Magisterarbeit, 2012
134 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Hintergrund, Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Begriffsklärung
1.2.1 Dokumentarfilm
1.2.2 Nation Branding
1.3 Überblick über die norwegische Forschungsliteratur zum Dokumentarfilm
1.4 Theoretisch-methodische Verankerung und Vorgehensweise
2 Ein Streifzug durch die Geschichte des Dokumentarfilms in Norwegen
2.1 Anfänge
2.2 Die Zeit zwischen den Kriegen
2.3 Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
2.4 Der Dokumentarfilm im Zeitalter des Fernsehens
2.5 Ein Seitenblick auf Schweden und Dänemark
3 Die Filme Fjord und Nok en dag: Bedingungsrealität
4 Fjord
4.1 Filmrealität: Produktionsseite
4.1.1 Inhalt und filmische Umsetzung
4.2 Wirkungsrealität: Rezeptionsseite
4.2.1 Zwischenresümee: Norwegenbild
5 Nok en dag
5.1 Filmrealität: Produktionsseite
5.1.1 Inhalt und filmische Umsetzung
5.2 Wirkungsrealität: Rezeptionsseite
5.2.1 Zwischenresümee: Norwegenbild
6 Auswertung
7 Schlusswort
Die Arbeit untersucht, wie aktuelle norwegische Dokumentarfilme aus der Reihe "Nye veier til dokumentarfilm" das Bild Norwegens konstruieren und welche filmischen Strategien hierbei zur Anwendung kommen. Das primäre Ziel ist es, die diskrete Rolle dieser Filme im Rahmen des Nation Branding zu analysieren, ohne dabei von einer rein empirischen Studie auszugehen, sondern durch eine tiefgehende filmwissenschaftliche Analyse der Werke "Fjord" und "Nok en dag".
4.1.1 Inhalt und filmische Umsetzung
In Skule Eriksens Film erhält der Zuschauer keine Hintergrundinformationen über die norwegische Fjordlandschaft, nur am Ende in einer kurzen Texteinblendung wird in norwegischer und englischer Sprache der Drehort erwähnt. Daher scheint es mir wichtig, einige Fakten kurz anzusprechen.
Das norwegische Westland war früher eine sanfte Hügellandschaft, über die sich der große Inlandeis-Gletscher ausbreitete. Im Laufe von 40 Eiszeiten in den vergangenen 2,5 Millionen Jahren gruben sich die Gletscherarme in das Hügelland und formten unsere heutige vielarmige Fjordlandschaft.
Diese Landschaft hat sogar den Status eines UNESCO-Welterbes, besonders werden neben dem Geirangerfjord in der Provinz Møre og Romsdal auch der Nærøyfjord in der Provinz Sogn og Fjordane gewürdigt. Beide Fjordgebiete zählen zu den berühmtesten des Landes. Sie erstrecken sich nördlich und südlich der Jostedalsbreen, des größten europäischen Festlandgletschers. Seit 2005 gehören sie – neben beispielsweise der chinesischen Mauer oder dem Grand Canyon – als Natur- und Kulturdenkmal zum Welterbe der UNESCO. Auch Wissenschaftler zeigen großes Interesse am Geiranger- und Nærøyfjord, „da sie als typisches Beispiel für Fjorde gelten und immer wieder Forschungsergebnisse über Landschaftsbildungen und Klimaveränderungen liefern.“
Der Nærøyfjord, als einzigartiges und imposantes Landschafts- und Naturphänomen, ist das zentrale Thema in Eriksens Dokumentarfilm. Damit verstärkt er die bereits erfolgte Anerkennung dieses Fjordes. An seiner schmalsten Stelle ist er nur 250 Meter breit und von zu über 1700 Meter hohen majestätischen Felsen umgeben. Variierende Landschaftstypen wie karges Hochgebirge, geschützte Buchten mit Laubwald, steile Felswände, hängende Täler und schroffe Schluchten prägen diese malerische Gegend und hinterlassen einen dramatischen, aber auch idyllischen Eindruck.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Forschungsfrage und verankert die Arbeit theoretisch-methodisch.
2 Ein Streifzug durch die Geschichte des Dokumentarfilms in Norwegen: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über die Entwicklung des norwegischen Dokumentarfilms von den Anfängen bis in die Gegenwart.
3 Die Filme Fjord und Nok en dag: Bedingungsrealität: Hier werden die Entstehungsbedingungen der beiden untersuchten Dokumentarfilme beleuchtet.
4 Fjord: In diesem Kapitel erfolgt eine detaillierte Analyse der Produktions- und Wirkungsrealität des Films "Fjord" sowie eine erste Schlussfolgerung zum vermittelten Norwegenbild.
5 Nok en dag: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung des Films "Nok en dag" unter Berücksichtigung von Produktions- und Rezeptionsaspekten sowie dessen Beitrag zum Norwegenbild.
6 Auswertung: Hier findet ein Vergleich der Strategien und Norwegenbilder beider Filme statt, um ihre Rolle als Subgenres des Dokumentarfilms zu bestimmen.
7 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsansätze.
Norwegen, Dokumentarfilm, Nation Branding, Fjord, Nok en dag, Skule Eriksen, Anita Rehoff Larsen, Filmwissenschaft, Filmgeschichte, Bildsprache, Norwegenbild, Rezeptionsanalyse, Nordische Länder, Kulturgut, Filmproduktion
Die Arbeit untersucht, wie zwei spezifische norwegische Dokumentarfilme das Bild Norwegens im In- und Ausland beeinflussen und welche filmischen Strategien dafür genutzt werden.
Die Themen umfassen die Geschichte des norwegischen Dokumentarfilms, die Konzepte des Nation Branding sowie die detaillierte Analyse der Filme "Fjord" und "Nok en dag" hinsichtlich ihrer Produktions- und Wirkungsrealität.
Es soll herausgefunden werden, welches Norwegenbild durch die gewählten Dokumentarfilme vermittelt wird und welche filmischen Mittel zur Erzeugung dieses Bildes eingesetzt werden.
Die Arbeit nutzt einen filmwissenschaftlichen Analyserahmen, der sich an den Dimensionen von Bedingungs-, Film-, Bezugs- und Wirkungsrealität nach Helmut Korte orientiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Beschreibung der Entstehungsbedingungen beider Filme und die tiefgehende Untersuchung von Inhalt, Form und Rezeption von "Fjord" und "Nok en dag".
Zentrale Begriffe sind neben Norwegen und Dokumentarfilm vor allem Nation Branding, Skule Eriksen, Anita Rehoff Larsen und die filmwissenschaftliche Analyse der Norwegenbilder.
Der Film nutzt ästhetische Landschaftsaufnahmen, um eine ambivalente Stimmung zwischen Idylle und Erhabenheit zu erzeugen, die das Naturerbe Norwegens als nationales Gut unterstreicht.
Während "Fjord" fast vollständig auf Sprache verzichtet und atmosphärisch wirkt, setzt "Nok en dag" auf ein Mosaik-artiges Gruppenporträt, das den Alltag in norwegischen Wohnblöcken durch Beobachtung und O-Töne dokumentiert.
Die Protagonisten repräsentieren die soziale Vielfalt und die teilweise Anonymität des urbanen Lebens in Oslo, was einen Kontrast zur idyllischen Naturdarstellung in "Fjord" bildet.
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