Studienarbeit, 2011
19 Seiten, Note: 2,1
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 Persönlichkeitsstörung
2.2 Abgrenzung zwischen gesundem und pathologischem Narzissmus
3. ENTSTEHUNG VON NARZISSMUS
3.1 Risikofaktoren in der Frühsozialisation
3.2 Gesellschaftliche Risikofaktoren
4. DIE NARZISSTISCHE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG IN KINDHEIT UND JUGEND
4.1 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung in der Kindheit
4.2 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung in der Jugend
5. NARZISSMUS UND LIEBESBEZIEHUNGEN
6. ZUSAMMENFASSUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Ursachen und Auswirkungen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu untersuchen und zu analysieren, ob Betroffene in der Lage sind, dauerhafte Liebesbeziehungen einzugehen. Dabei wird sowohl die individuelle Entstehung in der frühen Kindheit als auch der Einfluss gesellschaftlicher Faktoren auf die Ausprägung dieses Störungsbildes beleuchtet.
3.1 Risikofaktoren in der Frühsozialisation
Die Selbstentwicklung von Kindern und Jugendlichen ist von der Beziehung und Kommunikation mit ihrer Umwelt gekennzeichnet. Während der Frühsozialisation werden die unterschiedlichen Elementarfunktionen der Persönlichkeit herausgebildet (vgl. Arolt/ Reimer/ Dilling 2011, S. 28). Diese Elementarfunktionen sind für die Prägung des „Kern-Selbst“ (Hartmann 2006, S. 55) unabdingbar. Das Kind erfährt in der Interaktion mit dem sozialen Umfeld Rückmeldungen im Bezug auf die eigenen Handlungen und die eigene Person. Vorrangige Bezugsperson ist dabei in den ersten Lebensjahren die Mutter. Ist die Bindung instabil, versucht sich das Kind durch ständige Rückversicherung (z.B. Klammern) von der Wichtigkeit der eigenen Person zu überzeugen (vgl. Hartmann 2006, S. 57). Die Qualität der Eltern- Kind Bindung überträgt sich häufig auf andere Beziehungen im Leben des Kindes (vgl. ebd., S. 61). Untersuchungen zu der Bedeutung der Erziehung führen zu dem Ergebnis, dass eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit durch einen ausgewogenen Einsatz von „elterlicher Wärme und […] Grenzsetzung“ (ebd., S. 62) entsteht. Frühkindliche traumatische Erfahrungen, sowie eine ambivalente Erziehung können die Entwicklung massiv belasten und gefährden. Die Vulnerabilität des Kindes steigt, verbunden mit narzisstischen Ausprägungen. Diese dienen dem Selbstschutz des Kindes. Die verschiedenen negativen Umwelteinflüsse werden verdrängt. Sowohl die Abschirmung der eigenen Person gegenüber Kritik, als auch die Idealisierung ihrer selbst (Die in der Kindheit nicht erhaltene Bestätigung wird sekundär nachgeholt.) stehen im Mittelpunkt (vgl. ebd., S. 63).
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der narzisstischen Persönlichkeitsstörung und Darlegung der zentralen Fragestellungen sowie der Hypothesen der Arbeit.
2. BEGRIFFSDEFINITIONEN: Klärung der Begriffe Persönlichkeitsstörung sowie differenzierte Abgrenzung zwischen dem gesunden und dem pathologischen Narzissmus.
3. ENTSTEHUNG VON NARZISSMUS: Untersuchung der Ursachen, wobei der Fokus auf frühkindlichen Bindungserfahrungen sowie modernen gesellschaftlichen Risikofaktoren liegt.
4. DIE NARZISSTISCHE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG IN KINDHEIT UND JUGEND: Analyse der Ausprägungsformen der Störung bei Kindern und Jugendlichen sowie deren spezifische Unterschiede zu narzisstischen Erwachsenen.
5. NARZISSMUS UND LIEBESBEZIEHUNGEN: Untersuchung der Auswirkungen des Narzissmus auf partnerschaftliche Beziehungen unter Prüfung der Hypothese zur Beziehungsunfähigkeit.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Verifizierung der aufgestellten Hypothese bezüglich der Beziehungsgestaltung bei Narzissten.
Narzissmus, narzisstische Persönlichkeitsstörung, Frühsozialisation, Selbstwertgefühl, Pathologie, Bindungsstörung, Beziehungsfähigkeit, Erziehung, Idealisierung, Machtmissbrauch, Medien, Internet, Kindheit, Jugend, Liebesbeziehung
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychischen Störungsbild des Narzissmus, dessen Ursachen in der Erziehung und Gesellschaft sowie den gravierenden Auswirkungen auf das zwischenmenschliche Verhalten.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Krankheitsbildes, die Rolle der Kindheitsprägung, gesellschaftliche Einflüsse wie Internet und Medien sowie die Beziehungsfähigkeit von Narzissten.
Die zentrale Hypothese lautet: „Narzisstische Persönlichkeiten sind nicht in der Lage, dauerhafte Liebesbeziehungen einzugehen“, welche im Verlauf der Arbeit kritisch untersucht und verifiziert wird.
Der Autor nutzt eine systematische Literaturanalyse, basierend auf Standardwerken und Fachpublikationen zu psychiatrischen Grundlagen und psychoanalytischen Ansätzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Ursachenforschung in der Sozialisation und Gesellschaft, eine Untersuchung der Störung bei Minderjährigen und die Analyse narzisstischer Partnerschaften.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Narzissmus, Pathologie, Frühsozialisation, Bindungsfähigkeit, Selbstidealisierung und Machtmissbrauch.
Die Arbeit stellt heraus, dass insbesondere eine ambivalente Erziehung, mangelnde Grenzsetzung oder übermäßige Verwöhnung ohne Strenge die Entwicklung narzisstischer Züge massiv begünstigen können.
Medien und soziale Netzwerke fungieren als idealer Nährboden, da sie zur konstanten Selbstdarstellung auffordern und das Streben nach öffentlicher Bewunderung und Berühmtheit bei jungen Menschen fördern.
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