Bachelorarbeit, 2012
87 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Theoretische Einbettung
2.1 Computervermittelte Kommunikation
2.2 Identität, Anonymität und Selbstdarstellung im Web 2.0
2.3 Beziehungen im Web 2.0
3. Cyber-Mobbing
3.1 Merkmale und Abgrenzung zu traditionellem Mobbing
3.2. Akteure
3.2.1 Täter
3.2.2 Opfer
3.2.3 Zuschauer
3.3. „Klassische“ Strategien und Erscheinungsformen des Cyber-Mobbings
3.4 Folgen
3.4.1 Auswirkungen für die Opfer
3.4.2 Rechtliche Grundlage und Sanktionen für die Täter
4. Soziale Netzwerke: Fallbeispiel Facebook
4.1 Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten
4.2 Öffentlichkeit und Privatheit
4.3 Informationsmanagement
4.4 Identitätsmanagement
4.5 Beziehungsmanagement
5. Neue Strategien des Cyber-Mobbings auf Facebook
5.1 Angriffsmöglichkeiten
5.1.1 Persönliches Bildmaterial
5.1.2 Statusmitteilungen und weitere geteilte Inhalte
5.1.3 Persönliche Informationen auf dem Profil
5.1.4 Social Gaming
5.1.5 Informationen aus dem Offline-Kontext
5.2 Zweckentfremdung der Facebook-Funktionen für Cyber-Mobbing
5.2.1 Interne Kommunikations- und Interaktionsmittel
5.2.2 Fotos und Videos
5.2.3 Gruppen und Seiten
5.2.4 Fake-Profile
5.2.5 Systematisches Ausgrenzen
5.3. Ergebnisse der Analyse
6. Facebook als Katalysator
6.1 Erhöhtes Potenzial zum Cybermobbing?
6.2 Privatsphäre-Einstellungen und interne Sanktionsverfahren als Lösung?
7. Fazit
Das Ziel dieser Arbeit ist es, anhand des Beispiels Facebook zu untersuchen, inwieweit soziale Netzwerke als Katalysator für Cyber-Mobbing fungieren und ob sich innerhalb dieser Plattformen neue, spezifische Angriffsstrategien entwickelt haben.
5.1.1 Persönliches Bildmaterial
Das von den Nutzern geteilte, persönliche Bildmaterial auf Facebook kann sowohl Fotos als auch Videos der eigenen Person oder des privaten Umfelds umfassen. Facebook legt, wie die meisten Sozialen Netzwerke, besonderen Wert auf den Ausdruck persönlicher Details durch seine Nutzer. Da Fotografien einen genauen Eindrück über die jeweilige Person vermitteln und parallel dazu die Anonymität im virtuellen Raum aufheben, sind sie eine wichtige Identitätsrequisite und grundlegendes Element innerhalb Sozialer Netzwerke. Gelangen veröffentlichte Aufnahmen allerdings in den Wahrnehmungsbereichs eines potenziellen Cyber-Mobbers, können diese schnell für negative Zwecke missbraucht werden: Zum einen geben sie Details aus dem privaten Umfeld des Nutzers preis, die als thematischer Ansatzpunkt für Mobbing genutzt werden können, zum anderen kann das Bildmaterial heruntergeladen und anschließend auf diffamierende Weise verfremdet oder in einem demütigenden Zusammenhang weiterverbreitet werden. Vor allem für den Prozess des Identitätsklaus und der Erstellung von Fake-Profilen ist die Aneignung persönlicher Bilder des Opfers für den Täter von zentraler Relevanz.
Um zu verstehen, wie persönliche Aufnahmen in die Hände der Cyber-Mobber gelangen können, bzw. wie das Bildmaterial auch plattformintern zu Cyber Mobbingattacken genutzt werden kann, ist ein Grundverständnis der Facebook Funktionen bezüglich Fotos und Videos nötig. Im Folgenden soll deshalb eine Übersicht über diese gegeben werden.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas Cyber-Mobbing und Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der katalytischen Rolle von Facebook.
2. Theoretische Einbettung: Erläuterung der Grundlagen computervermittelter Kommunikation, Identitätskonstruktion und Beziehungsbildung im Web 2.0.
3. Cyber-Mobbing: Analyse der Merkmale, Akteure, klassischen Strategien und Folgen von Cyber-Mobbing.
4. Soziale Netzwerke: Fallbeispiel Facebook: Detaillierte Darstellung der Funktionen von Facebook, insbesondere im Hinblick auf Öffentlichkeit, Privatheit und das Management von Informationen und Beziehungen.
5. Neue Strategien des Cyber-Mobbings auf Facebook: Analyse spezifischer, plattformabhängiger Angriffsmöglichkeiten und der Zweckentfremdung von Facebook-Funktionen durch Täter.
6. Facebook als Katalysator: Bewertung der Plattform als verstärkender Faktor für Cyber-Mobbing und Diskussion möglicher Schutzmaßnahmen.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Notwendigkeit von Medienkompetenz und Sensibilisierung.
Cyber-Mobbing, Soziale Netzwerke, Facebook, Online-Identität, Web 2.0, Privatsphäre, Cyberstalking, Denigration, Impersonation, Cyberthreats, Medienkompetenz, Kommunikation, Identitätsmanagement, Beziehungsmanagement, Prävention.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Cyber-Mobbing mit einem Fokus auf die Rolle von sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook, als verstärkender Katalysator für solche Angriffe.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Online-Kommunikation, die Mechanismen von Cyber-Mobbing, die spezifischen Funktionen von Facebook sowie neue Strategien, die Täter zur Schikanierung auf dieser Plattform nutzen.
Das Ziel ist es, anhand von Facebook zu prüfen, ob soziale Netzwerke das Ausmaß von Cyber-Mobbing intensivieren und welche neuen, plattformspezifischen Strategien dabei zum Einsatz kommen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur in Kombination mit einer analytischen Betrachtung von Praxisbeispielen (Fallbeispielen), um die Strategien der Täter auf Facebook zu identifizieren.
Der Hauptteil analysiert die Möglichkeiten der Zweckentfremdung von Facebook-Funktionen (wie Bilder, Gruppen, Fake-Profile) sowie die Rolle von Privatsphäre-Einstellungen und dem Informationsmanagement für die Entstehung von Mobbing-Situationen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Cyber-Mobbing, Web 2.0, Identitätsmanagement, Privatsphäre, Denigration sowie die spezifischen Kategorisierungen von Online-Tätern und Nutzertypen.
Die Arbeit differenziert zwischen Tätern, Opfern und Zuschauern, wobei hervorgehoben wird, dass die Rollen nicht starr sind und Zuschauer durch ihr Verhalten (z.B. durch „Gefällt mir“-Angaben) zu Mittätern oder Verteidigern werden können.
Facebook bündelt eine enorme Nutzerbasis, persönliche Informationen und vielfältige Funktionen an einem Ort, was Tätern eine hohe Reichweite für ihre Angriffe und ein potenziell großes Publikum für die Bloßstellung der Opfer bietet.
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