4.2.3 Bildung von Teilprozessen
4.2.4 Verdichtung der Teilprozesse auf Hauptprozesse
4.2.5 Anforderungen an Kostentreiber und ihre Bestimmung
4.2.6 Ermittlung der Prozesskostensätze
4.2.7 Kalkulation mit Hilfe der Prozesskostenrechnung
5 Kritische Beurteilung der Prozesskostenrechnung
5.1 Vorteile der Prozesskostenrechnung
5.2 Nachteile der Prozesskostenrechnung
6 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Prozesskostenrechnung als Instrument zur Verbesserung der Kostentransparenz und Effizienz in indirekten Unternehmensbereichen zu erläutern und ihre methodische Anwendung sowie ihre kritischen Aspekte aufzuzeigen.
4.2.3 Bildung von Teilprozessen
Homogene Tätigkeiten, die zu einem gemeinsamen Arbeitsablauf gehören und somit zu einem gemeinsamen Ergebnis führen, werden zu TP zusammengefasst. Ihre Struktur und Zeitbeanspruchung sowie ihr Aufwand und Ablauf dürfen sich nicht maßgeblich unterscheiden. Wie viele TP hierbei entstehen, hängt sowohl von der Vielfältigkeit in den Kostenstellen, als auch von dem Grad der Genauigkeit, der für die Kalkulation erreicht werden soll, ab. Die erkannten TP werden nochmals unterteilt in leistungsmengeninduzierte (lmi) oder leistungsmengenneutrale (lmn) Prozesse, da nur prozessabhängige GK korrekt verrechnet werden können. Ausbringungsmengenabhängige (lmi-) Prozesse, wie beispielsweise „Bestellung aufgeben“, bestehen aus repetitiven Tätigkeiten. Die durch sie verursachten Kosten verhalten sich proportional zur Häufigkeit ihrer Durchführung, d.h. mit jeder Wiederholung des TP steigen die damit zusammenhängenden Kosten. Wenn sich die TP in Bezug auf das von ihnen zu erbringende Leistungsvolumen mengenfix verhalten, also unabhängig davon sind und generell anfallen, spricht man von ausbringungsmengenneutralen (lmn-) Prozessen. Sie sind im Rahmen der PKR über die lmi-Prozesse zu schlüsseln. Ein Beispiel für einen lmn-Prozess wäre „Abteilung leiten“.
Sowohl für die mengenabhängigen als auch die -unabhängigen TP sind die Kostenstellenkosten auf die jeweiligen Prozesse zu verteilen. Hierbei ist zu entschieden, ob Ist- oder Plankosten dazu verwendet werden sollen. Diese können dann entweder analytisch geplant oder anhand von Maßgrößen (i.d.R. über die Mitarbeiterzahl) auf die TP aufgeteilt werden.
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung der Gemeinkosten aufgrund von Globalisierung und technischem Fortschritt sowie das Ziel der Arbeit, die Prozesskostenrechnung als Lösungsweg vorzustellen.
2 Notwendigkeit der Prozesskostenrechnung: Das Kapitel analysiert die Ursachen für den Anstieg von Gemeinkosten und deckt Mängel traditioneller Kostenrechnungssysteme auf.
3 Grundlagen und Merkmale der Prozesskostenrechnung: Es werden die Ursprünge, Aufgaben, Charakteristika sowie die Voraussetzungen für die Einführung und die Einsatzgebiete der Prozesskostenrechnung beschrieben.
4 Methodik der Prozesskostenrechnung: Dieser Hauptteil beschreibt detailliert den Prozessablauf von der Abgrenzung des Untersuchungsbereichs bis hin zur Kalkulation mittels Prozesskostensätzen.
5 Kritische Beurteilung der Prozesskostenrechnung: In diesem Kapitel werden die Vor- und Nachteile der Methode einander gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.
6 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Bedeutung der Prozesskostenrechnung zusammen und bewertet ihr Potenzial als ausbaufähige Basis für zukünftige Kostenrechnungssysteme.
Prozesskostenrechnung, Gemeinkosten, Kostenstellenrechnung, Kostentreiber, Teilprozess, Hauptprozess, Prozesskostensatz, Prozessanalyse, Kostentransparenz, indirekte Leistungsbereiche, Tätigkeitsanalyse, Produktkalkulation, Ressourcenverbrauch, Effizienzsteigerung, Activity Based Costing.
Die Arbeit behandelt die Merkmale und die Methodik der Prozesskostenrechnung als erweitertes Instrument der Kostenrechnung.
Die Arbeit fokussiert auf die Notwendigkeit, Grundlagen, methodische Umsetzung sowie die kritische Würdigung der Prozesskostenrechnung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Prozesskostenrechnung Kostentransparenz in indirekten Unternehmensbereichen geschaffen und die Produktkalkulation verbessert werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der systematischer Auswertung bestehender Konzepte der Prozesskostenrechnung basiert.
Der Hauptteil befasst sich schwerpunktmäßig mit der methodischen Vorgehensweise, insbesondere der Tätigkeitsanalyse, Prozessbildung, Bestimmung von Kostentreibern und der Kalkulation mit Prozesskostensätzen.
Die zentralen Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Gemeinkostenmanagement, Kostentreiber, Prozesshierarchie und prozessorientierte Kalkulation.
Sie sind primär auf die industrielle Fertigung und Einzelkosten ausgerichtet, während heute große Teile der Kosten in indirekten Bereichen anfallen, was bei traditioneller Zuschlagskalkulation zu Fehlkalkulationen führt.
lmi-Prozesse (leistungsmengeninduziert) sind direkt von einer Leistungsmenge abhängig und repetitiv, während lmn-Prozesse (leistungsmengenneutral) mengenfix sind und über lmi-Prozesse geschlüsselt werden müssen.
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