Bachelorarbeit, 2012
27 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Der Gang der Untersuchung
2. Eigentumsverteilung und Anlegerschutz
2.1. Substitution View
2.2. Complementary View
3. Enteignung und Unternehmenswert aus modelltheoretischer Sicht
3.1. Annahmen des Modells
3.2. Nutzenmaximierender Insider
3.3. Übertragung der Hypothesen auf eine externe Unternehmensbewertung
4. Empirische Überprüfung der Hypothesen
4.1. Durchführung und Ergebnis der Regression
4.2. Kritik des Regressionsmodells
4.2.1. Tobin’s q als Maß für den Wert einer Unternehmung
4.2.2. Endogenität des Eigentums
4.3. Auswertung und Einordnung der Ergebnisse
5. Heterogenität der Investoren
5.1. Einteilung der Investoren
5.2. Verteilung des Anteilsbesitzes nach Investorengruppen und Hypothesenspezifizierung
5.3. Überprüfung der Hypothesen und Auswertung der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Konzentration der Eigentumsverteilung, den herrschenden Anlegerschutzbedingungen und deren Einfluss auf unternehmensinterne Interessenskonflikte sowie den resultierenden Unternehmenswert aus externer Sicht.
3.1. Annahmen des Modells
Im Folgenden soll mit Hilfe des Anreizes zur Enteignung, als verknüpfendes Element, eine modelltheoretische Untersuchung der Auswirkung von Anlegerschutzbedingungen sowie Eigentumsrechten auf die Bewertung einer Unternehmung, im Kontext des Complementary View, stattfinden. In einem ersten Schritt muss deshalb auf Einflussgrößen eingegangen werden, welche auf den Anreiz eines kontrollierenden Anteilseigners einwirken, durch private Vorteilsnahme externe Anteilseigner zu schädigen15. Als Ausgangspunkt soll hierbei eine Unternehmung dienen, deren Management dem kontrollierenden Einfluss eines Anteilseigners ausgesetzt ist. Das durch die Unternehmung investierte Kapital I generiert eine konstante Bruttorendite in Höhe von R. Vor einer gleichmäßigen Aufteilung der Rückflüsse RI kann der kontrollierende Anteilseigner einen Teil s hiervon der Aufteilung entziehen. Von den verbleibenden Rückflüssen erhält er daraufhin gemäß seinem Anteil an dem Eigentum der Unternehmung . Die Enteignung externer Anteilseigner soll mit Kosten verbunden sein, welche, als Funktion c vom Ausmaß der Enteignung s sowie von der Höhe des gesetzlichen Anlegerschutzes k abhängig ist.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Principal-Agent-Problematik sowie Darstellung des Untersuchungsziels bezüglich Eigentumsstruktur und Unternehmenswert.
2. Eigentumsverteilung und Anlegerschutz: Analyse der theoretischen Perspektiven "Substitution View" und "Complementary View" hinsichtlich der Auswirkungen konzentrierter Eigentumsverhältnisse.
3. Enteignung und Unternehmenswert aus modelltheoretischer Sicht: Herleitung eines mathematischen Modells zur Bestimmung des Anreizes zur Enteignung sowie Übertragung auf die Unternehmensbewertung.
4. Empirische Überprüfung der Hypothesen: Empirische Analyse anhand von Daten von La Porta et al. sowie kritische Diskussion der Methodik und Modellannahmen.
5. Heterogenität der Investoren: Erweiterung der Untersuchung um verschiedene Investorengruppen und deren unterschiedliche Anreize zur Kontrolle oder Enteignung.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ableitung von Implikationen für den Anlegerschutz und die Eigentumsstruktur.
Corporate Governance, Eigentümerstruktur, Anlegerschutz, Enteignung, Unternehmenswert, Principal-Agent-Problematik, Tobin’s q, Institutionelle Investoren, Agency-Theorie, Substitution View, Complementary View, Streubesitz, Kontrollrechte, Minderheitseigentümer.
Die Arbeit analysiert, wie die Eigentumsverteilung in Unternehmen – insbesondere bei konzentrierten Eigentumsstrukturen – den Anlegerschutz und damit den Unternehmenswert beeinflusst.
Die zentralen Felder sind die Rolle von kontrollierenden Anteilseignern, die Enteignung von Minderheitseigentümern, die Wirksamkeit gesetzlicher Anlegerschutzmechanismen sowie die Einflüsse verschiedener Investorengruppen.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit eine hohe Konzentration der Eigentumsverteilung im Zusammenhang mit dem Anlegerschutz auf unternehmensinterne Interessenskonflikte und den Unternehmenswert einwirkt.
Es werden eine modelltheoretische Untersuchung mittels mathematischer Funktionen sowie eine empirische Auswertung existierender Regressionsstudien (u.a. von La Porta et al.) verwendet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Modellbildung zur Enteignung, die empirische Überprüfung mittels Tobin’s q, eine kritische Diskussion dieser Methodik sowie die differenzierte Betrachtung der Investorenheterogenität.
Wesentliche Begriffe sind Corporate Governance, Anlegerschutz, Eigentümerstruktur, Enteignung, Agency-Theorie und Unternehmenswert.
Der Complementary View beschreibt die Sichtweise, dass konzentrierter Anteilsbesitz die Gefahr der Ausbeutung von Minderheitseigentümern durch kontrollierende Anteilseigner erhöht, statt Interessen besser anzugleichen.
Die Endogenität ist deshalb problematisch, weil die Eigentumsstruktur selbst firmenspezifischen Faktoren wie Wachstumschancen unterliegen kann, was eine direkte kausale Interpretation des Zusammenhangs mit dem Unternehmenswert erschweren kann.
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