Projektarbeit, 2012
34 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Wertpapierhandel
2.1 Die Börse als Handelsplatz von Wertpapieren
2.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Wertpapierhandels
2.3 Entwicklung und Automatisierung des Wertpapierhandels
3 Der Hochfrequenzhandel
3.1 Definition des Hochfrequenzhandels
3.2 Entwicklung des Hochfrequenzhandels
3.3 Erläuterung der Funktionsweise des Hochfrequenzhandels
3.4 Chancen des Hochfrequenzhandels
3.5 Risiken des Hochfrequenzhandels
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die volkswirtschaftlichen Implikationen des Hochfrequenzhandels vor dem Hintergrund kritischer Berichterstattung in populären Medien. Das primäre Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen bei der Einschätzung dieses Phänomens auf Basis wissenschaftlicher Literatur kritisch zu beleuchten und eine objektive Bewertung der Chancen und Risiken vorzunehmen.
3.4 Chancen des Hochfrequenzhandels
Der Hochfrequenzhandel hat in den letzten Jahren die Spreads verschmälert und gleichzeitig die Liquidität, gemessen an den abgeschlossenen Geschäften der Handelsplattform XETRA, erhöht. Dabei tragen die verschiedenen Handelsstrategien ebenfalls zur Preisfindung und Markteffizienz bei. Zu jeder Zeit kann gehandelt werden, da die Computer selbstständig arbeiten und Entscheidungen treffen.
Durch den Hochfrequenzhandel können größere Verkäufe besser vom Markt aufgenommen werden, wie der folgende Fall vom 25. August 2011 zeigt. Innerhalb von 17 Minuten fiel der DAX-Future um etwa vier Prozent und erholte sich in den darauf folgenden vier Minuten um zwei Prozent. Durch ein großvolumiges Orderpaket, bestehend aus etwa 6000 Kontrakten, wurde der Kurseinbruch ausgelöst. Dabei stieß diese Order nicht auf einen illiquiden Markt, vielmehr stieg der Umsatz in dem Zeitraum. Am Hochpunkt wurden etwa 4700 Kontrakte in der Minute gehandelt. Zu großen Teilen stellten die Hochfrequenzhändler diese hohe Liquidität zur Verfügung, kauften sogar im fallenden Kurs und konnten die Verkaufsoption gut absorbieren, um diese dann schonend an den Markt weiterzugeben. Die Liquidität soll steigen, wodurch die Volatilität sinkt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmend kritische öffentliche Wahrnehmung des Hochfrequenzhandels und definiert das Ziel der Arbeit, diese Sichtweise wissenschaftlich zu hinterfragen.
2 Wertpapierhandel: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Börsenhandels, dessen volkswirtschaftliche Bedeutung sowie die historische Entwicklung hin zur zunehmenden Automatisierung.
3 Der Hochfrequenzhandel: Der Hauptteil definiert den Hochfrequenzhandel, beschreibt seine Funktionsweise, Entwicklung und analysiert detailliert die damit verbundenen Chancen für die Marktliquidität sowie die spezifischen Risiken.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Chancen und Risiken ausgewogen und stellt fest, dass wissenschaftliche Belege für eine negative Beeinflussung der Märkte in Europa bisher weitgehend fehlen.
Hochfrequenzhandel, Algorithmic Trading, Wertpapierhandel, Börse, Liquidität, Volatilität, Markteffizienz, Flash-Crash, Automatisierung, Finanzmärkte, Preisbildung, Regulierungsmaßnahmen, Transparenz, Investition, Risikomanagement
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Hochfrequenzhandels auf die Volkswirtschaft und bewertet kritisch, ob die oft negative Darstellung in den Medien durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt wird.
Zentrale Themen sind die Funktionsweise moderner Handelsalgorithmen, die Auswirkungen auf die Marktliquidität, die Preisfindung an der Börse und die Analyse potenzieller systemischer Risiken.
Das Ziel ist eine fundierte Gegenüberstellung von Chancen und Risiken des Hochfrequenzhandels, um eine objektive Einschätzung jenseits populistischer Darstellungen zu ermöglichen.
Die Untersuchung basiert auf einer umfassenden Auswertung bestehender wissenschaftlicher Literatur, Fachberichten und empirischen Datenmaterialien, insbesondere im Kontext internationaler Börsenereignisse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Phänomens, die technische Erläuterung der Handelsstrategien und eine detaillierte Prüfung von Marktvorteilen sowie Gefahrenpotenzialen.
Wesentliche Begriffe sind Hochfrequenzhandel, Liquidität, Markteffizienz, Automatisierung und systemische Risiken.
Der Autor stellt fest, dass der Hochfrequenzhandel in der Fachliteratur überwiegend positiv hinsichtlich der Liquiditätsbereitstellung und Spread-Verengung bewertet wird, wenngleich punktuelle Ausnahmen existieren.
Der Flash-Crash dient als zentrales Fallbeispiel zur Illustration der Risiken, wobei der Autor differenziert zwischen US-marktspezifischen Problemen und der generellen Eignung des Hochfrequenzhandels unterscheidet.
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